Samstag, 22. September 2012

Rezension: Smalltown Girls: Der Tod kommt selten allein - Josephine Mint




Titel: Smalltown Girls: Der Tod kommt selten allein
Autor: Josephine Mint
 (aka Jeanette Wagner, Miriam Sachs und Ulrike Molsen)
ISBN: 978-3407811066
Seiten: 256
Verlag: Beltz & Gelberg
Preis: 14, 95 Euro
 Reihe: Teil 1 von 3



Inhalt:
Charlie und Lu sind seit dem Sandkasten beste Freundinnen. Als Lu´s Bruder Jakob einmal einen  erschreckend realen Traum davon hat, wie er bei einem Autounfall ums Leben kommt, erzählt er nur Charlie davon. 2 Monate später stirbt er tatsächlich bei solch einem Unfall…

Als dann auch Charlie und Lu einen solchen Traum haben, erinnert sich Charlie an den eigenartigen Vorfall vor Jacobs Tod. Während sie felsenfest davon überzeugt ist, bald Opfer eines Mörders zu werden, glaubt Lu ihr kein Wort. Außerdem ist Lu eh stinksauer auf Charlie, da diese den wichtigsten Auftritt ihrer Band vergessen hat. Deshalb redet Lu nicht mehr mit Charlie und wendet sich der Neuhinzugezogenen Sunshine zu. Doch auch Sunshine hatte diesen ominösen Traum. Endgültig bestätigt, steht für Charlie fest, dass die 3 nur noch höchstens 2 Monate zu leben haben und so versucht sie den Gründen hierfür auf die Spur zu kommen. Als dann ein schrecklicher Verdacht auf ihren neuen Freund Linus fällt, ist Charlie vollkommen verzweifelt. Sie weiß nicht mehr wem sie vertrauen kann und ein Wettlauf gegen die Zeit und den Tod beginnt.

Meinung:
Das Cover gefällt mir richtig gut, denn die 3 Mädchen entsprechen genau den Beschreibungen aus dem Buch und auch die Motten spielen im Roman eine Rolle. Der Umstand, dass  Coverpersonen mit der Beschreibung im Buch so genau übereinstimmen ist leider viel zu selten und deshalb möchte ich das wirklich hervorherben. Außerdem wirkt das Cover komplett sehr ansprechend. 

Die Idee der Geschichte an sich ist spannend und total mystisch und geheimnisvoll. Ein Traum, der wie eine Prophezeiung den eigenen Tod voraussagt. Eigentlich guter Stoff für Nervenkitzel pur. Doch leider kratzt dieser Auftakt der Trilogie nur sehr oberflächlich an dem Thema und einer möglichen Aufklärung.

Der Leser erlebt die Geschichte aus Charlies Perspektive. Somit hat er immer den gleichen Wissensstand wie sie und der ist leider nicht sehr hoch. Auf den 256 Seiten passiert einfach nicht viel Wichtiges.

Bedauerlicherweise hatte ich manchmal das Gefühl die Autorinnen wollen den Leser etwas hinhalten und müssen mit den Informationen so geizig sein, damit man noch 2 Bücher damit füllen kann. Das klingt jetzt viel böser als es gemeint ist, aber so kam es mir beim Lesen leider manchmal vor.

Auch mit den Charakteren konnte ich mich nicht vollständig anfreunden. Sie sind 16 und typische Jugendliche, nur leider haben sie auch viele schlechtere und unsympathische Seiten an sich.

Charlie wirkt eigentlich schon sympathisch. Sie ist für Lu da und macht ihretwegen Sachen, die sie selbst eigentlich gar nicht möchte. Z. B. singt sie nur Lu zuliebe in der Band. Als sie mit Linus zusammen kommt vernachlässigt sie Lu etwas und es ist wirklich doof gelaufen, dass sie dadurch den Auftritt vergessen hat. Jedoch ihre so endgültige Liebe zu Linus geht einfach zu schnell und wirkt dadurch typisch Teenager-mäßig und unglaubwürdig. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass die Beiden in ihrer Jugend das so empfinden, nur macht das die ganze Sache nicht unbedingt sympathischer.
Lu ist eher unsympathisch. Sie ist unsicher, nachtragend, zickig und wird richtig gemein, als sie sauer auf Charlie ist. 
Sunshine ist die neue und wirkt geheimnisvoll, da nicht viel über sie bekannt wird.
Linus wird im Großteil des Buches  sympathisch beschrieben. Er verhält er sich Charlie gegenüber sehr verständnis- und liebevoll, und lässt auch seinen kleinen Bruder nicht im Stich. Nur weiß Charlie anscheinend auch nicht alles über ihn, da sie erst durch Sunshine erfährt, dass Linus Drogen verkauft. 

Der Schreibstil ist dem Alter entsprechend eher einfach und locker gehalten und mit viel Jugendsprache versehen. Mir persönlich etwas zu viel. Aber nichts desto trotz ist er flüssig geschrieben und lässt sich wirklich sehr schnell lesen.

Es ist auch fast permanent ein Spannungsbogen enthalten. Was aber einfach daran liegt, dass die Ausgangssituation so interessant ist und der Leser ständig auf Antworten hofft. Umso enttäuschter war ich dann über den riesigen Cliffhanger am Ende, womit das Buch mitten drin endet und der Leser fast genauso unwissend zurück bleibt, als wenn er nur die Inhaltsangabe gelesen hätte. 

Fazit:
Auch wenn ich doch einiges zu kritisieren hatte und die Rezension dadurch eher negativ klingt, muss ich dennoch sagen, dass mich das Buch kurzweilig unterhalten konnte und die 256 Seiten sehr schnell gelesen waren. Da es mich immer noch interessiert, wie es nun weiter geht, möchte ich den 2. Teil, der am 26. November erscheint, auf jeden Fall lesen und hoffe, dass dieses Mal mehr offene Fragen beantwortet werden. Für das Potential, die tolle Idee und dafür, dass mich das Buch trotzdem unterhalten konnte, vergebe ich 3 von 5 Buchherzen.

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