Montag, 5. November 2012

*Rezension* Das Schneemädchen - Eowyn Ivey


Titel: Das Schneemädchen
Autor: Eowyn Ivey
ISBN: 978-3463406213
Seiten: 464
Verlag: Kindler
Preis: 19,95 €

Inhalt
Jack und Marbel können leider keine Kinder bekommen. Mit dem Wunsch, alleine ein neues Leben anzufangen, ziehen sie nach Alaska. Das Leben in dieser Einöde ist sehr schwer, aber tapfer kämpfen sie sich durch. Als eines Tages der erste Schnee kommt, machen die beiden übermütig eine Schneeballschlacht und bauen danach ein Mädchen aus Schnee. Tags darauf erblicken die beiden am Waldesrand ein blondes, feenhaftes Mädchen. Jack und Marbel glauben, das sie träumen und verdrängen dieses Bild. Jedoch erscheint das Mädchen nun öfters. Ist sie real oder nur ein Wunschtraum? Eine mitfühlende, hinreißende Geschichte beginnt.

Meinung
Welch ein schönes Buch. Liebevoll und charmant geschrieben, mal etwas ganz anderes, was ich sonst lese. Die Autorin hat durch ihre detailgerechte Schreibweise perfekt verstanden, den Leser in diese Welt zu locken und zu verzaubern. Der Schreibstil ist flüssig und leicht, wodurch man ganz schnell mit dem Buch fertig ist. Landschaften und Personen hat sie liebevoll erwecken lassen und es macht riesig Spaß der Geschichte zu folgen. Die Veränderungen und Entwicklungen von Marbel und Jack haben mich sehr berührt, ich fand es faszinierend, wie real alles dargestellt wird. Überhaupt nicht aufgesetzt. Zum Schluß wird sie dann etwas melancholisch und traurig, bei einigen Textstellen mußte ich ziemlich schlucken, und das Ende gefällt mir überhaupt nicht. Aber ansonsten eine mitreißende Geschichte, die man unbedingt lesen sollte und auch für Jung und Alt lesesenwert ist. Einziger Kritikpunkt für mich waren die fehlenden Anführungszeichen bei der wörtlichen Rede, was mir teilweise ein paar Schwierigkeiten beim Lesen bereitete. Man mußte schon genau aufpassen, was gesprochen und was nur geschrieben wurde.

Charakteren
Alle Personen wurden wunderschön herausgearbetet. Mit viel Liebe und Charme liest man die Geschichte von Jack und Marbel. Man fühlt mit ihnen ihren Schmerz, ihr Leid und die Ängste, kann aber auch viel Freude und Glück bei ihnen entdecken. Auch bei den Nebendarstellern verhält es sich nicht anders. Dafür ein großes Lob an die Autorin.

Cover
Wow, dieses Cover ist der Hammer. Wunderschön in blau und weiß gehalten, ein echter Hingucker. Außerdem fand ich die Zeichnungen mit den Zitaten bei den Teilabschnitten wunderschön gemacht.
Eine verschneite Landschaft, einfach traumhaft schön.

Fazit
Eine überhaus wundervolle, berührende Geschichte mit viel Liebe und Melancholie. Sehr empfehlenswert und somit 4 von 5 Bucherzen.

 

Vielen Dank an Vorablesen.

Kommentare:

  1. Das hört sich doch nach einer echten Empfehlung an.

    Beste Grüße,
    Kora

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    1. Ja, kann ich wirklich nur empfehlen.

      Lg. Heike

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  2. Mich haben die fehlenden Anführungszeichen auch etwas gestört.
    Doch nach einiger Zeit habe ich herausgefunden, dass die Anführungszeichen nur fehlen, wenn Marbel und Jack mit Faina reden. Wenn sie z. B. mit den Nachbarn geredet haben, waren sie wieder da.
    Ich glaube, dass das ein bisschen gewollt war. Aber auch mir hat es ein paar Schwierigkeiten bereitet, nun zu wissen, wer überhaupt gerade redet.
    Es war trotzdem ein bezauberndes Buch.

    Liebe Grüße
    Lyiane

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    1. Auf jeden Fall ein bezauberndes Buch. Und nach einiger Zeit hat man sich dann auch ein wenig an die fehlenden Anführungszeichen gewöhnt.

      Lg. Heike

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