Freitag, 23. November 2012

*Rezension* Die Eiswolf-Saga Teil 1 Brudermord - Holger Weinbach

Titel: Die Eiswolf-Saga  Teil 1  Brudermord
Autor: Holger Weinbach
ISBN: 978-3862820061
Seiten:  335
Verlag: Acabus
Preis: 13,80 €



Inhalt
Der Frieden im Jahre 956 im ostfränkischen Reich hält nicht lange an. Rurik übernimmt durch eine List die Burg seines Bruders, des Grafen Faolan und hinterlässt einen Berg von Leichen. Zum Glück kann der Sohn des Grafen, Rogar, entkommen. Völlig abgemagert und am Ende seiner Kräfte wird er von zwei Ordensleuten eines Benediktinerordens gefunden und wieder aufgepäppelt. Diese beiden geben in einen neuen Namen und verstecken ihn so gut es geht, weil sie wissen, das er von dem bösen Veräter Rurik gesucht wird. Die Jahre vergehen, Faolán wächst zu einem Jüngling heran und er lernt ein Mädchen namens Svea kennen. Durch sie verändert sich sein Leben drastisch und er gerät in Gefahr....

Meinung
Da ich solche mittelalterlichen Bücher sehr gerne lese, war ich gespannt, wie „Brudermord“ ist. Der Autor hat mich mit diesem Buch teilweise gut in den Bann gezogen. Die ersten Seiten haben sich ein wenig gezogen, da für mich viel zu viele Charakteren aufeinmal beschrieben wurden. Danach ging es aber und die Spannung stieg von Seite zu Seite. Der Schreibstil ist locker und flüssig, man kann sich in die Personen hineindenken und es macht Spaß mit ihnen mitzufiebern. Liebevoll und detailgerecht beschreibt der Autor die einzelnen Figuren, wobei manche dabei sind, die man sofort ins Herz schließt und einige, die man von Anfang an abgrundtief hasst. Teilweise hätte ich mir aber gewünscht, noch etwas ausführlicher von den einzelnen Personen zu erfahren. Warum hat sich z.B. Faolán nicht einfach mal gehen Drogo gewehrt? Oder Branduf, der einzig Überlebende des damaligen Massakers. Von ihm hätte ich auch gerne noch mehr erfahren. Trotzdem hat mich das Buch überzeugt und hat mir ein paar kurzweilige Lesestunden beschert. Einziges Manko für mich war allesdings die Schrift, welche mir ein wenig zu klein war.

Charakteren
Svea, ein absolut liebenswürdiges Mädchen, das vor ihrem Vater flieht und sich dann immer im Wald bei einer Heilerin versteckt. Bei ihr findet sich ein neues Zuhause, und so kann sie ein klein wenig die Demütigungen und Schläge ihres Vaters vergessen. Sie wirkt auf mich mystisch und hat irgendetwas an sich, das man nicht genau beschreiben kann. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen.
Faolán, oder besser gesagt Rudgar, wird als still und in sich gekehrt beschrieben. Er hat in seinem kurzen Leben schon viel mitmachen müssen und die Benediktiner bemühen sich, ihm wieder Selbstvertrauen zu geben. Erst als er Svea kennenlernt, kommt er allmählich aus sich raus und wird auch etwas mutiger.
Drogo, der Sohn des Verräters Rurik, war mir von Anfang an ein Dorn im Auge. Der Autor hat diesen Charakter so perfekt böse ins Licht gestellt, das man ihn sofort hassen kann.
Aber auch alles anderen Protagonisten hat Herr Weinbach gekonnt in Szene gesetzt und überaus detailgerecht beschrieben. Mein Kompliment dazu.

Cover
Trotz das das Cover in schlichtem Braun gehalten wurde, verbinde ich irgendwie etwas Mystisches damit. Das Runenzeichen ist geheimnisvoll und die Blutstropfen deuten auf etwas Grausames. Toll gewählt und passt gut zu dem Buch.

Fazit
Dieser Einstieg in die „Eiswolf-Saga“ ist Holger Weinbach richtig gelungen. Spannend und interessant geschrieben und es macht Lust, den nächsten Band zu lesen. Das Buch erhält von mir 4 von 5 Buchherzen und eine zusätzliche Leseempfehlung.

 

Ich danke dem Acabus Verlag, für die Bereitstellung dieses Exemplares.

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