Samstag, 29. Dezember 2012

*Rezension* Bastard - Patricia Cornwell

Titel: Bastard
Autor: Patricia Cornwell
ISBN: 978-34424783
Seiten: 512
Verlag: Weltbild


Inhalt
Dr. Kay Scarpetta erhält einen neuen Fall, bei dem ein junger Mann auf offener Straße plötzlich zusammengebrochen ist. Es scheint nach einem Herzinfakt, aber keiner kann so ganz daran glauben. Ihre Kollegen Lucy und Benton benehmen sich ganz anders als sonst, und Jack ist plötzlich spurlos verschwunden. Fragen über Fragen und keine Antworten in Sicht. Und was hat das alles mit den neuen technischen Entwicklungen im Labor zu tun?

Meinung
Da ich schon viele Kay-Scarpetta-Romane gelesen habe, freute ich mich wahnsinnig auf dieses Buch. Leider wurde ich diesmal etwas enttäuscht. Mir gelang es einfach nicht, in das Buch hineinzukommen. Teilweise mußte ich einige Seiten nochmals wiederholen, da mir einfach der Bezug zu der ganzen Geschichte fehlte. Es baute sich überhaupt keine Spannung auf und ich tat mich wirklich schwer, es zu Ende zu lesen.

Gestört haben mich auch noch die völlig uninteressanten, hochmoderen, medizinischen Vorgänge und Begriffe. Ein Normalsterblicher interesssiert sich wahrscheinlich überhaupt nicht dafür und es war einfach nur schlecht und anstrengend zu lesen.

Trotz des einfachen und flüssigen Schreibstils konnte mich „Bastard“ nicht überzeugen. Die Dialoge waren mir zu belanglos und zogen sich nur so dahin. Gut fand ich, das die Autorin wieder die Geschichte in der ich-Perspektive aus Sicht von Scarpetta geschrieben hat. Leider konnte ich diesmal ihre Gedanken und Gefühle nicht mitverfolgen. Auch die anderen Charakteren wurden viel zu lapidar und einfach zu nebensächlich behandelt und haben daher immer aneinander vorbeigeredet. Niemand kam wirklich auf einen grünen Zweig. Daher blieb wahrscheinlich dann auch die Spannung auf der Strecke.

Ein guter Punkt für mich war die Herausarbeitung des scheuen Windhundes Socks. Dieser wurde sehr gut beschrieben und ich hatte richtiges Mitleid mit ihm. Wenigstens dort sieht man leichte Gefühlsregungen zwischen den Personen, die sich rührend um den Hund kümmerten. Aber im Großen und Ganzen war der Roman einfach nur langweilig für mich. Eigentlich schade. Ein wirkliches Ende hat „Bastard“ auch nicht, für mich blieben viele offene Fragen.

Cover
Das Cover wurde gut gestaltet. Es leitet auf einen spannenden Krimi hin, was aber leider nicht der Fall ist.

Fazit
Mit „Bastard“ hat Frau Cornwell, für mich, einen ihrer schlechtesten Romane geschrieben, dem vor allem die benötigte Spannung fehlte. Er erhält von mir gutgemeinte 2 von 5 Buchherzen, da ich ja eigentlich die Krimis von Patricia Cornwell gerne lese. Eine Leseempfehlung kann ich diesmal leider nicht vergeben.

Kommentare:

  1. Ich hab Bastard Anfang des Jahres gelesen, als Hardcover. Und mein Fazit fiel ähnlich ernüchternd aus. Ich hatte michs chon gefragt, ob die gute Frau Cornwell zu schnell zu viele Bücher schreibt und deswegen irgendwie den Faden verloren hatte oder so...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das habe ich mich auch schon gefragt....weil ihre ersten Bücher ja eigentlich immer ganz toll waren....

      Löschen