Dienstag, 11. Dezember 2012

*Rezension* Lea und Siegfried - Francois Loeb

Titel: Lea und Siegfried
Autor: Francois Loeb
ISBN: 978-3869064666
Seiten: 132
Verlag: Allitera
Preis: 14,90 €

 
Inhalt
1930 wird in einer deutschen Kleinstadt, das jüdische Mädchen Lea, pausenlos von ihrem Biologielehrer Zauss gedemütigt und bloßgestellt. Nur ihre Freundin Suzanne und ihr Mitschüler Siegfried halten zu ihr, und helfen ihr über die sehr krassen Demütigungen. Ohne diese beiden, würde sie es nie schaffen. Zu Siegfried entwickelt sich nach und nach eine Liebesbeziehung, welche zum Lebenselexier für Lea wird. Sie flüchten oft in ein altes Bergwerk, welches aber nach einiger Zeit auch nicht mehr sicher vor dem Lehrer ist. Der Hass zu Herrn Zauss verstärkt sich zunehmend und Siegfried schmiedet einen Plan.....

Meinung
Da ich sehr gespannt auf dieses Buch war, habe ich mich frohen Herzens darangemacht, es zu lesen. Der Schriftstil des Autors ist ganz flüssig, aber teilweise etwas „geschwollen“. Ich mußte manchmal nochmals etwas wiederholt lesen, um es genau zu verstehen. Diese Erzählung steckt voller Gefühle, teils Guten und teils Schlechten. Ganz toll hat Herr Loeb die Charakteren der einzelnen Personen beschrieben, man konnte sich gut in sie hineinversetzen. Ihre Gefühle kommen absolut authentisch rüber, man leidet und freut sich mit ihnen. Mich hat vorallem der Lehrer Zauss total aufgeregt. Ich hätte ihn am liebsten angeschrien und sofort aus dem Buch verbannt. Trotz der Unmenschlich- und Grausamkeit des Lehrers wächst die Liebe zwischen Lea und Siegfried, beide halten zusammen, auch wenn Lea Jüdin und Siegfried Deutscher ist. Mit viel Mut, Courage und Toleranz überwinden die drei Jugendlichen Lea, Siegfried und ihre gemeinsame Freundin Suzanne, viele Probleme und wissen, das sie niemals aufgeben dürfen. Die Erzählung ist aufgeteilt, einmal wird sie aus Leas Sicht und einmal aus Siegfrieds Sicht erzählt. Man kann aber die Sprünge gut mitverfolgen. Was mir nicht so toll gefallen hat, waren die einzelnen Ausschnitte oder Gedicht mittendrin. Das war mir einfach zuviel und hat mich manchmal von der eigentlichen Geschichte ein wenig abgelenkt. Auch wollte ich noch etwas mehr über Lea und Siegfried erfahren, der Schluß war auch nicht ganz so mein Fall.

Cover
Ein verschneiter Friedhof,  hat etwas Verträumtes auf sich. Nichts besonderes, aber irgendwie reizvoll, diese Erzählung zu lesen.

Fazit
Mich hat dieses Buch jetzt nicht umgehauen, aber es ist durchaus lesenswert. Ich hätte mir gewünscht, mehr über die Personen zu erfahren. Es erhält von mir 2 von 5 Buchherzen.


Vielen Dank dem Allitera Verlag, für die Bereitstellung dieses Buches.


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