Mittwoch, 30. Januar 2013

*Rezension* Schlagenhaus - Sharon Bolton


Titel: Schlangenhaus
Autor: Sharon Bolton
ISBN:  978-3442468058
Seiten: 518
Verlag: Goldmann 
Preis: 9,99 €

Inhalt
Clara Benning, Tierärztin von Beruf, lebt ziemlich einsam und zurückgezogen in einem idyllischen englischen Dorf. Eines Tages wird eine Schlange in einem Kinderbettchen ihrer Nachbarin gefunden und Clara zur Hilfe gerufen. Was alle leider noch nicht wissen, damit beginnt eine wahre Schlangenplage und es sterben viele, vorallem ältere Leute. Diesen rätselhaften Todesfällen geht Clara nach und stößt auf eine Spur, die 50 Jahre zurück in die Vergangenheit geht. Ist Clara stark genug, dies alles zu bewältigen?

Meinung
Vorweg erst einmal, ich liebe Thriller. Aber bei diesem Buch, blieb sogar mir manchmal die Spucke weg. Nichtsdestotrotz mußte ich es zu Ende lesen und war absolut begeistert, mit wieviel Spannung und teilweise sogar Ekel die Autorin diesen perfekten Thriller geschrieben hat. Ein riesiges Lob dafür. Es kommt selten vor, das man so ein tolles Buch in die Hände bekommt.

Für Menschen, die eine Schlangenphobie haben, würde ich abraten, „Schlangenhaus“ zu lesen. Perfekt hat Frau Bolton alles Charakteren in Szene gesetzt. Man denkt und fühlt sehr mit ihnen mit, Schmerzen meint man selbst zu haben, vorallem nach einem Schlangenbiss. Ein Gänsehautgefühl bleibt natürlich nicht aus, und die 505 Seiten hatte ich ruckzuck durch, da ich einfach so gebannt von der Geschichte war. Gekonnt hat die Autorin die Geschichte um die Schlangen mit den Vorgängen (Clara vermutete eine Sekte von lauter Wahnsinnigen und den Kult um eine sogenannte „Schlangenbeschwörung“, welche Tote wieder zum Leben erwecken kann) von vor 50 Jahren verknüpft, so dass daraus ein mysteriöser, spannender Thriller entstand.

Frau Bolton hat in der Ich-Perspektive aus Claras Sicht geschrieben. Diese wird als eher schüchterne, zurückgezogenen Frau dargestellt, die durch den Unfall als Baby eine entstellte Gesichtshälfte hat. Dadurch ist ihr Selbstbewustsein ziemlich im Keller. Die vielen Nebendarsteller und die sehr gut dargestellten Orte und Landschaften lassen das Buch sehr authentisch rüberkommen. Der Schreibstil ist fesselnd, aber zu gleich recht flüssig. Es macht einfach Spaß, das Buch aufeinmal zu lesen. Außerdem legte die Autorin geschickt viele Spuren zu möglichen Tätern im Buch, ich wußte bis zum Schluß nicht, wer der eigentiche Mörder war. So etwas mag ich sehr gerne, weil damit sich die Spannung wirklich bis zum Ende hält.

Cover
Das Cover sieht düster und mysteriös aus. Passt perfekt zur Geschichte und als eingefleischter Thriller-Fan kann man einfach nicht daran vorbeigehen.

Fazit
„Schlangenhaus“ ist für mich ein perfekter und absolut spannender Thriller, aber nichts für schwache Nerven. Er hat mich sehr gut unterhalten und ich vergebe ihm 5 von 5 Buchherzen und eine klare Leseempfehlung.


Infos zur Autorin: (Quelle Wikipedia)
Sharon Bolton (* 27. Mai 1960 in Lancashire, England) ist eine britische Krimi- und Thrillerautorin. Sie veröffentlichte bisher vier Romane, die alle auf deutsch publiziert wurden. Sie hat eine Schauspielausbildung absolviert und Theaterwissenschaft studiert sowie im Bereich Public Relation und Marketing gearbeitet. An der University of Warwick studierte sie später Business Administration (MBA). Sharon Bolton lebt mit ihrem Mann Andrew und ihrem Sohn in einem Dorf in den Chiltern Hills bei Oxford. In Großbritannien erscheinen ihre Bücher unter dem Namen Sharon J. Bolton.

Kommentare:

  1. Ich habe von der Autorin Bluternte gelesen und war auch total begeistert! Nun muss ich mir endlich einmal ein weiteres Buch holen, nachdem ich deine begeisterte Rezi gelesen habe! In der Bücherei stehen Gott sei Dank noch ein paar...;)
    Liebe Grüße
    Martina

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  2. Bluterne habe ich noch nicht gelesen...werde ich mir aber auch bald mal besorgen und hoffentlich ist dann dieses Buch genauso spannend wie Schlangenhaus.

    Lg. Heike

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