Donnerstag, 24. Januar 2013

*Rezension* Wer Wind sät - Nele Neuhaus


Titel: Wer Wind sät
Autor: Nele Neuhaus
ISBN:  978-3548283517
Seiten: 560
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Preis: 9,99

Inhalt
Ein Nachtwächter in der WindPro Firma wird ermodert aufgefunden. Kriminalkommissarin Pia Kirchhoff und ihr Team müssen den Fall aufklären und stoßen dabei auf einige Schwierigkeiten. Sie und ihr Partner Oliver von Bodenstein ermitteln im Umkreis einer Bürgerinitiative, den gegen den geplanten Windpark kämpft. Viele mysteriöse Fragen überhäufen die Beiden. Warum ist das Grundstück eines Bauern plötzlich 2 Millionen wert? Und warum wird dieser auch plötzlich tot aufgefunden?

Meinung
Da ich schon viele gute Rezensionen von Nele Neuhaus gelesen habe, war ich sehr gespannt, wie dieser Kriminalroman sein würde. Ich wurde nicht enttäuscht und die Autorin hat mir mit „Wer Wind sät“ ein wahres Lesevergnügen bescheert.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zu lesen, trotz der 557 Seiten kam ich sehr schnell voran. Verwirrt haben mich am Anfang leider etwas die vielen verschiedenen Charakteren. Ich konnte sie so schnell nicht ein- und zuordnen und verwechselte sie etwas. Mit der Zeit wurde es besser, da Frau Neuhaus die einzelnen Charakteren sehr gut und sehr detailgerecht beschrieben hat. Auch die Landschaftsbeschreibungen wurden liebevoll und genau ausgearbeitet, man konnte sich gut alles vorstellen und somit die Geschichte exakt mitverfolgen. Die Spannungskurve steigt von Seite zu Seite, und der wahre Täter blieb mir bis zum Schluß unbekannt. Auch ergeben sich einige Dinge nicht so, wie ich meinte, es ist mit einigen Überraschungen zu rechnen.

Die beide Hauptprotagonisten Kirchhoff und Bodenstein kommen sehr authentisch rüber, ihre Gedanken und Gefühle werden sehr ausgeprägt beschrieben. Die vielen Nebencharakteren berichten zwischendurch immer wieder von den Ereignissen. Aber auch werden diese gut beschrieben. Im Großen und ganzen, kann man die Geschichte wirklich gut verfolgen. Das Thema Energie, Umwelt, Windnutzung und Bürgerversammlungen wurden erläutert, aber nicht zu sehr in den Vordergrund gestellt, was auch gut ist, denn es sollen ja die Morde aufgeklärt werden.

Einen Punktabzug gibt es für mich doch, weil mir die einzelnen Kapitel viel zu lang waren. Ich mag es lieber, kürzere, aber dafür mehr Kapitel zu haben. Da kann man dann zwischendrin das Buch mal an die Seite legen und ärgert sich dann nicht, die letzte Seite nochmals lesen zu müssen. Trotdem werde ich mir die anderen Bücher von Frau Neuhaus auf jeden Fall kaufen und lesen.

Cover
Das Cover ist in meiner Lieblingsfarbe blau gestaltet, die Blutspritzer und der Rabe, welcher im Buch auch vorkommt, machen es für mich sehr interessant und geben mir den Wink zum Lesen.

Fazit
„Wer Wind sät“ ist ein fesselnder, spannender Kriminalroman mit sehr viel Gefühl. Er hat mich durchaus überzeugt, und ich gebe ihm 4 von 5 sehr guten Buchherzen und eine klare Leseempfehlung.

 

Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Nele Neuhaus, geboren 1967 in Münster / Westfalen, lebt seit ihrer Kindheit im Taunus und schreibt bereits ebenso lange. Ihr 2010 erschienener Kriminalroman Schneewittchen muss sterben brachte ihr den großen Durchbruch, seitdem gehört sie zu den erfolgreichsten Krimiautorinnen Deutschlands. Ihre Romane wurden bisher in 17 Ländern verkauft.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen