Mittwoch, 13. Februar 2013

Rezension: Der Tote vom Oberhaus - Dagmar Isabell Schmidbauer

 

Titel: Der Tote vom Oberhaus
Autorin: Dagmar Isabell Schmidbauer
Seiten: 384
Verlag: Edition Renumero
 Preis: 12, 80 Euro
Ersterscheinung: 01. 10. 2012
Reihe: Teil 2 von bisher 2  
*Rezension zu Band 1*



Inhalt:
In der Veste Oberhaus in Passau findet die Museumsdirektorin die Leiche eines erstochenen Mannes und ruft die Kriminalpolizei. Das Ermittlerduo Franziska Steinbacher und Hannes Hollermann beginnen mit ihren Ermittlungen und können die Leiche schnell als Xaver Mautzenbacher identifizieren. Er wirkt wie ein wohlhabender Mann, denn er trug bei seinem Tod eine echte Rolex, sowie 20000 Euro bar bei sich. Doch die Durchsuchung seiner Wohnung macht die Kommissare stutzig. Denn sie ist ein einziges Armutszeugnis und auch der Nachbar erzählt von dem armen, arbeitslosen Mann. Kurz darauf melden sich auch noch mehrere Frauen, welche alle behaupten die Lebensgefährtin des Ermordeten zu sein.  So versuchen Steinbacher und Hollermann die vielen Geheimnisse von Mautzenbacher aufzudecken und den Mörder zu finden.  Nicht gerade einfacher wird die Sache dadurch, dass auch Franziskas Liebhaber, der Künstler Walter Froschhammer, wieder zu den Verdächtigen zählt. 

Meinung:
„Der Tote vom Oberhaus“ ist nach „Marionette des Teufels“ der zweite Fall des Ermittlerduos Steinbacher und Hollermann, wobei es aber fürs Verständnis nicht zwingend nötig ist, den ersten Teil zu kennen. Während ich bei Marionette des Teufels vor allem den etwas langatmigen Beginn durch zu detaillierte und verwirrende Beschreibungen bemängelt habe, ist Frau Schmidbauer dies in „der Tote vom Oberhaus“ schon viel besser gelungen. Obwohl der Roman auch teilweise wieder aus verschieden Sichten erzählt wird und der Leser durch die scheinbar bezuglosen Nebenstränge lange im Dunkeln tappt, ist man dieses Mal gleich von Beginn an mitten in der Geschichte.

So sind Die Ermittlungen gleich von Anfang an spannend beschrieben und nachvollziehbar, ohne zu sehr ins Detail zu gehen.  Und vor allem durch die verschiedenen Einzelstränge entwickelt sich die Geschichte stetig und vielschichtig weiter und hält die Spannung durch unvorhersehbare Wendungen ständig auf einen konstant hohen Level.  Am Ende fügen sich dann alle Einzelstränge zu einem stimmigen Schluss zusammen. 

Jedoch beschränkt sich der Roman nicht nur auf die Ermittlungen, sondern man  lernt auch die sympathischen Protagonisten noch etwas besser kennen.  So erhält man einen Überblick über den, vom neuen Chef veränderten Alltag auf dem Revier, oder in das Leben der Sekretärin Ramona, deren Jugendliebe plötzlich wieder vor der Tür steht. Doch vor allem in die Privatsphäre von Franziska bekommt der Leser deutliche und auch teilweise erotische Einblicke. Dies verschafft dem Roman auch noch eine persönliche und private Note.

Auch der Schreibstil der Autorin ist flüssig und schafft es problemlos den Leser an den Krimi zu fesseln.  Dabei ist die Handlung während des gesamten Romans logisch aufgebaut, stimmig und nachvollziehbar. 

Fazit:
Ein gelungener Krimi, der überzeugen und fesseln kann. Sehr gute 4 von 5 Buchherzen und eine Leseempfehlung für alle Krimifans. 
 Ich danke der Autorin ganz herzlich für das Leseexemplar.

Infos zur Autorin: (Quelle: Amazon)
Dagmar Isabell Schmidbauer lebt und arbeitet als Journalistin und Krimiautorin im Bayerischen Wald. Vor rund dreißig Jahren zog sie aus dem Rhein-Main-Gebiet in eine der schönsten Gegenden Deutschland, wo sie inzwischen mit ihrem Mann und den sechs gemeinsamen Kindern eine Heimat gefunden hat.
Neben dem Muttersein hat sie viele spannende Projekte betrieben. Gemeinsam mit der Bundeswehr hat sie eine Schule für Mädchen in Afghanistan gebaut. Außerdem nahm sie sich den Hoffnungen, Sorgen sowie Nöten von Kinder aus ihrer Region an, weil auch diese Kinder Unterstützung brauchen.

Kommentare:

  1. Hallo Steffi,

    sorry, aber mich nerven z.Z. diese Folgebücheraktionen. Es scheint wohl wirklich keine Autoren zu geben, die gerne mal nur einen Romanen schreiben möchten/wollen oder?

    LG..Karin...

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    1. Huhu Karin,
      ich kann dir da nur recht geben, dass das in der letzten Zeit wirklich Überhand genommen hat. Mich nervt das auch etwas, dass man bei jedem Buchkauf aufpassen muss, ob es sich um einen Mehrteiler handelt und man dann ewig auf die Nachfolgerbände warten muss.
      Aber hier ist es etwas anders, die beiden Bücher bauen nicht wirklich extrem aufeinander auf, sondern es ist einfach das gleiche Ermittlerduo, das den Fall erarbeitet und dabei ist es wirklich nicht nötig, den 1. Teil zu kennen.

      lg, Steffi

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  2. Hallo Steffi,

    Danke für die zusätzliche Info dazu. O.K. dann findet es gerne..breites grinsen ..Aufnahme in meine Wunschliste bzw. Liste möglicher Käufe.

    LG..Karin..

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