Samstag, 2. März 2013

*Rezension* Der Kreuzworträtselmord - Kerstin Apel


Titel: Der Kreuzworträtselmord - Die wahre Geschichte
Autor: Kerstin Apel
ISBN:  978-3954001422
Seiten: 155
Verlag: Sutton
Preis: 9,95 €

Inhalt
Eigentlich wollte Shiva endlich einmal Urlaub machen und sich eine Auszeit von ihrem Job als Journalistin einer Berliner Zeitung nehmen, als ihr Chef sie zurück holt und ihr einen neuen Auftrag erteilt. Nicht ganz begeistert macht sie sich auf die Recherchen um einen schon vor 30 Jahre alten Mord, den sogenannten „Kreuzworträtselmord“, 1981 die ganze Republik wochenlang in Atem gehalten hat. Damals wurde der Täter gefasst und hat seine Strafe abgesessen. Ohne jede Motivation fängt Shiva an, alte Zeugen zu befragen und die Fakten zu rekonstruieren. Dabei stößt sie auf einige ungeahnte Ereignisse.....

Meinung
Seit dieses Buch ja erschienen ist, hat es eine große Welle an Emotionen ausgelöst, wobei die meisten negativ waren. Da ich vom Sutton Verlag ein Rezensionsexemplar bekommen habe, machte ich mich, natürlich unvoreingenommen, daran, es zu lesen. Also meiner Meinung nach, wurde alles nur etwas hochgespielt. Die Autorin hat mit ihrem Buch regelrecht versucht, ihre damaligen Erlebnisse zu verarbeiten. Was ja eigentlich nicht schlimm ist. Außerdem wurde der „Kreuzworträtselmord“ ja auch schon im Fernsehen bei Polizeiruf 110 durch den Autor Kai Meyer aufgearbeitet. Ein weiterer Aufreger ist die Tatsache, das die Autorin damals anscheinend andere Aussagen gemacht hat, als sie jetzt in dem Buch angibt. Doch auch das finde ich nicht ganz so tragisch, um es deshalb so aufzuspielen. Denn Angst lässt einen manchmal unüberlegte Dinge tun.

Der Schreibstil der Autorin ist ziemlich einfach und die 155 Seiten hatte ich schnell durch. Die Personen wurden authentisch beschrieben, vorallem der Charakter des Mörders wurde auf den letzten Seiten ziemlich heftig und ohne Gefühlsregung dargestellt. Er kommt ziemlich unsympathisch und eiskalt rüber. Seine Freundin Suzanna dagegen wirkt auf mich ziemlich naiv und einfach ängstlich. Sie weiß in dem Augenblick nicht, wie sie mit der Situation umgehen soll und vor lauter Angst geht sie einfach die falschen Wege. Shiva, die Journalistin, ist zielstrebig und ehrgeizig und für mich in diesem Buch die Lieblingsprotagonistin.

Alles in allem ist „Der Kreuzworträtselmord“ sehr interessant geschrieben, auch wenn viele anderer Meinung wie ich sind. Er ist eine kleine Lektüre für zwischendurch.

Cover
Das Cover ist jetzt nicht so ein Eye-Catcher. Das Thema wird darauf aufgegriffen und es ist ganz ok.

Fazit
Der Kreuzworträtselmord war für mich eine kurzweilige Geschichte, die man gut lesen kann. Im großen und Ganzen muß jeder selber entscheiden, ob er dieses Buch lesen will oder nicht. Er erhält von mir 3 von 5 Buchherzen.


Mein Dank gilt dem Sutton Verlag für die Bereitstellung dieses Buches.

Infos zur Autorin: (Quelle Sutton-Verlag)
Kerstin Apel, Jahrgang 1963, lernte als Schülerin in Halle-Neustadt einen Jungen kennen, der zum Mörder werden sollte. »Der Kreuzworträtselmord« ist ihre erste schriftstellerische Arbeit. Nach 30 Jahren verarbeitet sie darin literarisch ihre eigenen traumatischen Erfahrungen. Denn was trotz all der Berichterstattung über den wohl aufsehenerregendsten Kriminalfall der DDR-Zeit nie bekannt wurde: Sie musste entdecken, dass ihr damaliger Freund den siebenjährigen Lars Bense in der Wohnung ihrer Mutter ermordete.

Kommentare:

  1. Hallo,

    mich würde interessieren wie weit die Autorin selber in die ganze Geschichte verwickelt ist?

    LG..Karin...

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  2. Hallo,

    ihr damaliger Freund war der Mörder des kleinen Jungen.

    Lg. Heike

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  3. Und als sie das rausbekommen hat, hat er sie bedroht, damit sie schweigt.

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  4. "Die wahre Geschichte" So steht es auf dem Titel und wenn wahr ist, was die Autorin schreibt, dann war sie bei dem Mord dabei. Denn das KInd war noch nicht tot, als sie dazu kam. Es lag sterbend in der Badewanne und ihr Freund sagte, er werde "es jetzt tot" machen. Später hat sie geholfen, die Leiche zu beseitigen. All das hat sie bisher verschwiegen. Wenn das alles stimmt, dann ist sie Mittäterin und gehört vor Gericht.
    Und jetzt, dreißig Jahre später macht sie Geld mit dieser Geschichte. Ohne Rücksicht auf die noch lebende Mutter des Jungen, die diese grausamen Details bisher nicht kannte. Das ist einfach nur zu Kotzen! Und lesen Sie mal die Interviews die die Autorin gegeben hat. Sie ist nicht traumatisiert. Wer traumatisiert ist, verhält sich anders. Der geht nicht mit einem Buch - das obendrein grottenschlecht geschrieben ist - an die Öffentlichkeit. Wer traumatisiert ist holt sich professionelle HIlfe. Die Frau will nur Geld machen.

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    1. Ich finde, jeder geht damit anders um. Und wenn einem dann auch noch so Angst gemacht wird, möchte ich gerne wissen, wie jeder einzelne darauf reagiert. Außerdem wurde diese Geschichte ja auch schon verfilmt und somit wurde auch schon einmal Geld damit gemacht, die Mutter muß also schon die Details kennen. Sicher kommt dieses Buch sehr zwiespältig an, wird aber meiner Meinung nach auch zu sehr durch die Medien aufgeputscht.

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  5. Hallo,

    ja alles in Allen eine komische Geschichte, so ähnlich vielleicht wie mit der Frau Kampusch und ihrer Geschichte.

    Also ich persönlich möchte sie nicht erlebt haben. Aber im gleichem Atemzug würde ich mir als Verarbeitung meiner persönlichen Vergangenheit auch keinen Film dazu antun. Sorry.

    LG..Karin..

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    1. Hallo Karin,

      ich hätte wahrscheinlich auch anderes auf die Situation reagiert. Aber was tut man nicht alles, wenn einem so sehr Angst gemacht wird. Jeder verhält sich da anders. Den Film würde ich mir allerdings auch nicht anschauen.

      Lg. Heike

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  6. bei YouTube gibts den fall als krimi und auch als doku zu sehen.

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