Dienstag, 11. Juni 2013

*Rezension* Der Meerkristall - Regine Kölpin



Titel: Der Meerkristall
Autor: Regine Kölpin
ISBN: 978-3942446822
Seiten: 352
Verlag: KBV
Preis: 9,90 €

 
Inhalt
Hiske Aalken, der Mönch Garband und der Wortensammler, ein Kind das bei Hiske Zuflucht gefunden hat, haben sich in Gödens gut eingelebt. Oft denkt sie an den Arzt Jan Valkensteyn zurück, der vor 3 Jahren den Ort wieder verlassen, aber versprochen hat, zurück zukommen. Aber sie hat auch sehr viel Arbeit. Das Marschenfieber geht wieder um und ein Kaufmann taucht auf, der Hiske sehr unsympathisch ist, und ein Geheimnis mitsich trägt. Dieser Kaufmann wird eines Tages tot aufgefunden. Wer war der Mörder, und was hat es mit dem Medallion auf sich, das er dabei hatte?

Meinung
Dies ist schon der 2. Teil rund um Hiske Aalken und ihre Freunde. Leider habe ich den Ersten nicht gelesen, hatte aber keine Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzutauchen. Der Schreibstil ist auch eher leicht und flüssig, ich hatte das Buch schnell durch. Die Kapitel wurden kurz gehalten und am Ende des Buches erfährt man noch mehr über die Geschichte Gödens um 1548. Mit einem Glossar in dem viele Begriffe aus dem Buch erklärt werden, schließt das Werk ab.

Die Geschichte selbst beginnt von Anfang an spannend und interessant. Gekonnt vermischt die Autorin historische Elemente mit einem guten Krimi. Personen und Orte werden gut beschrieben, man kann sich in sie hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen. Frau Kölpin setzt einem vor Augen, welche Zustände in dieser Zeit geherrscht aber, und das das Leben gar nicht so einfach war. Krankheit und vor allem Geldmangel waren das größte Übel dieser Zeit. Nur durch konkrete Recherchen kann man soetwas so präzise darstellen.

Die Hebamme Hiske war mir gleich sympathisch. Durch ihre ruhige liebevolle Art geht sie gekonnt mir ihren „Patienten“ um und verliebt sich auch somit in den Arzt Jan. Welcher ihre Gefühle auch erwidert, sich aber nicht traut, es ihr zu sagen. Dadurch kommt es zu einigen Mißverständnissen, welche die beiden aber am Schluß ganz gut meistern.

Was mir persönlich ganz gut gefallen hat, war die Beschreibung des Medaillions. Ziemlich detailgerecht wird beschrieben, wie es hergestellt wird und wie es dann am Schluß auch aussieht. Ich konnte es mir sehr gut vorstellen, auch wenn leider kein Bild davon im Buch zu finden ist.

Im Großen und Ganzen hat mich dieser Historische Kriminalroman gut unterhalten und mir einige spannende und vergnügliche Lesestunden bescheert. Meines Erachtens hätte man aber noch mehr daraus machen können, z.B. hätte ich mir gewünscht, noch mehr über den Kristall zu erfahren.

Cover
Das Cover gefällt mir gut. Ganz in blau gehalten, mit einem Schiff und einem Mond im Hintergrund. Die Aufschrift ist in alter Schrift und steht höher heraus.

Fazit
„Der Meerkristall“ hat mir gut gefallen und war eine leichte Entspannungslektüre für zwischendurch. Trotz der Spannung, war dieses Buch teilweise sehr langatmig und deshalb bekommt es von mir 3 von 5 Buchherzen, aber trotzdem eine Leseempfehlung.

 

Vielen Dank an Frau Mechler und dem KBV-Verlag für die Zusendung dieses Leseexemplares.

Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Regine Kölpin/Regine Fiedler geb.1964 in Oberhausen, lebt in Friesland. Publikationen von zahlreichen Romanen und Kurztexten, auch als Herausgeberin tätig. Unter Regine Fiedler schreibt sie für Kinder und Jugendliche. Regine Kölpin leitet seit Jahren Schreibwerkstätten in der Jugend- und Erwachsenenbildung, und inszeniert unter "Kriminelle Lesungen vor Ort" historische Stadt/Ortführungen. Mehrfache Auszeichnungen, wie zuletzt nominierung zum Kärntner Krimipreis 2008, das Stipendium Tatort Töwerland 2010 und Auszeichnung zur Starken Frau Frieslands 2011. Mehr über Bücher, Texte, Termine und Lesungs- und Workshop- Programme unter www.regine-koelpin.de

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