Samstag, 8. Juni 2013

*Rezension* Pink Clover Club - Richard R. Roesch


Titel: Pink Clover Club - Ein Mecklenburg-Krimi
Autor: Richard R. Roesch
ISBN:  978-3954001606
Seiten: 215
Verlag: Sutton
Preis: 9,95 €

Inhalt
Pawel Höchst, ein Rostocker Privatdedektiv mit russischen Wurzeln, wird von der Rostocker Kripo für einen neuen Fall rekrutiert. Eine Frau aus der gehobenen Gesellschaftsschicht wurde in einem Luxushotel ermordet. Pawel soll erst einmal diskret Nachforschungen anstellen, da die Polizei befürchtet, das daraus ein Skandal droht. Er macht sich an die Arbeit und bitten seinen Freund, den Polizeianwärter Kevin um Hilfe. Beide stoßen auf ungeahnte Probleme.

Meinung
„Pink Clover Club“ ist für mich kein normaler Krimi, sozusagen überhaupt kein Krimi. Es gibt zwar eine Leiche, aber die Spannung und das Interessante fehlen ganz und ich hatte Mühe, die eigentlich „nur“ 215 Seiten komplett durchzulesen. Trotz des eigentlich leichten und flüssigen Schreibstils zog sich das Buch in die Länge und war einfach nur langweilig. Teilweise fehlte mir einfach die Logik an der ganzen Sache und ich war leicht verwirrt. Auch das Ende fand ich etwas komisch und nicht richtig abgeschlossen.

Hauptprotagonist Pawel ist mir persönlich sehr unsympathisch. Er wird als alter russischer Seemann beschrieben, der gerne trinkt, was auch im Buch sehr oft zur Geltung kommt. Außerdem wirkt er sehr unentschlossen, was seine Frau betrifft. Er kann ihr nicht verzeihen, das sie fremd gegangen ist, er aber das gleiche auch auf seinen Seereisen gemacht hat. Für mich unbegreiflich.

Kevin, der schwule Polizeianwärter dagegen kam sehr gut bei mir an, er wirkt besonnen, sehr schlau und man muß ihn einfach mögen. Er gibt hilfreiche Hinweise zum Mord, auch wenn für ihn die ganze Sache nicht so gut aus geht.

Am süßesten fand ich aber den Golden Redriver. Schnuckelig und etwas tollpatischig weicht er Pawel nicht mehr von der Seite. Diese Einschübe des Autoren bezüglich „Kevin“, so hat ihn Pawel getauft, um den anderen Kevin zu ärgern, lockern das Buch sehr auf und rangen mir auch manchmal ein kleines Lächeln ab. Leider gab es für ihn aber auch kein gutes Ende, was ich etwas traurig fand.

Cover
Das Cover ist schlicht und einfach. Weiße Schrift, pink umrandet, auf schwarzem Hintergrund. Inmitten der Schrift, sieht man noch ein Coktailglas, welches dem Roman seinen Titel gibt. Ich muß allerdings sagen, das der Titel „Pink Clover Club“ nicht wirklich oft im Buch vorkommt. Es ist ein Drink, und der wird nur einmal am Anfang angesprochen und hat auch nicht wirklich etwas mit dem Mord zu tun.

Fazit
„Pink Clover Club“ konnte mich nicht überzeugen, von der Idee her war das Buch ganz ok, aber die Umsetzung einfach zu langweilig und ohne Spannung. Nichts desto trotz hatte ich ein paar gute Lesestunden dabei und vergebe deshalb gutgemeinte 2 von 5 Buchherzen, aber leider diesmal keine Leseempfehlung.

 

Infos zum Autor: (Quelle Sutton-Verlag)
Richard R. Roesch, mit bürgerlichem Namen Volker H. Altwasser, ist in Greifswald geboren. Mittlerweile lebt und schreibt er in Rostock. 2011 wurde der Schriftsteller mit dem Italo-Svevo-Preis ausgezeichnet und war für den Deutschen Buchpreis nominiert. »Pink Clover Club« ist nach »French 75« der zweite Fall für Pawel Höchst.

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