Freitag, 15. November 2013

*Rezension* Phantomspuren - Michael Hetzner


Titel: Phantomspuren
Autor: Michael Hetzner
ISBN:  978-3862822232
Seiten: 240
Verlag: Acabus
Ersterscheinung: September 2013
Preis: 12,90 €  broschiert

Kurzbeschreibung
Der Leipziger Kommissar Mike Brand hat viel Geld, aber keine Freunde. Als bei einer Schießerei sein Arm zerfetzt wird und seine Kollegin und Verlobte Susan bei einem Einsatz in Heilbronn einem Mordanschlag zum Opfer fällt, tritt Mike blind vor Hass einen Rachefeldzug an. Doch die Mordkommission verfolgt ein Phantom, das seine Spuren in ganz Europa hinterlässt. Der beurlaubte Mike ermittelt auf eigene Faust und trifft auf undurchsichtige Schausteller, zwielichtige Obdachlose und wütende Raubkatzen. Die Jagd nach dem Phantom führt den Leipziger Kommissar von der Heilbronner Theresienwiese ins tschechische Drogen- und Mafiamilieu. Seine eigene schuldhafte Vergangenheit wirft einen langen Schatten auf das Geschehen Mike und der Mörder sind sich ähnlicher, als es zunächst scheint. Inmitten eines gefährlichen Gespanns aus Menschen, die alles verloren haben, droht Mike die Kontrolle zu entgleiten und selbst zum Gejagten zu werden

Meinung
Leider konnte mich dieser Krimi nicht wirklich überzeugen. Von Anfang an hatte ich Schwierigkeiten, mich ganz auf die Geschichte einzulassen. Meines Erachtens wird vieles nur oberflächlich und lapidar beschrieben. Ich konnte mich nicht wirklich in die Personen hineinversetzen und die Spannung fehlte mir gänzlich.

Der Hauptprotagonist Mike wirkte auf mich wie ein kauziger Snob mit viel Kohle, der zwar bei einem Einsatz seine linke Hand verlor und deswegen ziemlich griesgrämig rüberkommt, aber trotzdem jedem und alles die Schuld gibt. Im Laufe des Buches lernte ich ihn etwas näher kennen, vorallem seine Vergangenheit, trotzdem wurde ich nicht richtig war mit ihm. Über die Nebendarsteller erfährt man auch ziemlich wenig, sie wurden zwar recht gut beschrieben, aber das Quentchen fehlte immer.

Mir persönlich kam aber immer das Thema „Alkohol“ zu oft vor. Jeder trinkt bei jeder Kleinigkeit und es wird irgendwie immer in den Vordergrund gestellt. Auch die Handlungsorte sind manchmal ziemlich verwirrend. Es wechselt immer von Leipzig und Heilbronn, am Schluß dann sogar nach Prag, Die Geschichte selbst, habe ich jetzt noch nicht mal ganz kapiert. Der Mord an Susan wird zwar aufgeklärt, aber wirkliche Gründe für den Mörder und seine Tat konnten sich mir nicht wirklich erschließen. Alles so lapidar und einfach. Ich hätte mir einfach mehr knistern gewünscht.

Cover
Das Cover sieht sehr düster aus, Bild und Text passen sehr gut zum Inhalt. Aber auch hier fehlt das gewisse Extra.

Fazit
Mit „Phantomspuren“ fühlte ich mich nicht wirklich unterhalten. Der Krimi war für mich zu langweilig und zog so etwas dahin. Leider erhält er nur 2 von 5 Buchherzen und diesmal keine Leseempfehlung von mir.


Trotzdem vielen lieben Dank an den Acabus Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplares.

Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
Michael Hetzner, Jahrgang 1955, studierte Deutsch, Musikerziehung und Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg; anschließend Germanistik und Pädagogik an der Uni Stuttgart. Promotion zu Dr. phil und Dr. paed. Veröffentlichungen: Gestörtes Glück im Innenraum. Über Ehe und Familie bei Wilhelm Busch (1991); Identiät im Umbruch. Wilhelm Buschs autobiographische Skizzen im Vorfeld der Moderne (1994), Ästhetische Textstruktur und Identität. Autobiographisch-literarische Texte als Interpretationsmuster von Bildungs- und Transformationsprozessen (1996), Aufsätze zur Alltagskommunikation, Literaturwissenschaft und Pädagogik. Hinzu kommen Veröffentlichungen von Gedichten, Erzählungen, einem Sachbuch und einem Rundfunktext. Er arbeitet heute als Manager bei einer großen deutschen Bank. Seine Hobbys sind: Lesen, Schreiben, Malen und Spazieren gehen. Vor ungefähr 20 Jahren begann er mit dem Schreiben von Kurzgeschichten und Kurzkrimis. Nach der Samtenen Revolution 1989 besann er sich auf seine tschechischen Wurzeln und lebt heute einen Teil des Jahres still und friedlich in Bukovà, einem böhmischen Dorf. Ein Dorfteich, 18 Häuser und eine herrliche Natur sind alles, was er braucht. Und die Kneipe im Kulturhaus. Was also lag näher, als diese beiden Leidenschaften zu verbinden und einen Prag-Krimi zu schreiben? So entstand sein Krimi-Debüt 'Prager Requiem'. Mit 'Phantomspuren' legt er nun sein nächstes belletristisches Werk nach.

Kommentare:

  1. Interessant wie die Geschmäcker unterschiedlich sind.

    Ich fand, ihn in seiner Kompaktheit sehr gut und angenehm zum Lesen.

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  2. Hallo Karin,

    wahrscheinlich bin ich da schon so verwöhnt, was einen guten Krimi angeht :-)

    Lg. Heike

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