Samstag, 29. März 2014

*Rezension* Der Duft von Ambra - Birgit Ringlein


Titel: Der Duft von Ambra
Autor: Birgit Ringlein
ISBN:  978-3862822461
Seiten: 372
Verlag: Acabus
Ersterscheinung: 19. Februar 2014
Preis: 14,90 €  broschiert

Kurzbeschreibung
Eine schöne Frau, eine gefährliche Profession, ein unbezahlbarer Duftstoff, eine zarte Liebe. Dritter Kreuzzug ins Heilige Land im Jahre 1189: Jezabel, die Tochter eines jüdischen Alchemisten, erlebt während des Kreuzzugs unter Richard Löwenherz nicht nur die Schrecken des Krieges, sondern auch die Magie der ersten Liebe. Obwohl ihre ganze Leidenschaft der Herstellung edler Duftwässer und Lotionen gilt, vermag sie nicht, sich dem Charme des englischen Kreuzritters Henry de Brezé zu entziehen. Eine gefährliche Liebe, beansprucht Sultan Saladin doch nicht nur ihre Kenntnisse über die geheimnisumwitterten Stoffe Ambra und Moschus für sich selbst. Nach der Zerstörung von Akkon muss Jezabel fliehen und wird von Henry getrennt. Ihr Weg führt die junge Alchemistin übers Mittelmeer an die Küste Italiens. Mit einer kleinen Schar Vertrauter zieht sie über die Alpen bis in die Handelsstadt Nürnberg. Dort hofft sie, eine zweite Heimat zu finden und sich mit Hilfe ihres geheimen Wissens um die Herstellung kostbarsten Parfüms ein neues Leben aufzubauen. Doch auch im Reich des Stauferkönigs Heinrich VI. kann Jezabel den englischen Kreuzritter nicht vergessen. Wird es ihr gelingen, ihren Geliebten wiederzufinden?

Meinung
Also eigentlich mag ich einen historischen Roman ja schon mittendrin mal. Aber diesmal wurde ich leider nicht warm damit. Von Anfang an tat ich mich schwer, in die Geschichte hineinzufinden und es wirkte auf mich irgendwie aufgesetzt und gestellt. Schade drum, aber ich kanns nicht ändern.

Die Handlung ansich war eigentlich schon ganz interessant. Ich erfuhr viel über Jezabels Leben, ihre Leidenschaft und ihre Gefühle, welche von der Autorin real rüberkamen. Ihre spätere Verliebtheit wurde mir einfach zu kurz beschrieben und es plätscherte nur so nebenbei mit. Als sie dann von ihrem Liebsten getrennt wird, erfuhr ich eine ganze Weile nichts mehr von ihm. Auf den letzten Seiten war Henry de Breze dann auf einen Schlag wieder da und es galt, Friede, Freude, Eierkuchen. Viel zu abgedroschen für meinen Geschmack.

Mit den Charakteren selbst gab es für mich keine Probleme. Sie wurden von der Autorin gut dargestellt und ich konnte mich auch in sie hineinversetzen. Mir fehlten aber dann auch noch die wunderbaren Landschafts- und Ortsbeschreibungen, welche in historischen Romanen ja immer besonders hervorgehoben werden. Klar, erfuhr ich etwas darüber, mir aber nicht genug.

Ein sehr großes Manko für mich waren die Einteilung des Buches. Es gab keine Kapitel, nur Abschnitte, die für meinen Geschmack viel zu lang waren. Dadurch zog sich das Taschenbuch noch mehr in die Länge. Der Schreibstil war zäh zu lesen, ich tat mich richtig schwer und dies stumpfte deshalb auch meinen Lesefluß etwas ab.

Cover
Das Cover finde ich für einen Mittelalterroman ganz ok. Man sieht darauf Jezabel, wie sie an einer Rose riecht. Um unteren Teil des Covers ist ein Schiff mit Besatzung abgedruckt. Titel und Cover passen sehr gut zum Buchinhalt.

Fazit
„Der Duft von Ambra“ konnte mich leider nicht überzeugen. Mir fehlten Spannung und die Abenteuerlust eines solchen Buches. Von der Grundidee, mit Düften zu arbeiten, war ich schon begeistert, aber leider konnte dies nicht nach meinem Geschmack umgesetzt werden. Da wäre noch viel mehr drin gewesen. Leider bekommt es daher auch nur 1 von 5 Buchherzen und keine Leseempfehlung.


Vielen Dank an den Acabus Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplares.

Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Birgit Ringlein ist gelernte Rechtsanwaltfachangestellte und Fremdsprachenkorrespondentin. Viele Jahre lebte sie in den USA und in Nordafrika, wo sie als Geschäftsführerin für ein tunesisches Unternehmen arbeitete. Im November 2000 kehrte sie nach Bayreuth zurück und ist seitdem als Lehrstuhlsekretärin bei der Universität Bayreuth beschäftigt. Drei Jahre lang war sie Vorstandsmitglied der Uni-Gourmets e.V. Bayreuth. Seit 2010 engagiert sie sich als Mitglied der „Genussregion Oberfranken“. Mit dem Autor Reiner Benker entstand das »Bayreuther Kochbuch«, welches im April 2006 beim Mundartverlag Naumann erschien. Es folgten viele weitere Kochbücher zu fränkischen Spezialitäten, zu Kulturgeschichtlichem zum Thema „Bier“, bodenständige Gerichte aus dem Vogtland, das „Neualbenreuther Kartoffelbuch“ oder auch ein Büchlein über traditionelle und exotische Rezepte rund um die Bratwurst. Außerdem hat die Autorin zusammen mit Susan Dentel in einer zweiteiligen Gastrosophie, die beim Köller Verlag erschienen ist, hundert Rezepte aus 10 verschiedenen Mittelmeerländern gesammelt und veröffentlicht. Mit „Der Duft von Ambra“ wendet sie sich nun erstmalig einem historischen Thema zu.

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