Mittwoch, 14. Mai 2014

Rezension: In tiefster Dunkelheit - Debra Webb





Titel: In tiefster Dunkelheit
Autorin: Debra Webb
Seiten: 320
Verlag: Egmont Lyx
 Preis: 9, 99 €
Ersterscheinung: 13. 06. 13
  Reihe: Teil 1 von ?







Kurzbeschreibung:
Bei dem Versuch, einen Serienmörder hinter Gitter zu bringen, beging FBI-Agentin Jess Harris einen entscheidenden Fehler. Vom Dienst suspendiert kommt ihr der Hilferuf ihres ehemaligen Freundes, des Polizeichefs Dan Burnett, gerade recht. Ein Entführer treibt in Alabama sein Unwesen, und Jess soll bei der Aufklärung helfen. Doch dann erhält sie bedrohliche Botschaften von dem Serienmörder...

Meinung:
Ich will gleich mal vorweg sagen, dass mich „In tiefster Dunkelheit“ eigentlich ganz gut unterhalten und zeitweise ziemlich packen konnte. 

Zwar ist der Start ein bisschen undurchsichtig, da die Autorin zu Beginn die Hintergründe der Ermittler nur andeutet und keine konkreten Aussagen dazu gibt, aber trotz allem habe ich ohne Probleme ins Buch gefunden.

Von Beginn an war klar, dass zwischen Profilerin Jess und ihrem Jugendfreund Dan noch viele ungeklärte Worte und Gefühle liegen. Das kam auch im Verlauf des Romans ein bisschen zu oft aufs Parkett und die diversen Gefühlsregungen in diese Richtung hätten durchaus kürzer ausfallen können, aber nichtsdestotrotz konnte mich das Drumherum zumeist wieder besänftigen.

Denn auch wenn der Roman ohne größere Grausamkeiten und blutigen Beschreibungen auskommt, finde ich ihn ziemlich spannend. Das liegt vor allem daran, dass es immer wieder Kapitel aus der Sicht der entführten Andrea gibt, die dem Leser einige realitätsnahe und erschreckende Einblicke in die groteske Situation der einführten Mädchen liefern. Und zum anderen an dem eher noch unbedeutenden Nebenhandlungsstrang, in dem der psychopathische Serienkiller aus der Kurzbeschreibung auf sich aufmerksam macht. Dabei fand ich den Schreibstil der Autorin an den richtigen stellen mitreißend und generell ziemlich flüssig und gut lesbar.

Die Protagonisten selbst sind jetzt keine außergewöhnlichen gut erarbeiteten Charaktere, machen aber trotz allem einen soliden Job. Jess ist ziemlich direkt und wegen ihrer großen Ungeduld eckt sie auch öfters an. Aber sie hat die Fähigkeit Menschen gut und klar einzuschätzen zu können, weshalb sie auch oft die Regeln außer Acht lässt und auf ihr Gefühl hört. Generell konnte ich mich aber gut in sie hineinversetzen und ihre Entscheidungen zwar nicht immer gut heißen, aber zumindest größtenteils verstehen. 

Auch wenn das Ende des Haupthandlungsstrangs den Leser letztendlich zufriedenstellt, waren die Entwicklungen, die die Ermittler auf die entscheidende Spur bringen, doch ein bisschen weit hergeholt, bzw. hätte die Autorin schon ein bisschen eher darauf hinarbeiten können. So konnte ich zwar ganz gut damit leben, aber die vollen Logikpunkte kann ich dafür leider nicht vergeben. 

Ziemlich unerwartet war für mich dann doch das Gesamtende, denn das überrascht den Leser mit einem ziemlich gemeinen Cliffhanger.  Cliffhanger sind zwar immer etwas blöd und in einem Thriller eher selten, aber trotzdem fand ich es am Ende ganz gut gewählt, um dem zweiten Handlungsstrang mit dem psychopathischen Serienkiller auch noch genügend Raum zu geben. 

Fazit:
Ein spannender Thriller, bei dem die ungeklärten Gefühle der Protagonisten teilweise ein bisschen zu viel Raum einnehmen. Doch trotz allem konnte mich die Autorin mit ihrem packenden Schreibstil und den spannenden Perspektivenwechsel bald für sich einnehmen und dafür sorgen, dass der Roman ruck zuck gelesen war. Am Ende gibt’s noch geringe Abzüge für die etwas weit hergeholten Zusammenhänge, aber dennoch reichts für 4 Buchherzen.  

Infos zur Autorin (Quelle: Amazon):
Debra Webb wurde in Alabama geboren, wo sie auch heute wieder mit ihrer Familie lebt. Nach einer Reihe von Tätigkeiten, unter anderem für die US-Armee in Berlin und das Raumfahrtprogramm der NASA, veröffentlichte Debra 1999 ihren ersten Roman. Seither schreibt sie äußerst erfolgreich Thriller. 

Infos zur Reihe:
1. In tiefster Dunkelheit
3. Berührung des Bösen (erscheint am 07.08.14)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen