Freitag, 20. Juni 2014

*Rezension* Windige Geschäfte - Kerstin Hamann


Titel: Windige Geschäfte - Ein Wiesbaden Krimi
Autor: Kerstin Hamann
ISBN:  978-3954003242
Seiten: 448
Verlag: Sutton
Ersterscheinung: 7. März 2014
Teil: 3 von ?
Preis: 12,99 €   broschiert

Kurzbeschreibung
Am Morgen nach einer rauschenden Party liegt der Wiesbadener Stadtrat und Umweltdezernent Erwin Stumpf mit eingeschlagenem Schädel in seinem Arbeitszimmer. Von der Tatwaffe, einer wertvollen Statue, fehlt jede Spur. Ein Raubmord? Oder hat der charismatische Politiker und Hochschullehrer es bei der persönlichen Betreuung attraktiver Studentinnen etwas übertrieben? Sollten gar Stumpfs Pläne für einen Windpark und die radikale Ökologisierung der Wiesbadener Stadtwerke die Energieriesen zu sehr provoziert haben? Eine harte Nuss für Martin Sandor und sein Team vom K11. Die Presse und der Polizeidirektor bauen mächtig Druck auf, schließlich war das Opfer eine prominente Persönlichkeit. Wirklich schwierig wird es für die Ermittler, als sie feststellen müssen, dass ihr junger Kollege Paul Fischer auf der Party war, mit Eva, einer Gespielin von Stumpf.

Meinung
Trotz das ich ja in den 3. Teil einsteige und die beiden Vorgänger nicht gelesen habe, fand ich ganz schnell in die Geschichte hinein und kam auch ganz gut mit dem Ermittlerduo klar. Mittendrin erfuhr ich Kleinigkeiten zur Vorgeschichte, wodurch es für mich dann wirklich keine Schwierigkeiten gab, um diesen 3. Teil zu lesen.

In diesem Fall blickte ich hinter die Fassaden der Politik, Energiewirtschaft und Universität. Kein leichtes Thema und die Intrigen untereinander geben ganz schön zu denken. Das Team vom K11 rund um Martin Sandor betritt ein Terrain voller Korruption. Ihr Ermittlungsarbeit wurde von der Autorin gut durchdacht und dargestellt, alles ist stimmig und logisch.

Die Charakteren wurden von Frau Hamann sehr real und authentisch ausgearbeitet. Viele bekamen bei mir von Anfang an Sympathiepunkte. Vorallem Martin Sandor ist mir ans Herz gewachsen. Durch seine ruhige und glaubhafte Art ist er der perfekte Ermittler und hält alles sehr gut zusammen. Aber auch alles anderen Charakteren haben etwas Besonderes an sich und man wächst mit ihnen mit. Es machte mir einfach Spaß, mit ihnen den Fall zu lösen.

Spannung war von der ersten Seite an da, nur im letzten Drittel des Taschenbuches zog sich die Handlung etwas. Der Schluß wog dies aber wieder auf und ich fühlte mich rundum unterhalten. Der flüssige und leichte Erzählstil machte es mir leicht, das Buch mit den doch 448 Seiten (sehr kleine Schrift) ziemlich schnell zu lesen. Die Kapitel wurden kurz gehalten, genauso, wie es mir gefällt.

Das Tempo wurde von der Autorin zügig gehalten. Viele überraschende Wendungen und Ereignisse machen das Buch zu einem wahren Lesevergnügen. Auch die doch spezifische Detail rund um die Windkraft hat die Autorin gekonnt und nicht verwirrend erörtert.

Cover
Das Cover ist in rot gehalten. Im Hintergrund sind man Windräder und Wolken. Der Titel ist in weiß gedruckt worden und das Wort „windige“ sieht sogar noch leicht verwischt aus. Alles stimmig und gut.

Fazit
„Windige Geschäfte“ ist ein spannender und unterhaltsamer Krimi aus dem Raum Wiesbaden. Überzeugen konnte er durch ein aussagekräftiges Thema mit guter Umsetzung und eine perfekte Darstellung der Charakteren. Ich hatte einige gute Lesestunden und somit erhält er von mir 3,5 von 5 Buchherzen, wobei hoffentlich im nächsten Fall noch etwas Luft nach oben ist. 

 

Infos zur Autorin: (Quelle Sutton-Verlag)
Kerstin Hamann begeistert seit ihrem Krimidebüt mit »Abgehakt« im Jahre 2010 Leser und Lesungsbesucher in Wiesbaden, dem Rheingau und der ganzen Republik mit ihren Geschichten um Martin Sandor und sein Team. Die 47-Jährige lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Roxheim.

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