Freitag, 18. Juli 2014

*Rezension* Der Prinzessinnenmörder - Andreas Föhr


Titel: Der Prinzessinnenmörder
Autor: Andreas Föhr
ISBN:  978-3426504857
Seiten: 400
Verlag: Knaur
Ersterscheinung: 2009
Preis: 9,99 €   Taschenbuch

Kurzbeschreibung
Auf dem Heimweg von einer Zechtour macht Polizeiobermeister Kreuthner an einem kalten Januarmorgen einen grauenvollen Fund. Unter dem Eis des zugefrorenen Spitzingsees entdeckt er die Leiche einer 15-Jährigen. Sie wurde durch einen Stich mitten ins Herz getötet und trägt ein goldenes Brokatkleid. Als man im Mund des Opfers eine Plakette mit einer eingravierten Eins findet, ahnen der ewig grantelnde Polizeimeister Kreuthner und sein Chef, Kommissar Wallner, dass dies nur der Anfang einer grauenvollen Mordserie ist.

Meinung
Was für ein Krimi-Debüt. Zurecht hat der Autor Andreas Föhr dafür den Friedrich-Glauser-Preis bekommen. Von Anfang an dominierte Spannung und diese zog sich auch durch das ganze Taschenbuch hindurch. Zum Schluß beendete ich dieses Buch mit einem Ufff.....und dem Prädikat gut.

Die Handlung beginnt in der Gegenwart, Polizeiobermeister Kreuthner findet eine Mädchenleiche im zugefrorenen Spitzingsee. Die Ermittlungen nehmen so ihren Lauf, weitere Mädchenleichen werden gefunden. Das Ermittlungsteam rund um Kommissar Wallner gibt sich Mühe, stößt jedoch auf viele Ungereimtheiten. Durch viele unerwartete Ereignisse, welche zum Schluß geschickt zusammengeführt wurden, wirkt das Buch noch spannender und vorallem emotional. Mitendrin werden Rückblicke in die Vergangenheit gegeben, wobei ich aber nicht wirklich gleich darauf kam, wer der Mörder war. Alles in allem eine stimmige und nachvollziehbare Handlung.

Ganz gut gefielen mir auch die Hintergrundinformationen der Charakteren. Die Polizeiarbeit stand wahrlich im Vordergrund, doch aus dem privaten Bereich erfuhr ich auch einiges über die Darsteller. Hierbei muß ich allerdings gestehen, das mir einiges etwas zu langatmig war. Die Protagonisten selbst kamen sehr sympathisch und real rüber. Mein Lieblingscharakter war Opa Manfred. Ein Fall für sich, der mir desöfteren ein Schmunzeln entlockte. Aber auch die anderen waren sympathisch und jeder auf seine Art einzigartig.

Das Ende war gut und für mich nicht vorhersehbar. Alles Puzzelteilchen ergaben ein Ganzes und alles meine anfänglichen Fragen wurden beantwortet. Ein Schluß ganz nach meinem Geschmack.

Der Schreibstil von Herrn Föhr war leicht, aber absolut fesselnd. Teilpassagen wurden im Dialekt dargelegt, dies stellte aber kein großes Problem dar, ich verstand alles. Das Buch selbst ist in 38 kurze Kapitel eingeteilt. Am Ende des Krimis wurden nach Wandertips abgedruckt, welche ok waren, aber nicht unbedingt nötig.

Cover
Das Cover ist stimmig und passt zum Titel. Es ist ein sogenanntes „Marterl“ (Hinweistafel) mit Engeln abgebildet. Für einen Krimi passend, aber nichts besonderes.

Fazit
Mit seinem Krimi-Debüt „Der Prinzessinnenmörder“ konnte mich Herr Föhr einigermaßen überzeugen. Trotz der Spannung und den vielen Emotionen fehlte mir der Kick. Im Großen und Ganzen aber ein gelunger Krimi, welcher noch Steigerungspotiential hat. Er bekommt von mir 3,5 von 5 Buchherzen und eine Leseempfehlung.


Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
Andreas Föhr, Jahrgang 1958, gelernter Jurist, arbeitete einige Jahre bei der Rundfunkaufsicht und als Anwalt. Seit 1991 verfasst er erfolgreich Drehbücher für das Fernsehen, mit Schwerpunkt im Bereich Krimi. Zusammen mit Thomas Letocha schrieb er u.a für "SOKO 5113", "Ein Fall für zwei" und "Der Bulle von Tölz". Für seinen Debütroman "Der Prinzessinnenmörder" ist Andreas Föhr mit dem begehrten Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet worden. Mit "Schwarze Piste" stand Föhr monatelang unter den Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste. Andreas Föhr lebt bei Wasserburg.

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