Donnerstag, 2. Oktober 2014

*Rezension* Der Nachtwandler - Sebastian Fitzek


Titel: Der Nachtwandler
Autor: Sebastian Fitzek
ISBN: 978-3426503744
Seiten: 320
Verlag: Knaur
Ersterscheinung: 14. März 2013
Preis: 9,99 €  Taschenbuch

Kurzbeschreibung
In seiner Jugend litt Leon Nader an Schlafstörungen. Als Schlafwandler wurde er während seiner nächtlichen Ausflüge sogar gewalttätig und deswegen psychiatrisch behandelt. Eigentlich glaubte er geheilt zu sein - doch eines Tages, Jahre später, verschwindet Leons Frau unter unerklärlichen Umständen aus der gemeinsamen Wohnung. Ist seine Krankheit etwa wieder ausgebrochen? Um zu erfahren, wie er sich im Schlaf verhält, befestigt Leon eine bewegungsaktive Kamera an seiner Stirn – und als er am nächsten Morgen das Video ansieht, macht er eine Entdeckung, die die Grenzen seiner Vorstellungskraft sprengt: Sein nächtliches Ich steigt durch eine ihm völlig unbekannte Tür hinab in die Dunkelheit …

Meinung
Wow, ein Psychothriller der Extraklasse. Ich bin begeistert. Schon bei den ersten Seiten merkte ich, das dieses Buch etwas besonderes ist. Spannung in höchstem Grade, wenn auch teilweise etwas verwirrend. Dies tut aber nichts ab und am Schluß bekommt man seine Erklärungen. Wenn ich auch sagen muß, das ich auf dieses Ende nie im Leben gekommen wäre.

Irgendwie ist es ja schon gruselig, wie das Unterbewußtsein eines Menschen reagiert. Dies hat der Autor gekonnt und ziemlich real rübergebracht, sodaß es mir teilweise eiskalt den Rücken hinunter lief. Also Gänsehautfeeling pur und absolut nichts für schwache Nerven. Außerdem der Drang, immer weiter und weiter zu lesen. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen und hatte es dementsprechend ganz schnell durch.

Die Handlung selbst bot aber auch immer wieder unerwartete Wendungen, und wenn ich einmal dachte, jetzt hast du`s, wieder nix. Von vorne alles überdenken. Aber so etwas macht einen perfekten Thriller aus. Auch der flüssige und bildliche Schreibstil taten ihren Teil dazu und machten daraus ein Werk mit Wow-Effekt. Die Kapitel wurden kurz gehalten und die Gedanken von Leon in kurziv gehalten, zum besseren Verständnis.

Der Hauptprotagonist Leon war für mich absolut genial. Er war mir von Anfang an sympathisch und ich hatte das Gefühl, in seine Rolle hineingeschlüpft zu sein. Ich wurde eins mit ihm und tauchte in eine Welt, in der ich selber nicht mehr wußte, ob ich träumte oder in der Realität war. Die Nebendarsteller wurden nur am Rande erklärt und spielten auch nicht so eine große Rolle. Dafür waren die Ortsbeschreibungen wieder sehr detailiert und einfach genial. Ich konnte mir alles bildlich vorstellen und ein wahres (wenn auch gruseliges) Kopfkino entstand.

Cover
Das Cover wurde in schwarz gehalten. Nur die Schrift ist weiß und man sieht das Licht einer Taschenlampe. Ich finde dieses Cover mysteriös und absolut stimmig was Inhalt und Erscheinung betrifft.

Fazit
„Der Nachtwandler“ ist ein krasser und nervenaufreibender Psychothriller der Extraklasse. So etwas habe ich schon lange nicht mehr gelesen und kann nur sagen, das es für mich ein absolutes Must-Have ist. Er bekommt von mir 5 von 5 Buchherzen (leider gibt’s bei uns nur 5, sonst hätte ich noch mehr vergeben) und eine klare Leseempfehlung.


Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
Sebastian Fitzeks Psychothriller sind definitiv nichts für schwache Nerven. "Therapie", erschienen 2006, war sein erstes Werk - und wurde gleich ein Bestseller. Seither präsentiert der Friedrich-Glauser-Preisträger einen Erfolgstitel nach dem anderen. Zum Glück entstammen die bedrohlichen Plots seiner Fantasie - und ebenfalls erfreulich: Fitzeks Sprache hat wenig mit seinem Uni-Abschluss zu tun. Denn sein erstes Buch schrieb der 1971 geborene Berliner in Form einer Jura-Promotion zum Thema Urheberrecht. Es folgten redaktionelle Tätigkeiten in Funk und Fernsehen. Als Autor und bekennender "Mailoholic" ist Fitzek ebenso fleißig wie kommunikativ, tourt gern auf Lesereisen und ist (fast) immer online. Sein Wohnort ist weiterhin Berlin.

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