Sonntag, 2. November 2014

*Rezension* Nachhall - Beile Ratut


Titel: Nachhall
Autor: Beile Ratut
ISBN:  978-3885091059
Seiten: 485
Verlag: Ruhland
Ersterscheinung: 16. Juni 2014
Preis: 24,80 €  gebunden

Kurzbeschreibung
In ihrem zweiten Roman führt uns Beile Ratut nicht nur an die Grenzen ihrer Heldin, sondern auch an die Grenzen der menschlichen Existenz. Sprachgewaltig deckt sie die Täuschungen durch falsche Stimmen auf und zeigt, dass die alles entscheidende Frage ist, auf welche Stimme wir hören. Espen Barthelemy, Tochter eines einflussreichen Politikers, hat inmitten einer scheinbar erneuerten, aber innerlich zerberstenden Welt eine Reise angetreten, auf die sie alles setzt und die an der Grenzstation bei einer fremden Stadt ungeplant unterbrochen wird. Um an ihr Ziel zu gelangen, muss sie sich dem Stimmengewirr der Welt stellen und, im Zerbrechen der Sprache, ihre Stimme und damit die eigene Geschichte finden. Ratut erschließt dem Leser mit ihrer eindringlichen und bildhaften Sprache den zaghaften und doch unbeugsamen Überlebenskampf ihrer Heldin, ihr Ringen um Zugehörigkeit und Würde und ihre unermüdliche Suche nach einer Stimme, der sie sich bedingungslos und ungeschützt preisgeben kann. Ein kompromissloses Buch über die Einflüsterungen, die die aufgeweckte Siebenjährige in den zerstörerischen Bann eines pädophilen Nietzsche-Anhängers lockten, Stimmen, die immer um uns und in uns sind und die jene zersetzen, die sie nicht mehr von den Stimmen, die uns ins Leben rufen, zu unterscheiden wissen.

Meinung
Ok, diesmal fällt es mir wirklich schwer, eine Rezension zu schreiben. Laut dem Klappentext hörte sich das Buch ganz gut an und deswegen wollte ich es auch lesen.

Leider hatte ich schon von Anfang an einen schweren Einstieg und dies blieb leider auch so. Ich habe bis zum Schluß nicht wirklich etwas von der Handlung kapiert und die Fragezeichen in meinem Kopf wurden immer mehr. Alles wirkte verworren und hochgestochen, einfach nicht mein Fall. Zwischenzeitlich überlegte ich wirklich, ob ich das Buch nicht abbrechen sollte. Tapfer hielt ich aber durch, auch wenn ich dafür fast 3 Tage gebraucht habe.

Wie gesagt, alles zu langatmig und die ständigen Wiederholungen gingen mir auf die Nerven. Manche Kapitel wurden in Gedichtform von einer „Stimme“ dargestellt. Leider ist es mir bis jetzt noch ein Rätsel, wer dies sein konnte.

Der Schreibstil ist sprachgewaltig und auch etwas schwer zu lesen. Ständige Konzentration muß man schon haben, sonst geht’s gar nicht. Die Kapitellängen wurden kurz gehalten, ein Pluspunkt.

Mit der Protagonistin wurde ich leider auch nicht warm. Sie war mir zu flach und ich erfuhr wenig über ihr Leben. Mehr Infos wären wünschenswert gewesen. Auch die Nebendarsteller wurden nicht so in Szene gesetzt. Alles zu lasch und oberflächlich, meines Gemacks.

Cover
Das Cover ist ok. Wobei ich anmerken muß, das ich nicht verstehe, was es mit dem Inhalt zu tun hat. Farblich aber gut gestaltet.

Fazit
„Nachhall“ war leider so gar nicht nach meinem Geschmack. Ein schweres Buch, welches abslout nicht einfach zu lesen war. Trotzdem hielt ich durch. Am Ende war ich dann aber genauso schlau wie vorher. Diesesmal vergebe ich leider nur 1 von 5 Buchherzen und keine Leseempfehlung.

Vielen Dank an den Literaturtest und den Ruhland Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplares.

Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Beile Ratut, geboren 1972, ist Finnin und schreibt in deutscher Sprache. Sie studierte Wirtschaftswissenschaften, Literatur und Skandinavistik in Finnland und in Deutschland. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt am Main.

Kommentare:

  1. Ja, dieses Buch ist nicht einfach zu lesen und es wird gerade deshalb nicht viele Menschen geben, die es überhaupt verstehen. Womit auch klar ist, dass es nicht gefällt. Beile Ratut hat hier ein literarisches Meisterwerk geschaffen und die Kernaussage ist, dass man sich seiner Vergangenheit stellen muss, um frei zu sein.

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    1. Bestimmt ist es für einige ein literatisches Meisterwerk, mir persönlich hat es halt nicht so gefallen trotzdem ich es verstanden habe. Zum Glück hat ja jeder eine eigene Meinung. Wäre ja schlimm, wenn jedem das Gleiche gefallen würde....

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