Samstag, 27. Dezember 2014

Die Weihnachtsüberraschung - Robert Clausen




Titel:  Die Weihnachtsüberraschung
  Autor: Robert Clausen
    Seiten: 176   
Verlag: Fischer Taschenbuch
  Preis: 7,00
  Ersterscheinung: 2004
  Reihe: Nein







Kurzbeschreibung:
Toby ist neun Jahre alt und lebt mit seiner Mutter auf Sylt. Er hat ein Problem: Er redet nur mit seiner Mutter und seiner Oma. Deshalb hat er auch wenige Freunde und ist oft allein. Auch Bengt Brodersen, ein älterer Herr, bei dem seine Mutter eine neue Stelle als Haushaltshilfe angetreten hat, ist einsam und eigentlich kein Vaterersatz für Toby. Aber er hat eine bewundernswerte Gabe: Er kann Geschichten erzählen. Und Toby könnte ihm stundenlang zuhören. Für seinen großen Freund überlegt er sich ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk: Er will bei der Schulaufführung ein Gedicht für ihn aufsagen.... Eine rührende und bewegende Weihnachtsgeschichte, die zeigt, dass viele Wünsche auch heute noch vom Weihnachtsmann erfüllt werden.

Meinung:
Zur Vorweihnachtszeit gehört auch mindestens ein Weihnachtsbuch. Dieses Jahr ist mir eher durch Zufall dieses kleine Büchlein in die Hände gefallen und da der Klappentext sehr vielsprechend klang, war mein Weihnachtsbuch gefunden.

In der Geschichte lernt man sowohl Bengt, als auch Toby etwas besser kennen. Beide haben in ihrem Leben schon einige Schicksalsschläge erlebt und sind auf unterschiedliche Weise damit umgegangen. Während Toby nicht mehr mit anderen Menschen als seiner Mutter und seiner Oma spricht, hat sich Bengt mit seiner Familie auseinandergelebt. 

Obwohl Bengt nun eigentlich ganz alleine da steht, ist er kein verbitterter Mann. Als er Toby das erste Mal begegnet fühlt er sich von dem faszinierenden Jungen gleich berührt und baut schnell eine besondere Bindung zu ihm auf. 

Die Hauptcharaktere sind für eine so kurze Geschichte wirklich solide und vergleichsweise tiefgründig erarbeitet. Zwar gäbe es da bestimmt noch viel mehr zu erzählen und zu entdecken, aber auch so kann man die beiden bildlich vor sich sehen. 

Obwohl die Nebencharaktere fast etwas kurz kommen gibt es auch hier einige Highlights. So ist zum Beispiel Bengts Enkelin Paula ein kleiner leuchtender Stern und bringt den Leser mit ihren Kommentaren immer wieder zum Lachen. 

Die Handlung selbst ist wie für eine Weihnachtsgeschichte typisch eher rührend, leicht vorhersehbar und gefühlvoll. Die Dialoge sind zumeist wirklich gut gelungen und so ist man oft gerührt oder muss lachen. Aber leider gelingt dies dem Autor nicht bei allen Szenen, denn bei manchen Beschreibungen fehlt das letzte Fünkchen  um den Leser die beschriebenen Emotionen auch wirklich fühlen zu lassen. Da hätte ein bisschen mehr manchmal nicht geschadet. 

Doch trotzdem lässt sich die Geschichte schnell lesen und den Leser mit einem guten Gefühl zurück. Vor allem das versteckte Rätsel in dem Gedicht bietet nochmal einen schönen Abschluss.

Fazit:
Eine schöne Weihnachtsgeschichte, die sich schnell lesen lässt und zwischenzeitlich auch berührt und den Leser zum Lachen bringt. Da manchmal aber der letzte Funke fehlt, vergebe ich am Ende sehr gute 3,5 Buchherzen und trotzdem eine Leseempfehlung.

Infos zum Autor (Quelle: Amazon):
Robert Clausen studierte Volkswirtschaft und Publizistik und hat sieben Jahre in New York gelebt und als Journalist gearbeitet. Seit drei Jahren lebt er wieder in Hamburg oder in dem von seinem Großvater geerbten Haus auf Sylt.

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