Donnerstag, 25. Dezember 2014

Rezension: Schattenfreundin - Christine Drews




Titel: Schattenfreundin
  Autorin: Christine Drews
    Seiten: 288   
Verlag: Bastei Lübbe
  Preis: 8,99
  Ersterscheinung: 14. 03. 14
  Reihe: Teil 1 von bisher 2
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Kurzbeschreibung:
Die Rückkehr in ihren Heimatort Münster steht für Katrin unter keinem guten Stern. Der neue Job verlangt ihrem Mann alles ab, und auch die plötzliche Nähe zu ihren reservierten Eltern ist nicht einfach. Zum Glück hat sie ihren kleinen Sohn Leo - und ihre neue beste Freundin Tanja. Als Katrins Vater überraschend stirbt, erweist Tanja sich wieder einmal als Retterin in der Not: Sie erklärt sich sofort bereit, auf Leo aufzupassen. Doch Tanja meint es nicht gut mit Katrin. Ohne zu zögern, setzt sie einen perfiden Plan in Gang: Während der Beerdigung verschwindet sie spurlos - zusammen mit Leo.

Meinung:
„Schattenfreundin“ ist der Auftakt in eine neue Reihe rund um das Ermittlerduo Charlotte Schneidmann und Peter Käfer. Dabei fand ich es ganz überraschend, dass sich der Beginn der Handlung fast ausschließlich mit Katrin Ortrup und ihrem Leben beschäftigt und die Ermittler erst mit dem Verschwinden von Leo so wirklich in die Geschichte kommen. Dieses Vorgehen ist für eine Ermittlerreihe eher ungewöhnlich, hat mir soweit aber ganz gut gefallen.

Kathrins Leben erscheint auf dem ersten Blick eigentlich ganz gut und vor allem ziemlich normal. Man kann sich zumeist ziemlich gut in sie hineinversetzen, mit ihr fühlen und leiden und ihre Handlungen größtenteils auch ganz gut nachvollziehen. So mag zum Beispiel ihr Verhalten, ihren Sohn einer neuen Bekannten anzuvertrauen zwar etwas naiv wirken, aber für mich waren die Hintergründe komplett logisch und nachvollziehbar dargestellt. Sie denkt das Verschwinden ihres Sohnes sei das Schlimmste, was ihr passieren konnte, dabei stellt diese Tat erst den Beginn einer langen und schockierenden Abfolge von Erkenntnissen und Schicksalsschlägen dar. 

Der andere Haupthandlungsstrang beschäftigt sich eben mit dem Ermittlerduo, bzw. vorrangig mit der Ermittlerin Charlotte. Zu Beginn wirkt sie etwas kühl und egoistisch, doch mit der Zeit erfährt der Leser, welche schreckliche Vergangenheit hinter ihr liegt und wie sich ihr Charakter wirklich zusammensetzt. Obwohl die ganzen Hintergründe und Entwicklungen nur angedeutet werden, wird schnell klar, dass sie eine tiefgründige Protagonistin ist, über die man noch mehr lesen kann. Dabei fand ich es nur manchmal fast ein bisschen viel und vor allem etwas unprofessionell gelöst, als sich ihre Erfahrungen so stark in ihrer Arbeit niederschlagen bzw. diese negativ beeinflussen. Aber bestimmt wird dafür in den Nachfolgebänden noch eine Lösung gefunden.

Ihr Kollege Peter bleibt leider ein bisschen sehr blass und wird nicht wirklich greifbar. Aber auch hier hoffe ich auf die Fortsetzungen. 

Der Schreibstil ist für ein Debüt wirklich gut und flüssig lesbar. Die Beschreibungen sind sehr eindrucksvoll und so werden die Emotionen eins zu eins auf den Leser übertragen, weshalb er das Gefühl hat, hautnah dabei zu sein. 

Fazit:
Ein spannender Thriller, der viele Wendungen und überraschende Enthüllungen breithält. Bei Charakteren merkt man deutlich, dass es sich um einen Auftaktband handelt, jedoch kann man gut damit leben. Von mir gibt es 4 Buchherzen und eine Leseempfehlung.

Infos zur Autorin (Quelle: Amazon):
Christine Drews arbeitete schon während ihres Germanistikund Psychologiestudiums für diverse TV-Produktionen. Seit sie sich 2002 selbständig gemacht hat, schreibt sie Drehbücher für Filme, Comedy- und Familienserien und wirkt als Autorin bei zahlreichen Showformaten mit. Schattenfreundin ist ihr erster Roman.

Infos zur Reihe:
1. Schattenfreundin

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