Montag, 29. Dezember 2014

*Rezension* So wie Kupfer und Gold - Jane Nickerson


Titel: So wie Kupfer und Gold
Autor: Jane Nickerson
ISBN: 978-3570162682  
Seiten: 448
Verlag: cbt
Ersterscheinung: 23. September 2013
Preis: 16,99  gebunden

Kurzbeschreibung
Boston, 1855. Sophia ist 17, als sie nach dem Tod ihres Vaters als Waise dasteht. Da erhält sie einen Brief von ihrem Paten Bernard de Cressac, der sie auf seine Plantage in Mississippi einlädt. In Wyndriven Abbey angekommen, zieht der attraktive Gentleman und sein luxuriöser Lebensstil die junge Frau in seinen Bann. Doch je näher sich die beiden kommen, desto mehr spürt Sophia, dass Bernard eine dunkle Seite hat. Als ihr schließlich immer wieder junge, schöne Frauen mit rotem Haar erscheinen – die ihr selbst sehr ähnlich sehen-, wird Sophia misstrauisch. Sie erfährt, dass Cressac bereits mehrfach verheiratet war und alle Ehefrauen unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen ... Ist Sophia die Nächste? Oder kann sie das Netz, das Cressac um sie gesponnen hat, rechtzeitig zerreißen?

Meinung
Dies ist ein historischer Jugendroman voller Emotionen und Gefühlen. Er war spannend, fesselnd und einfach interessant zu lesen. Die Geschichte wirkte düster, wobei aber gute Fantasyelemtente von der Autorin mit eingebaut wurden. Die Märchenadaption von „Blaubart“ war zwar gut, aber dennoch zu wenig ausgeschöpft für meinen Geschmack.

Die Handlung selbst war am Anfang etwas zäh, nimmt aber dann rasant an Fahrt an. Ich lernte viel über Sophias früheres Leben kennen. Dies war nichts so besonders, weil die Familie nur wenig Geld zum Überleben gehabt hat. Dann stirbt der Vater und Sophia soll zu ihrem Patenonkel ziehen. Dort fühlte sie sich, als wenn sie in einen goldenen Käfig leben müßte. Sie wird ständig kontrolliert und durfte nicht alleine aus dem Haus gehen. Eines Tages erschienen ihr die Geister der vier verstorbenen Frauen von Bernard. Neugierig macht sie sich auf die Suche nach Antworten und gerät immer mehr in die Fänge des Paten.

Es wird in der Ich-Perspektive aus Sicht von Sophia erzählt. Ihr Charakter gefiel mir von der ersten Seite an. Sie wirkte so zart und unschuldig auf mich. Als es jedoch darum ging, um ihr Leben zu kämpfen, wurde sie mutig und stark. Dafür hat mir aber der Charakter des Paten Bernard überhaupt nicht zugesagt. Er wirkte suspekt und unsympathisch auf mich. Und zum Schluß stellte sich ja wirklich heraus, welch grausamer Mensch er war. Beeindruckt dagegen haben mich die Umgebungsbeschreibungen. Wunderschön und detalliert konnte ich mir alles sehr gut bildlich vorstellen. Genauso mag ich es bei einem historischen Roman.

Frau Nickerson passte ihren Schreibstil nicht an das damalige Zeitalter an, sonder schrieb eher modern. Mich störte das nicht und das Buch ließ sich super schnell lesen. Kurze Kapitel und angenehme Schriftgröße rundeten das Ganze ab.

Cover
Das Cover ist einfach wunderschön. Es strahlt so eine Atmosphäre aus, das man es einfach in die Hand nehmen muß. Farben, Bild und Titel passen peferkt zum Inhalt des Buches.

Fazit
„So wie Kupfer und Gold“ konnte mich überzeugen. Spannend, interessant und sehr bildlich dargestellt. Ich hatte ein paar sehr gute Lesestunden und kann diesen historischen Jugendroman nur weiterempfehlen. Er bekommt von mir 4 von 5 Buchherzen.


Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Jane Nickerson hat mit ihrer Familie viele Jahre lang in einem großen alten Haus in Aberdeen im Bundesstaat Mississippi gelebt, wo sie als Kinderbibliothekarin arbeitete. Ihre Liebe galt immer den Südstaaten, „den alten Zeiten“, Schauergeschichten, Häusern, Kindern, dem Schreiben und interessanten Bösewichten. Jetzt lebt sie mit ihrem Mann in Ontario, Kanada. "So wie Kupfer und Gold" ist ihr großartiges Debüt.

1 Kommentar:

  1. Historische Romane für Jugendliche werden wohl nicht so häufig geschrieben. Dieser ist dazu noch spannend und war auch für mich interessant zu lesen.

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