Mittwoch, 15. April 2015

*Rezension* Hengist und Horsa - Sven R. Kantelhardt




Titel: Hengist und Horsa
Autor: Sven R. Kantelhardt
ISBN: 978-3862823222
Seiten: 424
Verlag: Acabus
Ersterscheinung: 2. Februar 2015
Preis: 14,90 €  broschiert


Kurzbeschreibung
Dort wo die Geschichtsschreibung der römischen Antike vom heraufziehenden Dunkel des Mittelalters überschattet wird, leuchten die Namen zweier Helden noch schwach bis in unsere Zeit: Hengist und Horsa. Britannien, 5. Jahrhundert n. Chr. Die Pikten fallen in Hochkönig Vortigerns Reich ein. Um der drohenden Gefahr aus dem Norden Herr zu werden, entsendet Vortigern seinen Untertan Ceretic nach Nordgermanien: Er soll den berühmten sächsischen Söldnerfürsten Hengist für den Kampf gegen die Pikten anwerben. Begierig auf das versprochene Silber und reiche Beute willigt Hengist ein und führt sein Heer an die schottische Küste. Ceretics Auftrag ist erfüllt, bedeutet dies auch die Trennung von Rowena, Hengists Tochter, doch der Untergang Britanniens ist nicht mehr aufzuhalten … Wie viel Silber ist Treue wert? Welche Gefahr birgt der Verrat für die Liebe? Eines der größten Abenteuer Europas – voller Kampf, Liebe, Hass, Heldenmut, Hinterlist und Glaubenseifer, welche die Protagonisten bis ans Ende der bekannten Welt führt.

Meinung
Eigentlich lese ich ja gerne zwischendurch mal einen historischen Roman und der  Klappentext von „Hengist und Horsa“ hörte sich auch sehr  interessant an, aber dennoch bin ich ziemlich enttäuscht, denn dieses Buch gefiel mir überhaupt nicht.

Schon von der ersten Seite an hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte hinein zu kommen. Ich war ständig verwirrt und verstand auf Deutsch gesagt gar nichts. Mir fehlte die Spannung und es war an einigen Stellen richtig langatmig. Außerdem störten mich die Quellenangaben auf den Seiten. Ständig musste ich von oben nach unten schauen, was meinen Lesefluss  natürlich enorm abflaute.

Einige Szenen waren außerdem recht brutal, gut das hatte die Zeit der Völkerwanderungen wohl an sich und ich bin bestimmt auch nicht zimperlich, aber dennoch musste ich an einigen Passagen sehr schlucken. 

Die Charakteren erschienen mir zu flach und fade. Ich konnte mich in keinen so richtig hinein versetzen und hätte mir sehr viel mehr Hintergrundinformation zu ihnen gewünscht. Auch die  Umgebungsbeschreibungen waren so lala. Ich konnte mir zwar alles gut vorstellen, aber ein wahres Kopfkino entstand leider nicht.

Der Schreibstil des Autors war schwer und nicht gerade einfach zu lesen. Dagegen waren die kurzen Kapitel recht angenehm. Für die 424 Seiten brauchte ich diesmal etwas länger und war dann auch froh, als ich das Buch beendet hatte. Dies war diesmal definitiv nichts für mich.

Cover
Das Cover sieht düster und interessant aus. Es deutet auf einen guten historischen Roman hin, wobei ich in einem Buchladen wahrscheinlich nicht danach gegriffen hätte.

Fazit
„Hengist und Horsa“ kann ich leider nicht weiterempfehlen. Mir persönlich sprach es überhaupt nicht zu und ich fand es an einigen Stellen einfach zu brutal. Daher kann ich diesmal leider auch nur 1 von 5 Buchherzen vergeben.


Vielen Dank an den Acabus Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplares.

Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
Sven R. Kantelhardt, Jg. 76, wurde in Giessen geboren und studierte dort, Cádiz, und Louisville/Kentucky Medizin und Ökotrophologie. Kurz arbeitet er für Christliche Fachkräfte International e.v. in einem kleinen kirchlichen Krankenhaus in Gahini/Ruanda und zog seitdem über Winterthur, Lübeck und Göttingen bis Mainz, wo er derzeit in der Neurochirurgischen Klinik der Universitätsmedizin arbeitet. 
Sein erster Roman erschien 2011 unter dem Titel "Die Chronik des Mönchs" und wurde 2013 neu aufgelegt (mit geändertem Titel "Mönchsblut") und spielt im östlichen Schleswig-Holstein. Obwohl Kantelhardt eine ausgeprägte Reiselust in mehr als 50 Länder auf den meisten Kontinenten, und an die Gestade von inzwischen mehr als sieben Meeren führte, kehrt er auch mit seinem neuen Roman in die Heimat der eigenen Vorfahren zurück. Die Recherchen für "Hengist und Horsa" führten ihn aber neben diversen Orten an der deutschen, dänischen und niederländischen Nordseeküste auch rund um die britischen Inseln, teils mit dem Segelboot oder zu Pferde, und schließlich bis hinauf zu den winterlichen Shetlandinseln

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