Montag, 29. Juni 2015

Rezension: Der Gesandte der Sterne - Irmgard Braun

 
 
Titel: Der Gesandte der Sterne
 Autorin: Irmgard Braun
 Seiten: 339
Verlag: Koios
Ersterscheinung: 10. 05. 2015
Reihe: Teil 1 von ??
Preis: ebook: 6,80 €








Kurzbeschreibung:
Der Herrscher Yaruwa verlangt von dem stolzen Reitervolk der Javindi Tribut, und sie reagieren mit einem Überfall auf einen Grenzort, in dem das Mädchen Caya lebt. Dabei wird ihr Vater getötet, und sie ist voller Hass. Doch dann braucht sie die Hilfe des jungen Javindi-Reiterführers Tarmal, um einer Zwangsheirat zu entgehen. Auf ihrer abenteuerlichen Flucht erfahren die beiden, dass ihr Schicksal mit dem Kampf größerer Mächte verknüpft ist, bei denen es ums Überleben der gesamten Menschheit geht. Die Sternenmeister schicken Caya, Tarmal und seinen vorlauten Pegasus Horlui gegen Yaruwas Armee - und die drei Gefährten entwerfen einen Plan, bei dem sie mehr Verstand als Glück brauchen werden.

Meinung:
Die Kurzbeschreibung liest sich ja ganz spannend, weshalb ich mich auch ziemlich neugierig an das Buch herangemacht habe.

Die Grundthematik mit der besonderen Bedeutung der Astrologie und Sternzeichen, den gegensätzlichen Völkern, Kulturen und ihren Gebräuchen fand ich soweit ganz interessant dargestellt, auch wenn ich zu den meisten Punkten gerne schon jetzt ein paar genauere Infos gehabt hätte, wohingegen das Meiste nur angedeutet oder kurz angeschnitten wird. Da es sich hierbei aber um den Auftakt in eine Reihe handelt, ist dies nicht so schlimm und weckt die Neugierde auf die nachfolgenden Bände. Das was man erfährt ist auf jeden Fall unterhaltsam und ergibt im Großteil auch eine recht gut beschriebene Welt. 

Erzählt wird die Geschichte sowohl aus Tramals als auch aus Cayas Sicht, weshalb der Leser einen guten Einblick und Überblick über alles bekommt.

Jedoch bin ich von Anfang an ein bisschen über die Art des Schreibstils gestolpert.  Ich glaube es wird nie genau beschrieben, wie alt die Protagonisten sind, aber in meiner Vorstellung  war Tramal aufgrund der vorausgegangenen Erzählungen so um die 17-18 Jahre alt, Caya etwas jünger. Doch der Schreibstil und damit auch die Art wie vor allem Tramal denkt und wie vieles beschrieben wird, kam mir wie für eine jüngere Zielgruppe (ca. 10-12) vor.

Ich fand das meiste auf ziemlich kindliche Art und Weise geschildert, z. B. auch das sprechende Pferd und wie es dargestellt wird. Für mich hat das auf jeden Fall irgendwie immer nicht so ganz 100 prozentig zusammengepasst, weshalb ich mich auch nie vollkommen von der Handlung fesseln lassen konnte und mir immer ein wenig mehr altersgerechte Darstellungen gewünscht hätte. 

Da ich aber nicht sicher weiß, ob die Protagonisten auch wirklich in dem von mir vorgestellten Alter sind und vor allem auch für welche Zielgruppe die Geschichte gedacht ist, bin ich vielleicht auch einfach mit ein wenig falschen Vorstellungen an den Roman gegangen.  Lesen lässt sich die Geschichte trotz allem und mitsamt der vielen unbekannten Wörter ziemlich einfach und schnell. 

Die Figuren werden ziemlich ausführlich beschrieben und dem Leser auch schnell relativ sympathisch.  Für mich hätten sie teilweise noch ein paar Ecken und Kanten mehr haben können, jedoch schiebe ich auch das ein bisschen auf die Art der Erzählweise. 

Fazit:
Eine Fantasy-Geschichte mit schönen Ideen und einer recht gut beschriebenen und anschaulichen Welt. Für mich persönlich war der Schreibstil und damit auch viele Gedanken und Darstellungen ein bisschen zu kindlich, was in meiner Vorstellung nicht ganz mit dem angenommenen Alter der Figuren zusammengepasst hat. Da ich aber nicht genau weiß für welche Altersgruppe der Roman gedacht ist und ob ich mit meinen Vorstellungen zum Alter richtig lag, kann das aber auch an meinen Erwartungen gelegen haben. Insgesamt gibt es von mir solide 3 Buchherzen.  
 Vielen Dank an den Koios Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.

Infos zur Autorin (Quelle: Amazon):
Irmgard Braun wurde 1952 in München geboren, ist in Baden-Württemberg aufgewachsen und war dort Gymnasiallehrerin für Bildende Kunst und Mathematik. In dieser Zeit entwickelte sich das Klettern zu ihrer großen Leidenschaft: Sie machte Erstbegehungen, war Mitglied der Deutschen Sportkletter-Nationalmannschaft und siegte in Kletterwettkämpfen. 1989 kehrte sie der Schule den Rücken, zog nach München und wurde Journalistin; zuerst war sie Redakteurin beim ALPIN-Magazin, dann beim Süddeutschen Verlag Medien Service. Sie heiratete und bekam eine Tochter.
Nach ihrer Redakteurszeit begann sie ernsthaft mit dem Schreiben von Büchern. Ihre Genres sind Fantasy und Krimi. Bei ihren Büchern gibt es keine explizite Darstellung von Sex und Grausamkeiten. Stattdessen versucht sie, ihre Leser durch Spannung, Romantik und einen Schuss Humor zu unterhalten.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen