Freitag, 12. Juni 2015

*Rezension* Zwischen uns die Flut - Eva Moraal




Titel: Zwischen uns die Flut
Autor: Eva Moraal
ISBN: 978-3841503510
Seiten: 511
Verlag: Oetinger
Ersterscheinung: 1. Mai 2015
Preis: 14,99 €  broschiert

Kurzbeschreibung
Zwei Familien, zwei Schicksale. Dazwischen eine Liebe, die nicht sein darf. Als Nina und Max sich ineinander verlieben, steht ein großes Geheimnis zwischen ihnen. Es wird ihre Wege auseinanderreißen und wieder zueinanderführen. Doch die Wahrheit kann zerstörerisch sein. Sie sät Zorn, wo Schuld gesucht wird. Und nur allzu schnell werden aus Opfern Täter. Eine atemlose Jagd nimmt mit einer Entführung ihren Anfang, und schon bald ist klar: Nichts ist, wie es scheint.

Meinung
Als ich das Buch das erste Mal (was für ein supertolles Cover) sah und den Klappentext las, wusste ich, ich musste es unbedingt haben und lesen. Und ich wurde auch nicht enttäuscht. Dies ist mal wieder ein Buch, das ich so schnell nicht vergessen werde, auch wenn ich mich mit Dystopien immer etwas schwer tue.

Schon auf den ersten Seiten wusste ich, es wird der Hammer. Ich war sofort in der Geschichte drin und die Spannung begann sofort, stieg stetig an und hielt sich auch bis zum Schluss. Ein Strudel aus Emotionen und Gefühlen überfiel mich Seite um Seite und ich konnte das Ungerechte der beiden „Parteien“ regelrecht spüren. Ja, wieder geht es um Arm und Reich – diesmal allerdings in der Form von „Die Nassen = die Armen“ und „Die Trockenen = die Reichen“. Jedoch kommt dieser Vergleich im Gegensatz zu anderen Büchern anders rüber. Der allzu krasse Unterschied fehlte. Ich merkte zwar die Abstufungen, aber dennoch waren einige der Trockenen, die sich für Nasse eingesetzt haben. Zwar überwiegend im Verborgenen, aber die Taten waren da. Und ich denke genau dies hat diesen tollen Roman ausgemacht. Gesellschaftsklassen ja, aber nicht so krass.

So erschienen mir auch die Charakteren überaus sympathisch und gut durchdacht. Ich konnte eine gewisse Nähe zu ihnen aufbauen und es machte mir Spaß, mit ihnen die Nachwehen der großen Flut zu überstehen. Auch die Nebencharaktern wurden von der Autorin gut und detailgerecht in Szene gesetzt. Ein großes Lob dafür. Die Umgebungsbeschreibungen selbst waren trostlos und düster. Ich konnte mir das Umfeld nicht so gut vorstellen, aber durch die Stärke der Charaktere  geriet dies bei mir dann etwas in den Hintergrund und störte nicht weiter.

Das Ende hatte ich mir so nicht vorgestellt, war aber dennoch klasse. Kein böser Cliffhänger, dennoch blieb ein riesiges Staunen bei mir nicht aus. Gekonnt von Frau Moraal beendet.

Das Buch selbst ist in drei Teile aufgeteilt, welche dann in kurze Kapitel unterteilt waren. Es wurde immer abwechselnd aus Sicht von Nina und Max beschrieben und jeweils in der Ich-Perspektive erzählt.  Mir gefiel die ganz gut, somit konnte ich mich noch besser in jeden einzelnen hinein versetzen. Auch der Schreibstil der Autorin konnte mich überzeugen. Er war einfach, locker und unserer Zeit angepasst. Ein Roman, nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene, die gerne dieses Genre lesen.

Dies ist der Debütroman der Autorin und ich hoffe, bald wieder etwas von ihr lesen zu dürfen. 

Cover
Welch ein wunderschönes Cover. In meiner Lieblingsfarbe blau, Wasser und die beiden Hauptprotagonisten mitten drin. Das besondere am Buch ist der blaue Buchschnitt, habe ich so nocht nicht gesehen und ein absoluter Hingucker.

Fazit
„Zwischen uns die Flut“ lebt durch die starken und sympathischen Charakteren. Auch Spannung und vor allem große Gefühle und Emotionen sind ein großer Faktor, warum mir dieses Werk so überaus gut gefallen hat. Es bekommt von mir die Höchstbewertung von 5 Buchherzen und  eine absolute Leseempfehlung. 

Vielen Dank an den Oetinger Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplares.

Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Eva Moraal, 1982 in Schiedam geboren, hat Geschichte am NIOD (Institute for War, Holocaust and Genocide Studies) studiert und promoviert zurzeit an der Universität von Amsterdam. „Zwischen uns die Flut“ ist ihr Debütroman.

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