Montag, 6. Juli 2015

*Rezension* Simon - Marianne Fredriksson



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Titel: Simon
Autor: Marianne Fredriksson
ASIN: B005H17HDA
Seiten: 412
Verlag: Rheda-Wiedenbrück Bertelsmann-Club
Ersterscheinung: 1999
Gebunden

Klappentext
Marianne Fredriksson erzählt auf wunderbar einfühlsame und sensible Weise die zugleich gewöhnliche und zutiefst außergewöhnliche Lebensgeschichte eines Jungen und seiner Familie in einer schicksalsschweren Zeit. Als der Zweite Weltkrieg seine Schatten auch auf die Küste vor Göteborg wirft, ist Simon noch ein kleiner Junge, und er ist jüdischer Abstammung. Karin und Erik, seine Adoptiveltern, verschweigen ihm seine Herkunft, um ihn zu schützen. So begibt sich der Junge selbst auf die Suche nach seinen Ursprüngen.
„Simon“ ist in seiner erzählerischen Kraft und Eindringlichkeit ebenso einzigartig und ergreifend wie „Hannas Töchter“.

Meinung
Durch „Hannas Töchter“ hat die Autorin bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Natürlich musste ich mich dann auch an dieses Buch, „Simon“, machen und muss aber diesmal leider sagen, er gefiel mir überhaupt nicht. Für mich kein typisches Marianne Fredriksson Buch.

Der Einstieg fiel mir schon ziemlich schwer, die Geschichte nahm träge an Fahrt an. Bröckchenweise wurde mir die Geschichte um Simon erklärt und wieder doch nicht. Wie gesagt, es dauerte einige Zeit, bis ich mir endlich mal ein klares Bild von den Familienverhältnissen machen konnte.

Verdrängung. Dies herrschte bei Karin und Erik. Simon wächst zwar in einer liebevollen Familie auf, wird aber meines Erachtens zu sehr verhätschelt und behütet. Er ist sehr schlau und weiß manchmal nichts mit seinen Gefühlen anzufangen. Trotzdem erschien mir alles so lieblos und es fehlten eindeutig die Emotionen. Auch störten mich die ewigen Sprünge in den Zeiten, was bei mir noch mehr zu meiner Verwirrtheit beitrug,  sowie der etwas komische Erzählstil. Es war für mich einfach nicht so harmonisch, wie ich es von der Autorin her kannte.

Gut fand ich die Freundschaft zwischen Simon und Isak. Diese wurde gekonnt von der Autorin rübergebracht und nimmt einen Großteil des Buches ein. Hier spürte ich etwas von der eigentlichen Thematik des Buches. Im Großen und Ganzen aber  wirkte die Handlung auf mich flach und stellenweise langweilig.

Das Ende ist sehr offen und mir blieben viele Fragen übrig. Schade eigentlich, denn man hätte dies bestimmt etwas besser abrunden können, vor allem, da es ja keinen Folgeband gibt. Die Kapitel wurden kurz gehalten und die Schrift war diesmal für meinen Geschmack etwas zu klein.

Cover
Das Cover ist auf „alt“ gemacht und zeigt ein Bild von Simon. Es passt sehr gut zum Inhalt und gefällt mir ganz gut.

Fazit
Nach „Hannas Töchter“ hatte ich große Erwartungen in „Simon“ welche leider enttäuscht wurden. Es war alles so oberflächlich und stellenweise richtig langweilig. Leider kann ich dann auch nur 2 von 5 Buchherzen vergeben und die Leseempfehlung werde ich mir sparen.


Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Marianne Fredriksson wurde 1927 in Göteborg geboren. Als Journalistin arbeitete sie lange für bekannte schwedische Zeitungen und Zeitschriften. Im Jahre 1980 veröffentlichte sie ihr erstes Buch. Sämtliche Romane der Autorin wurden in Deutschland große Bestsellererfolge. Die Autorin starb am 12. Februar 2007.

Kommentare:

  1. Ich muss dir recht geben mit deiner Meinung zum Buch. Es stehen einige Bücher von der Autorin in meinem Regal, die ich auch nicht wieder hergeben würde (hach, das bringt mich doch auf eine Idee) ... Aber nach "Hannahs Töchter" war dieses sehr enttäuschend.
    Schön, dass du es gelesen und rezensiert hast. So geraten "alte" Autoren nicht in Vergessenheit.
    Liebe Grüße Hanne

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    1. Danke. Ich finde auch, das "alte" Autoren nicht in Vergessenheit geraten dürfen und deshalb sollte man mittendrin mal einen mit in die Aktuellen rein lesen....

      Lg. Heike

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