Freitag, 7. August 2015

Rezension: Das unendliche Meer - Rick Yancey





Titel: Das unendliche Meer
Autor: Rick Yancey 
Seiten: 352
Verlag: Goldmann 
Preis: 16,99 €   
Ersterscheinung: 30. 03. 2015
Reihe: Teil 2 von 3 

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Kurzbeschreibung:
Die erste Welle vernichtete eine halbe Million Menschen, die zweite noch viel mehr. Die dritte Welle dauerte ganze zwölf Wochen an, danach waren vier Milliarden tot. Nach der vierten Welle kann man niemandem mehr trauen. Cassie Sullivan hat überlebt, nur um sich jetzt in einer Welt wiederzufinden, die von Misstrauen, Verrat und Verzweiflung bestimmt wird. Und während die fünfte Welle ihren Verlauf nimmt, halten Cassie, Ben und Ringer ihre kleine Widerstandsgruppe zusammen, um gemeinsam gegen die Anderen zu kämpfen. Sie sind, was von der Menschheit übrig blieb, und sie werden sich so schnell nicht geschlagen geben. Und während Cassie immer noch hofft, dass ihr Retter Evan Walker lebt, wird der Kampf ums Überleben immer aussichtsloser. Bis eines Tages ein Fremder versucht, in ihr Versteck einzudringen...

Meinung:
Der Auftakt in diese Trilogie hatte mich ja ziemlich gefesselt und schockiert und nun war ich gespannt, wie es weiter geht. Die Geschichte setzt ziemlich bald nach dem ersten Band ein und der Autor gibt kaum Erinnerungsstützen, weshalb es wohl sinnvoll ist, die Bände möglichst nah nacheinander zu lesen. 

Der Roman ist erneut in verschiedene Teile eingeteilt, in denen jeweils aus verschiedenen Sichten die Geschichte weitererzählt wird. Dabei braucht man anfangs wieder etwas bis man zuordnen kann, wer hier gerade erzählt, doch wenn mal einmal drin ist, ist man gespannt, was man in diesem Abschnitt Neues erfährt. Denn dieses Mal lernt man auch einige Nebenfiguren aus dem ersten Band etwas besser kennen und erfährt, dass jeder von ihnen seine eigene tragische Geschichte hat, wodurch die Charaktere noch einiges an Tiefe dazugewinnen.

Obwohl in der Gesamtbetrachtung eigentlich nicht viel Zeit während der beschriebenen Handlung verstreicht und rückblickend gesehen auch nicht wirklich viel passiert, kann die Geschichte beim Lesen trotzdem wieder fesseln und mitreißen. Der Autor hält die Spannung zusätzlich durch sehr geschickte Kapitel- und Perspektivenwechsel aufrecht. Jedes Mal hat er genau den spannendsten Moment gewählt um irgendwo anders in der Geschichte weiterzumachen.

Es werden wieder einige Fragen aufgeworfen, von denen manche sogar beantwortet werden, oder die Antwort zumindest angedeutet wird, weshalb ich mit den gewonnen Erkenntnissen dieser Fortsetzung ganz zufrieden bin. Außerdem gibt es wieder einige Überraschungen und sehr viele schockierende Momente und Vorstellungen. Dies ist eine Welt in der man den definitiv nicht leben möchte. Das habe ich mir zwar schon bei vielen Dystopien gedacht, aber hier trifft es ganz eindeutig am meisten zu. 

Auch war der Schreibstil anfangs für mich wieder etwas gewöhnungsbedürftig. So kühl und nüchtern, jedoch bin ich dieses Mal etwas besser damit zurechtgekommen und habe mich doch ganz gut in die Figuren hineinversetzten können. 

Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung die fesseln kann, einige Antworten bietet, aber auch wieder viele Fragen aufwirft. Es bleibt auf jeden Fall spannend, was genau der Sinn hinter all dem ist und wie es im letzten Band weiter- und ausgehen wird. Von mir gibt’s wieder gute 4 Buchherzen und eine Leseempfehlung.

Infos zum Autor (Quelle: Amazon):
Rick Yancey ist ein preisgekrönter Autor, der mit dem ersten Teil seiner Trilogie „Die fünfte Welle“ nicht nur die amerikanischen Bestsellerlisten stürmt. Wenn er nicht gerade schreibt oder darüber nachdenkt, was er schreiben könnte, oder das Land bereist, um übers Schreiben zu reden, verbringt er seine Zeit am liebsten mit seiner Familie in seiner Heimat Florida. 

Infos zur Reihe:
1. Die 5. Welle *klick zu meiner Rezension*
2. Das unendliche Meer
3. engl. Titel: The Last Star (Erscheint auf Englisch im September)

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