Sonntag, 13. September 2015

Rezension: Gated: Die letzten 12 Tage - Amy Christine Parker




Titel: Gated - Die letzten 12 Tage
  Autorin: Amy Christine Parker
  Seiten: 336
Verlag: Dtv
  Preis: 16,99 €    
Ersterscheinung: 01. 09. 2014
 Reihe: Teil 1 von 2?







Kurzbeschreibung:
Bis vor Kurzem glaubte die siebzehnjährige Lyla, die Gemeinschaft von Mandrodage Meadows, in der sie mit ihrer Familie lebt, bewahre sie vor dem Bösen in der Welt und dem bevorstehenden Weltuntergang. Dann trifft sie Cody, einen Jungen von außerhalb, und stellt fest, dass sie in Wahrheit in einem perfiden Unterdrückungssystem gefangen ist. Doch Lylas Versuch, gegen Pioneer, den ebenso charismatischen wie gefährlichen Führer der Gemeinschaft, zu rebellieren, führt zum Kampf . . .

Meinung:
Ich muss ja zugeben, dass ich irgendwie davon ausgegangen bin, dass es sich bei dem Buch um eine Dystopie handelt. Keine Ahnung warum, auf jeden Fall hat sich diese Erwartung nicht bestätigt. 

Dennoch klang der Klappentext nach einer spannenden Geschichte, die Einblick in das Leben einer sektenähnlichen Gemeinschaft verspricht. Und diese Erwartung erfüllt sich definitiv.

Man lernt Protagonistin Lyla, die im Verlauf der Geschichte eine glaubhafte Entwicklung durchmacht, sehr genau kennen, erfährt mit der Zeit immer mehr über ihr Leben in der Gemeinschaft, wie sie dahin kam und was das Leben dort bedeutet. Auch die anderen Figuren werden mit der Zeit greifbarer und konnten mich überzeugen.

Während ich anfangs noch unschlüssig war, ob es sich bei der Gemeinschaft nicht doch um etwas besonders handelt, wurden mit der Zeit die perfiden Strukturen und Machenschaften des Anführers immer deutlicher. Dabei wird sehr gut herausgearbeitet mit welchen manipulierenden Mitteln solche Menschen arbeiten und wieso die Opfer auf so etwas hereinfallen. Denn selbst für mich als Außenstehende wurden die Strukturen und die Verlockungen sehr deutlich. Also diese Darstellung ist klar ein Pluspunkt der Geschichte.

Als Kritikpunkt muss ich jedoch anführen, dass es ziemlich lange dauert, bis wirklich etwas passiert. Dabei ist der Roman durch die genauen Darstellungen dieser eigenartigen Faszination zwar nicht langweilig, aber ganz so ausführlich hätte ich es dann doch nicht gebraucht. Außerdem finde ich es etwas schade, dass der Klappentext eigentlich schon die ganze Handlung verrät und der Handlungsverlauf daher etwas vorhersehbar wird. Es dauert nämlich fast zwei Drittel des Buches bis Lyla unsicher wird und beginnt der Sache auf den Grund zu gehen und dann kommt das actionreiche Finale, welches es aber wirklich in sich hat. 

Denn das letzte Drittel ist sehr spannungsgeladen, emotional, gefährlich und extrem packend. Da beginnt sich dann alles fast ein bisschen zu überschlagen, jedoch ist dies nach dem eher langsamen Vorrankommen auf jeden Fall positiv zu vermerken.  Schön fand ich auch, dass der Roman eigentlich recht abgeschlossen endet. Obwohl es einige kleinere Hinweise auf die Fortsetzung gibt, ist man nicht gezwungen diese zu lesen, sondern könnte auch ganz gut mit diesem Ende leben. 

Fazit:
Eine interessante Geschichte, die vor allem durch die immer deutlicheren und gut erarbeiteten Strukturen und Machenschaften in sektenähnlichen Gemeinschaften überzeugt. Zwar hätte die Auflehnung der Protagonistin schon etwas eher kommen können, jedoch bietet das spannungsgeladene letzte Drittel  eine gute Entschädigung dafür. Ein Pluspunkt ist auch, dass man nicht unbedingt die Fortsetzung lesen müsste, sondern das Ende in sich recht abgeschlossen ist. Von mir gibt es knappe 4 Buchherzen. 
  Diese Rezension gehört zur Kunterbunt- Challenge (#KabuCh).  

Infos zur Autorin (Quelle: dtv.de):  
Amy Christine Parker machte in Lakeland, Florida, ihren Abschluss als Grundschullehrerin und versuchte sich dann in vielen verschiedenen Jobs, bevor sie erkannte, was sie wirklich will: Bücher schreiben. Heute arbeitet sie als hauptberufl iche Autorin und wohnt mit ihrem Mann, ihren beiden Töchtern und einer unbeschreiblich fetten Katze in der Nähe von Tampa, Florida.

Infos zur Reihe:
1. Gated - Die letzten 12 Tage

Kommentare:

  1. Schöne Rezi, der ich eigentlich rundum auch zustimmen kann :)
    Ich hab am Anfang auch gedacht, dass das Buch ne Dystopie ist, weil der Klapptext einfach so danach klingt und es dauert auch eine ganze Weile, bis im Buch offensichtlich wird, dass es in unseren Welt spielt. Aber irgendwie fand ich das toll, weil die Welt dadurch irgendwie rätselhafter wirkt, als wenn man von anfang an weiß, um was es geht.

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    1. Danke,
      ja das stimmt. Das war auch echt gut, da der Mittelteil sich ja eh schon ein bisschen gezogen hat.

      lg, Steffi

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  2. Das Buch liegt noch auf meinem SUB und eigentlich habe ich auch mit einer Dystopie gerechnet. Hm, aber scheinbar ja nicht so ganz. Trotzdem bin ich gespannt, wie es mir gefallen wird. Meistens sind wir uns ja recht einig^^

    Liebe Grüße,
    Katja :)

    P.S.: Wirst du denn den zweiten Teil trotzdem lesen?

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    1. Hihi,
      ja, dann hoffe ich, dass es dir auch gefallen wird :D

      Mh, bisher habe ich den 2. Teil noch nicht. Wenn ich ihn jetzt mal irgendwo billig sehen sollte, oder sonst irgendwie die Möglichkeit habe dran zu kommen, dann werde ich ihn auch lesen. Denn es könnte schon spannend weiter gehen. Aber es muss jetzt nicht auf biegen und brechen sein.

      lg, Steffi

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