Sonntag, 25. Oktober 2015

*Rezension* Mordsclique - Helmut Wichlatz




Titel: Mordsclique
Autor: Helmut Wichlatz
ISBN: 978-3954005666
Seiten: 208
Verlag: Sutton Verlag GmbH
Ersterscheinung: 28. Juli 2015
Preis: 12,99 €  Taschenbuch

Kurzbeschreibung
Vier Erkelenzer Jugendliche begehen einen Bankraub. Während einer von ihnen – über einer Leiche kniend – gefasst wird und ins Gefängnis wandert, kommen die übrigen drei ungestraft davon und machen steile Karrieren. Ein Schuljubiläum bringt die vier wieder zusammen. Doch dann stirbt der Erste von ihnen. Kommissar Becker und sein Freund, der Journalist Markus Müller, beginnen, den längst abgeschlossenen Mordfall von damals wieder aufzurollen.

Meinung
Nach diversen Kurzkrimis ist „Mordsclique“ der erste Kriminalroman des Autors Helmut Wichlatz. Ich kannte ihn noch nicht und da der Klappentext ziemlich vielversprechend war, war ich ganz gespannt darauf. Ich muss sagen, ein solider Krimi mit vielen unerwarteten Wendungen und überraschenden Ereignissen.

Die Handlung beginnt mit einem blutigen Rückblick ins Jahr 1988. Eine tote alte Dame, ihr Enkel darüber gebeugt mit einer Schusswaffe. Dann sprang die Geschichte ins Jahr 2009. Nach über 20 Jahren, treffen vier damalige Freunde sich wieder und einer von ihnen wird ermordet. Warum? Diese Frage stellte ich mir bis zum Ende des Buches und wurde dann zum Glück gelöst.

Der Autor hat gekonnt zwei Handlungsstränge mit jeweiligem Zeitsprung miteinander verwoben und ausgearbeitet. Anfang ließ die Spannung etwas zu wünschen übrig, aber ab ungefähr einem Viertel des Buches, bei nur knapp 208 Seiten für mich schon zu lange, stieg sie stetig an und blieb auch bis zum Schluss. Aber nichts schien so, wie es wirklich war und dies macht meiner Meinung nach einen guten Krimi aus. Und immer wieder wurden Rückblenden eingebaut, damit ich als Leser auch alles verstand.

Was mir persönlich nicht so gefallen hat, waren die Charaktere. Sie waren zu flach und ich konnte mit keinem so richtig eine Beziehung aufbauen. Ich hätte mir mehr Informationen über sie gewünscht. Gut, ich erhielt schon einen kleinen Einblick in die Privatsphäre, aber leider nicht genug, um warm mit ihnen zu werden. Die Umgebungsbeschreibungen waren ganz gut und ich konnte mir alles bildlich vorstellen.

Der Schreibstil von Herrn Wichlatz hat mir gut gefallen. Ruhig, fesselnd und schön zu lesen. Viele ironische Dialoge zwischen Müller und Becker lockerten das Ganze noch etwas auf.

Cover
Das Cover ist eher unscheinbar und ich hätte es wahrscheinlich im Buchladen nicht mal angeschaut. Darauf sollte man aber ja nicht gehen, also immer schön den Klappentext lesen, wer weiß, was sich dahinter für ein Schnäppchen versteckt.

Fazit
„Mordsclique“ ist ein gut durchdachter und toll ausgearbeiteter Kriminalroman mit viel Spannung und Unterhaltung. Die Charaktere leider etwas zu flach, aber im Großen und Ganzen sehr lesenswert. Ich vergebe 3,5 von 5 Buchherzen und hoffe auf eine baldige Fortsetzung des Ermittlerduos.

Vielen Dank an den Sutton Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplares.

Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
Helmut Wichlatz ist da aufgewachsen, wo er heute morden, stehlen, betrügen und erpressen lässt. Nach dem Studium der Germanistik und Sozialpsychologie in Düsseldorf verdiente er sein Geld jahrelang als Werbetexter und Journalist, u.a. für Radio 90,1 und im WDR-Landesstudio Düsseldorf, bevor er sich der Literatur zuwandte. Nach diversen Kurzkrimis ist „Mordsclique“ sein erster Kriminalroman. Er lebt mit Frau und Sohn in Erkelenz.

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