Mittwoch, 25. November 2015

*Rezension* Die Nebelgängerin - Andrea Ecker




Titel: Die Nebelgängerin
Autor: Andrea Ecker
ISBN:  978-3958130081
Seiten: 304
Verlag: Edition Oberkassel
Ersterscheinung: 17. September 2015
Preis: 11,99 €  broschiert

Kurzbeschreibung
Wer könnte ich sein? Wie wäre mein Leben verlaufen, hätte das Schicksal die Weichen anders gestellt? Fragen, auf die es in der Regel keine Antwort gibt. Nach zahlreichen Tiefschlägen hat sich Teresa ein Nischendasein geschaffen, in dem sie sich vor weiteren seelischen Verletzungen sicher wähnt. Doch dann wird ihr einsames, ereignisloses Leben erschüttert. Vom Tod der Mutter – und von der Entdeckung, dass eine ihr bis dahin fremde Zwillingsschwester existiert. Diese Alice, die sie unter einer Wiener Adresse ausfindig macht, verkörpert in ziemlich jeder Hinsicht das genaue Gegenteil Teresas. Doch ehe sie sich zu erkennen geben kann, muss Teresa feststellen, dass ihre offensichtlich perfekte Zweitausgabe ein dunkles Geheimnis hat. Die Faszination ist zu groß. So dringt Teresa unbemerkt in das Leben ihrer Schwester ein, folgt den Spuren, setzt das Rätsel Stück für Stück zusammen. Das Bild, das sie am Ende von ihrem Zwilling erhält, ist alles andere als harmlos. Die Frau, die alles hat, was Teresa entbehren musste, tritt dieses Glück mit Füßen. Und scheint entschlossen, alles und jeden zu beseitigen, der ihren Zukunftsplänen im Weg steht. Teresa muss sich schließlich aus der Deckung wagen, um Alice aufzuhalten. Um jeden Preis.

Meinung
Der Einstieg ins Buch war ganz gut. Bald darauf merkte ich den Spannungsbogen, der konstant bis zum Schluss anhielt. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und war fasziniert davon. Viele unerwartete Wendungen und Ereignisse kamen Schlag auf Schlag und es gestaltete sich wie ein Puzzlespiel, bei dem am Ende doch alles zusammen passte. Nur hätte ich nicht gedacht, dass es  SO zusammenpassen und ausgehen würde. Da war ich doch ziemlich positiv überrascht.

Über das ganze Buch hinweg erfuhr ich in Rückblenden und dann aus den Tagebuchauszügen der Mutter über das Leben von Teresa und wie und warum es zu der ganzen Sache kam. Dies machte mir alles mehr verständlich. Diese Passagen wurden in kursiver Schrift gedruckt. Außerdem spielte Frau Ecker sehr mit Emotionen und Gefühlen und der Unterschied zwischen Gut und Böse kam perfekt rüber.

Am besten allerdings gefielen mir die beiden unterschiedlichen Zwillingsschwestern. Frau Ecker hat diese beiden Charaktere sehr gut dargestellt und die Unterschiede kamen sehr gut rüber. Die Eine Teresa, die sehr zurückgezogen und einsam lebt und die andere, Alice, die ein Leben als angeblich perfekte Opernsängerin führt. Diesen Unterschied merkte ich auf jeder Seite und es faszinierte mich. Aber auch die Nebendarsteller wurden gut in Szene gesetzt und fügten sich perfekt ins ganze Bild ein. Etwas mehr gewünscht hätte ich mir von den Ortsbeschreibungen. Ich erfuhr darüber nicht viel und somit konnte kein rechtes Kopfkino entstehen.

Der Schreibstil der Autorin war für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Zwar erschien er mir als einfach und leicht, dennoch musste ich mich an manchen Stellen etwas an die Ausdrucksweise heran arbeiten. Mit der Zeit gelang es mir aber sehr gut.

Cover
Ein Cover das auf den ersten Blick sehr düster wirkt. Die beiden Zwillingsschwestern in der Mitte und die Schrift in weiß darunter. Alles passt perfekt zum Inhalt des Buches.

Fazit
„Die Nebelgängerin“ ist ein spannender und interessanter Thriller, mit tollen Charakteren und vielen unerwarteten Wendungen. Im Leben hätte ich beim Lesen des Klappentextes nicht vermutet, was mich in der ganzen Geschichte erwartete. Somit vergebe ich sehr gute 4 von 5 Buchherzen, weil ich am Anfang etwas Schwierigkeiten mit dem Schreibstil hatte. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der auf Thriller steht.

 
Vielen Dank an den Edition Oberkassel Verlag für die Bereitstelllung dieses Exemplares.

Die Rezension gehört zur Kunterbunt- Challenge (#KabuCh).


Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Andrea Ecker wurde in Bochum geboren und wuchs dort auf. Seit 1999 lebt sie in Essen. Beruflich stehen Sprachen im Fokus ihres Interesses. Mit Abschlüssen in Englisch und Italienisch arbeitete sie unter anderem als Übersetzerin und Fremdsprachenassistentin, unterrichtete gelegentlich und gab Kurse in der Erwachsenenbildung. Daneben gehört ihre große Leidenschaft der Literatur und dem kreativen Schreiben. Romane bilden dabei seit mehr als zehn Jahren den Schwerpunkt. „Lichtwechsel“ war im Jahr 2012 ihre erste Veröffentlichung, der nächste Roman erscheint 2015 bei Edition Oberkassel. Die Konfrontation mit unerwarteten Wendungen, Brüchen, Chancen – das ist es, was Andrea Ecker fasziniert. An Romanfiguren. Und am Leben.

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