Freitag, 11. Dezember 2015

Rezension: Rentiere: Ein weihnachtliches Märchen - Pia Hepke



Titel: Rentiere: Ein weihnachtliches Märchen
 Autorin: Pia Hepke
 Seiten: 272
Verlag:
CreateSpace Independent Publishing Platform
Preis: ebook: 2,99 €, TB: 9,99 €
Ersterscheinung: 01. 10. 15
  Reihe: Nein 







Kurzbeschreibung:
Alle Jahre wieder kommt der Weihnachtsmann und wir finden uns zusammen, um ein ganz besonderes Fest zu feiern. In dieser Zeit werden viele wieder zum Kind und der Glaube an Wunder und Magie erwacht.

Ich möchte euch dazu einladen, auf eine Reise mitzukommen, auf der ihr ein solches Wunder und die ganze Magie der Weihnacht treffen werdet. Die Geschichte dazu wird von dem Rentier Aku und seinem jüngeren Bruder Sulo erzählt.Die beiden träumen schon ihr ganzes Leben davon, einmal den Schlitten des Weihnachtsmannes zu ziehen. Als ihr Traum endlich in Erfüllung geht, kommt jedoch alles anders als gedacht. Aber lasst euch das Geschehene von den beiden doch selbst erzählen …

Und somit beginnt die Geschichte, die wahre Geschichte des Weihnachtsmannes.

Meinung:
Ich finde die Idee toll, einmal eine Geschichte aus der Sicht der Rentiere zu lesen und dann noch das Versprechen die wahre Geschichte des Weihnachtsmanns zu erfahren.

Jedoch verläuft die Geschichte selbst ganz anders als erwartet. Die Wahrheit über den Weihnachtsmann spielt eher eine untergeordnete Rolle und konnte meine Erwartungen zu der wahren Geschichte nicht ganz erfüllen. Die Idee ist zwar ok, mehr aber auch nicht.  Hauptsächlich geht es um das Abenteuer der beiden Brüder und daran zu erinnern, worauf es bei Weihnachten wirklich ankommt.

Die Geschichte ist in zwei Teile aufgeteilt. Der erste Teil wird vom älteren der beiden Brüder, Aku, erzählt und handelt eher von der Reise und den Herausforderungen überhaupt ein Rentier des Weihnachtsmanns zu werden. Dieser Teil hat sich zwar gut lesen lassen, aber diesen speziellen Zauber, den ich mir von Weihnachtsbüchern erhoffe und erwünsche habe ich da leider zu selten gespürt. 

Der zweite Teil wird dann aus der Sicht von Sulo erzählt und dabei geht es um eine ungleiche Freundschaft, den Zauber der Weihnacht, darum, auf eigenen Beinen zu stehen und ein großes Abenteuer. Und in diesem Teil kommt sie endlich auf, diese besondere Stimmung, die ich an Weihnachtsromanen so liebe. Zwar langsam und nach und nach, aber das Ende ist so herzzerreißend und doch überraschend, sodass ich dann endgültig und vollkommen gefesselt und berührt war und sogar ein paar Tränen geflossen sind.

Der Schreibstil ist recht flüssig und gut lesbar. Manchmal fand ich ein paar Formulierungen nicht ganz so gut gewählt, aber das waren wirklich Kleinigkeiten. Für einen Weihnachtsroman gibt es hier viele Gefahren zu bestehen, das ist eher ungewöhnlich, hat aber gut gepasst.

Etwas verwirrend fand ich es, dass man zu Beginn der beiden Erzählteile schon immer einen Teil vom jeweiligen Ende verraten bekommen hat. Dies war zwar nicht wirklich störend, da der Weg zum Ziel das Besondere ausmacht, aber trotzdem wäre der Überraschungsfaktor größer gewesen, wenn man auf diese Hinweise verzichtet hätte. 

Am besten an der ganzen Sache hat mir dann eigentlich noch das Nachwort der Autorin gefallen. Da sie da nochmal interessante Informationen zum Buch und dessen Entstehung gibt und vor allem auch noch einen ganz anderen Lösungsansatz in den Raum wirft, den ich echt spannend fand und auf den ich so nie gekommen wäre. Das rundet die Geschichte nochmal richtig schön ab. 

Fazit:
Ein Weihnachtsmärchen der etwas anderen Art. Die wahre Geschichte des Weihnachtsmannes bleibt eher nebensächlich, dafür geht es um das Abenteuer der beiden Rentierbrüder und worauf es bei Weihnachten wirklich ankommt. Es gibt für einen Weihnachtsroman relativ viele Gefahren, ein paar Kleinigkeiten die mir aufgefallen sind und es hat etwas gedauert, bis ich die Weihnachtsmagie wirklich spüren konnte, aber am Ende war ich dann total berührt und endgültig überzeugt.  Deshalb gibt es auch noch 4 Buchherzen und eine Leseempfehlung. 

Infos zur Autorin (Quelle: Amazon.de):
Pia Hepke wurde 1992 in Oldenburg i.O. geboren.
Schon immer haben sie Büchern begeistert. Nicht selten kommt es vor, dass sie zu einem wahren Lesemarathon aufbricht. Dann wird bis spät in die Nacht gelesen und die Bücher werden regelrecht verschlungen.

Ansonsten verbringt Pia ihre Zeit gerne mit ihren beiden Pferden und ihrem Hund. Diese müssen öfters als Foto- oder Malobjekte herhalten. Da es ihr an Fantasie nicht mangelt, liegt es nahe die vielen Ideen auch in schriftlicher Form aufs Papier zu bringen. Was sie als 15-jährige erstmals verfasste, wurde in den folgenden Jahren mehrmals überarbeitet, bis es zu ihrem ersten Roman herangewachsen ist.

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