Montag, 28. Dezember 2015

Rezension: Verity heißt Wahrheit - Jeannie Waudby




Titel: Verity heißt Wahrheit
 Autorin: Jeannie Waudby
Seiten: 400
Verlag: Chicken House
  Preis: 18, 99 € 
Ersterscheinung: 27. 11. 15
  Reihe: Nein ?








Kurzbeschreibung:
Brotherhood gegen Residents – eine Zeit, die von Misstrauen und Gewalt geprägt ist. Um dem endlich ein Ende zu setzen, nistet sich die 16-jährige K als Spionin bei der Brotherhood ein. Damit führt sie ein Doppelleben und muss sich als eine von ihnen ausgeben. Keine leichte Aufgabe. Schließlich wollen diese Radikalen eigentlich ihren Tod. Oder hat man sie belogen? Greg jedenfalls ist für sie kein kaltblütiger Killer, sondern viel mehr als das. Aus Wahrheiten werden Lügen, aus Gegnern Menschen. Und bald weiß K nicht mehr, wem sie überhaupt noch trauen kann.

Meinung:
Der Klappentext hat mich sofort angesprochen und so habe ich mich voller Neugier ans Lesen gemacht.

Jedoch muss ich sagen, dass ich etwas schwer ins Buch gefunden habe. Obwohl man K und ihr Leben durchaus ganz gut kennenlernt, konnte ich mir ihre Welt schwer vorstellen. Es wird zwar immer wieder erwähnt, dass es diese gespaltene Gesellschaft gibt und auch die Probleme und Lebensweisen der verschiedenen Gruppen werden immer mal wieder kurz angerissen, aber ein wirklich genaues Bild davon habe ich leider vermisst. Die Hintergründe, wie sich diese Gruppen genau entwickelt haben usw., bleiben im Dunkeln und da hat mir einfach etwas gefehlt. Ich hatte immer ein bisschen das Gefühl nur  mit Halbwissen zu jonglieren und dieses Gefühl hat sich auch trotz der Handlungsentwicklung, den Wendungen und dem großen Bezug zur aktuellen Lage nie ganz gegeben. 

Dabei fand ich den Plot selbst eigentlich ziemlich interessant. Denn man begleitet Protagonistin K bei einer großen Verwandlung. Anfangs sind die Rollen der Geschichte klar verteilt und es gibt bei den gegebenen Beschreibungen gar keinen Zweifel, wer die Guten und wer die Bösen sind. Doch mit der Zeit verschwimmen die Grenzen fast vollständig.

Obwohl es mir anfangs etwas zu schnell ging, wie sich K bei den Brotherhood eingelebt und mir dabei irgendwie etwas gefehlt hat, wurde es mit der Zeit immer glaubhafter und besser. Je weiter die Handlung voranschreitet, desto deutlicher wird die Bedrohung, K wird immer mutiger und entschlossener und die Spannung steigt deutlich an. 

Dabei waren jetzt für mich nicht alle Wendungen extrem überraschend, aber doch einige und die meisten davon gut und stimmig erarbeitet. Vor allem das letzte Drittel hat es wirklich in sich und da konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. 

Natürlich gibt es auch wieder eine Liebesgeschichte. Doch obwohl diese für die Handlung extrem wichtig ist, rückt sie nie zu stark in den Fokus und wirkt trotzdem authentisch. Ich hatte das Gefühl, den beiden wirklich beim sich Verlieben zuschauen zu können und das passiert mir nicht oft. 

Das Ende beantwortet die wichtigsten Fragen, würde aber auch noch genug Raum für eine Fortsetzung bieten. 

Fazit:
„Verity heißt Wahrheit“ ist ein flüssig geschriebener und interessanter Roman, bei dem ich etwas gebraucht habe um in die Geschichte zu finden, der mich aber vor allem in der zweiten Hälfte nicht  mehr losgelassen hat.  Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto undurchsichtiger und spannender wird die ganze Sache und auch ein deutlicher Bezug zur aktuellen Lage ist erkennbar. Die Protagonistin, ihre Entwicklungen, der Plot an sich und auch die Liebesgeschichte konnten mich überzeugen, nur bei den Hintergründen zu den verschiedenen Gesellschaftsgruppen hat mir eindeutig etwas gefehlt.  Alles in allem habe ich mich aber gut unterhalten gefühlt, weshalb ich noch knappe 4 Buchherzen vergebe.
Herzlichen Dank an den Chicken House Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.

Infos zur Autorin (Quelle: Amazon.de):
Jeannie Waudby wuchs in Hong Kong auf. Inzwischen lebt sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in London, wo sie am College als Englischlehrerin arbeitet. Verity heißt Wahrheit ist ihr Debütroman.

Kommentare:

  1. hey,
    das klingt aber wirklich vielversprechend. Ich hatte ja doch zweifel ob das Buch nicht zu sehr 08/15 wird, da der Klapptext ja doch irgendwie klingt, wie jedes x-beliebige Jugendbuch. Allerdings fand ich die Idee an sich ja recht spannend und so wie du schreibst, klingt das Buch eigentlich ziemlich gut.

    Liebe Grüße
    Lena

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    1. Huhu,
      also ja, diese Sorge kann ich dir nehmen, 08/15 ist die Geschichte bestimmt nicht und als lesenswert würde ich sie auch beschreiben. :)

      lg, Steffi

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