Freitag, 29. Januar 2016

Rezension: Die Auserwählten: Im Labyrinth - James Dashner




Titel: Die Auserwählten - Im Labyrinth
Autor: James Dashner
 Seiten: 496
Verlag: Chicken House
  Preis: 16, 99 Euro  
Ersterscheinung: 21. 03. 2011
Reihe: Teil 1 von 4






Kurzbeschreibung:
Sein Name ist Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Und er ist an einem bizarren Ort gelandet – einer Lichtung, umgeben von einem riesigen Labyrinth. Zusammen mit fünfzig Jungen, denen es genauso geht wie ihm, sucht Thomas einen Weg in die Freiheit. Der führt durch das Labyrinth, dessen gewaltige Mauern sich Nacht für Nacht verschieben, und in dem mörderische Kreaturen lauern. Doch gibt es wirklich einen Weg hinaus? Und wer hat sich dieses grauenvolle Szenario ausgedacht? Den Jungen bleibt nicht viel Zeit, um es herauszufinden...

Meinung:
Obwohl die Reihe schon länger ungelesen im Regal liegt, bin ich bisher noch nicht dazu gekommen sie zu lesen. Dabei habe ich sogar schon die ersten beiden Filme gesehen, wobei ich den ersten richtig gut, den zweiten eher durchschnittlich fand.

Als ich zu lesen anfangen habe, hatte ich natürlich die ganze Zeit den Film vor Augen. Und da die Jungs auf der Lichtung im Buch anfangs ziemlich schroff und unfreundlich, ja schon fast aggressiv dargestellt werden, es im Film aber anders ist, fand ich anfangs den Film deutlich besser. Es ist mir etwas schwer gefallen, die anderen Figuren zu verstehen und mich mit ihnen und ihren Haltungen anzufreunden. Mit der Zeit hat sich das aber gebessert und man hat die Figuren doch etwas besser kennengelernt.

Thomas ist ein recht guter und mutiger Protagonist. Seine Haltung und seine Handlungen fand ich größtenteils nachvollziehbar und es macht Spaß diese eigenartige Welt zusammen mit ihm zu entdecken. 

Das spannende an der Geschichte ist, dass man eigentlich überhaupt nicht weiß, was da los ist und was der Sinn des Ganzen ist. Schon allein das Grundsetting, dass die Jugendlichen  auf die Lichtung kommen, keine Erinnerungen mehr an ihr früheres Leben haben und versuchen dort zu überleben und einen Ausweg zu finden, finde ich extrem packend. Und auch nachdem ich bereits den Film gesehen habe, hat mich die Spannung im Buch mit der Zeit vollkommen fesseln können. 

Zum einen liegt das daran, dass die Handlung vom Film an vielen Stellen doch deutlich vom Buch abweicht und es somit viele andere Wendungen und Schlussfolgerungen gibt. Aber auch davon abgesehen, konnte mich der Autor mit der Zeit immer mehr in die Geschichte und die ganzen Geheimnisse hineinziehen. Man kann einfach nicht anders, als immer zu überlegen und nachzugrübeln, was das alles zu bedeuten hat. 

Obwohl es mich normalerweise etwas enttäuscht, wenn man bei einer Dystopie nicht viel von der Welt und ihren Veränderungen erfährt, hat es mich hier gar nicht gestört, da es zum Setting passt. Doch natürlich hoffe ich darauf, dass man in den weiteren Teilen doch ein bisschen mehr zu den Hintergründen erfährt. 

Lesen lassen hat sich die Geschichte ganz gut. Ich fand zwar die selbstausgedachten Begriffe der Jugendlichen manchmal etwas nervig und unnötig, aber gut, daran gewöhnt man sich mit der Zeit. Die vielen Geheimnisse und das stetig steigende Spannungslevel sorgen auf jeden Fall dafür, dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen kann.

Das Ende ist nochmal fulminant und auch wenn  man ein paar kleinere Antworten bekommen hat, wird mit dem Epilog nochmal geschockt und man will einfach sofort weiter lesen.

Fazit:
Nach einem etwas holprigen Start hat sich „Die Auserwählten im Labyrinth“ zu einem tollen und sehr spannenden Auftaktband entwickelt, der unterhält und neugierig auf die Fortsetzung macht. Da die Handlung doch ziemlich vom Film abweicht, ist es nicht genau das Gleiche und am Ende finde ich aber sowohl das Buch, als auch die Verfilmung sehr gelungen. Ich vergebe gute 4 Buchherzen und eine Leseempfehlung.
Infos zum Autor (Quelle: Carlsen.de):
ames Dashner wuchs in einer Kleinstadt in Georgia, USA, auf. Der dichte Wald in dieser Gegend lieferte ihm bereits als Kind viele Ideen für seine späteren Geschichten. Nach seinem Studium arbeitete James zunächst in der Wirtschaft. Doch schon bald fühlte er sich als "kreativer Mensch im Körper eines Buchhalters" gefangen und wandte sich dem Schreiben zu. Seitdem ist er Autor zahlreicher Bücher. Seine Serie "Maze Runner - Die Auserwählten" eroberte weltweit die Bestsellerlisten und hat sich inzwischen mehr als 16 Millionen Mal verkauft. Die ersten beiden Bände wurden von 20th Century Fox verfilmt, unter anderem mit Dylan O’Brien und Thomas Brodie-Sangster in den Hauptrollen. James Dashner lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern inmitten der Rocky Mountains, behauptet er zumindest. 

Infos zur Reihe (bereits kompett erschienen):
1. Die Auserwählten: Im Labyrinth

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