Freitag, 15. Januar 2016

*Rezension* Mind Games - Teri Terry




Titel: Mind Games
Autor: Teri Terry
ISBN: 978-3649667124
Seiten: 464
Verlag: Coppenrath
Ersterscheinung: 1. Juni 2015
Preis: 17,95 €  gebunden

Kurzbeschreibung
Die Welt, in der du lebst, existiert nur in deinem Kopf – doch was, wenn jemand mit deinen Gedanken spielt? In Lunas Leben ist jeder online: virtueller Unterricht, Dates und Sport als Avatar, sogar das Parlament tagt digital. Nur Luna bleibt offline. Sie ist eine Verweigerin, seit ihre Mutter vor Jahren in einem Online-Spiel starb. Umso überraschter ist Luna, als sie von der mächtigen Firma PareCo zu einem Einstufungstest eingeladen wird – und einen der begehrten Programmierer-Jobs erhält. Warum hat die Firma so ein großes Interesse an ihr? Als Luna den begabten Hacker Gecko kennenlernt, beginnt sie die von PareCo erschaffene Welt immer mehr zu hinterfragen. Doch dann ist Gecko auf einmal verschwunden, und Luna kann sich nicht mehr an ihn erinnern …

Meinung
Von der Autorin kenne ich ja schon die „Gelöscht-Reihe“ und diese hat mir ziemlich gut gefallen und als sich dann meine Blogpartnerin Steffi „Mind Games“ zugelegt hatte und ich das Cover einfach wundervoll fand, musste ich es natürlich auch lesen. Ich muss allerdings sagen, ich bin etwas zwiegespalten.

Definitiv hat mir dieses Buch nicht so gut gefallen wie die „Gelöscht-Reihe“, wobei es ja schon etwas an sich hatte. Die Grundidee, ein System zu erstellen, in dem man permanent online ist und das die eigenen Lebenserhaltungsfunktionen steuert, fand ich spitze, vor allem da es Frau Terry auch richtig realistisch dargestellt hat. Dennoch fand ich es an einigen Stellen grausam und ungerecht. Der Menschheit wird verschleiert, was wirklich auf der unzugänglichen Insel geschieht.

Es gab mehrere Handlungsstränge, die teilweise sehr verwirrend für mich waren. Gut, irgendwann kam ich dann auch wieder auf den richtigen Weg, aber dennoch fehlte mir etwas Klarheit. Es wurde in der Ich-Perspektive aus Sicht von Luna erzählt.  Mit dem Ende kann ich auch leben, wenn ich es mir auch so nicht vorgestellt hätte, trotzdem meinte ich, dass es vielleicht doch noch weiter gehen könnte.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen und wurden von der Autorin glaubhaft und realistisch dargestellt. Ich konnte mich in sie hinein versetzen und mit ihnen mitfühlen. Einzig bei Luna störte mich eine Sache. Sie war von Anfang an eine Verweigerin und das hielt sich dann auch sehr lange und dann schwuppdiwupp auf drei Seiten lässt sie sich ein Implantat einsetzen. Das ging mir zu schnell und hat ihren Status bei mir etwas gemindert. Ansonsten waren echt alle Darsteller top. Auch die Umgebungsbeschreibungen, vor allem in der virtuellen Welt, fand ich gut dargestellt und ich konnte mir so einiges bildlich vorstellen.

Der Schreibstil von Frau Terry war angenehm und bildlich. Ich fühlte mich wohl beim Lesen. Das Buch selbst wurde in 7 Teile eingeteilt, jeder davon hat ein Sprichwort am Anfang, und diese dann in kurze Kapitel.

Cover
Meiner Meinung nach ist das Cover das Beste an dem Buch. Mir gefällt die Farbgestaltung und einfach alles daran. Ein absoluter Eye-Catcher.

Fazit
„Mind Games“ ist ein dystopischer Jugendroman, welcher für mich ok ist, man aber dennoch mehr herausholen hätte können. Trotz der guten Charaktere und ausreichend Spannung vergebe ich dennoch nur gutgemeinte 3,5 von 5 Buchherzen.


Infos zur Autorin: (Quelle Coppenrath)
Debütautorin Teri Terry lebte in Frankreich, Kanada, Australien und England, und sie hat dabei drei Abschlüsse, eine ganze Sammlung von Reisepässen und mehr Adressen, als sie zählen kann, erworben. Ihre häufigen Umzüge haben Teri oft in eine Beobachterrolle gezwungen. Seitdem interessiert sie sich sehr für Personen, die in eine fremde Umgebung kommen oder sich dort eingliedern müssen.

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