Donnerstag, 25. Februar 2016

Rezension: Oink - Matt Whyman



Titel: Oink - Wie zwei Minischweine unser Familienleben auf den Kopf stellten
Autor: Matt Whyman
 Seiten: 384  
Verlag: Page & Turner
 Preis: nur noch ebook oder gebraucht 
Ersterscheinung: 17. 04. 12
Reihe: Nein

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Kurzbeschreibung:
Nachdem Matt Whymans sechsköpfige Familie eine der beiden Hauskatzen durch einen Autounfall und zwei der drei Haushühner durch einen Fuchs verloren hat, muss dringend ein neues tierisches Familienmitglied her. Das jedenfalls meint Matts Frau Emma, der das Haus nie voll genug sein kann. Im Scherz schlägt Matt ein Schwein vor. Ein Scherz mit Folgen. Denn was Emma sich in den Kopf setzt, führt sie auch aus. Und so dauert es nicht lange, bis der Whyman‘sche Familienverband neben den Kindern Lou, May, Honey und Frank, dem soziopathischen Kater Miso, der ehemaligen Legehenne Maggie und dem Schäferhund Sesi auch die beiden Minischweine Roxi und Butch umfasst. Die beiden – ach so niiiedlichen – Neuankömmlinge gedeihen prächtig. Und sie machen sich schnell daran, Haus und Familie völlig auf den Kopf zu stellen...

Meinung:
Also ich muss ja zugeben, dieses Buch war ein reiner Coverkauf. Die Schweinchen auf dem Cover sind so süß, da war ich schon auf den ersten Blick verliebt und musste das Buch einfach haben.
Die Kurzbeschreibung klang dazu auch noch ziemlich lustig, weshalb ich nun auch gerne zu dem Roman gegriffen und mich auf ein paar humorvolle Stunden gefreut habe.  

Dabei muss ich sagen, dass ich die ersten 50 Seiten eher etwas schwergängig fand. Man lernt die Familie kennen und die bisherigen Haustiere werden etwas genauer beleuchtet, aber so richtig lustig war es da eher selten.

Als dann die beiden Schweinchen auftauchen ändert sich das Bild aber und es gibt wirklich viele Szenen bei denen ich einfach laut loslachen musste. 

Durch die Ich-Erzählung kann man sich super in den Autor hineinversetzten und erlebt das Geschehen am eigenen Leib mit.  Die Schweine sind schon echt etwas Besonderes und ich habe mir oft gedacht, dass ich das wohl nicht alles so mitgemacht hätte. 

Der Schreibstil ist von viel trockenem Humor und zusätzlicher Selbstironie geprägt, aber dazwischen manchmal auch ein bisschen langatmig gehalten. Wenn wieder was passiert ist, musste ich viel lachen, aber das dazwischen hätte man manchmal noch ein bisschen mehr auf den Punkt bringen können. 

Neben der humorvollen Darstellung des Familienzuwachses gibt es auch noch einige nette Infos zu den Schweinen selbst und was man bei einer Anschaffung beachten sollte. Und ein paar ausgewählte Bilder veranschaulichen die ganze Geschichte zusätzlich. 

Die Figuren sind soweit ganz ok. Auf ihnen liegt ja auch nicht das Hauptaugenmerk und für die Geschichte sind sie ausreichend beschrieben. Vom Autor selbst bekommt man noch das klarste Bild, wobei deutlich wird, dass er viel für den Familienfrieden in Kauf nimmt und trotz aller Widrigkeiten nicht aufgibt. Dabei nimmt er zwar nicht immer den sinnvollsten Weg, ein Mann muss ja seine Ehre verteidigen, aber im Großen und Ganzen macht er einen ganz sympathischen Job. 

Fazit:
Eine ziemlich turbulente und unterhaltsame Familiengeschichte mit großem Fokus auf das liebevolle Chaos durch zwei Minischweine. Man muss oft lachen, aber dazwischen treten auch ein paar unnötige Langatmigkeiten auf. Am Ende vergebe ich solide 3,5 Buchherzen. 


Infos zum Autor (Quelle: Amazon.de):
Der erfolgreiche Kolumnist und Jugendbuchautor Matt Whyman lebt mit seiner Frau, vier Kindern und einer stetig wachsenden Tierschar in West Sussex, England.

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