Montag, 14. März 2016

Rezension: Bannwald - Julie Heiland




 Titel: Bannwald
Autorin: Julie Heiland
  Seiten: 352
Verlag: Fischer Jugendbuch 
Preis:  16,99 €
 Ersterscheinung: 21. 05. 2015  
Reihe: Teil 1 von 3







Kurzbeschreibung:
Sie können nicht töten – als Anhänger der weißen Magie erschaffen sie nur. Seit Generationen lebt der friedliche Stamm der Leonen gefangen im Wald, gewaltsam unterdrückt vom Stamm der mörderischen Tauren.
Als die 17-jährige Robin auf den jungen Tauren Emilian trifft, ist sie sich sicher, dass er sie töten wird. Doch Robin gelingt es zu fliehen – scheinbar. Erst später wird ihr bewusst: er hat sie laufen lassen. Warum?
Als Robin dann ein Reh mit der bloßen Kraft ihrer Gedanken tötet, ist sie zutiefst erschüttert. Was ist mit ihr? Robin trägt ein Geheimnis in sich, und es gibt nur einen, der davon weiß – ihr größter Feind.

Meinung:
Ich wollte das Buch so gerne absolut umwerfend finden. Ich habe viel Gutes darüber gehört und mich richtig aufs Lesen gefreut. Vor allem weil Teil 2 auch schon im Regal steht und Teil 3 bald erscheint. Also kein langes Warten und die Geschichte hat mich doch neugierig gemacht.

Aber schon von Anfang an war es irgendwie nicht das, was ich erhofft hatte. 

Die Figuren in der Geschichte sind etwas Besonderes, gehören zu den Sternenvölkern und haben alle eindrucksvolle Gaben. Eigentlich das perfekte Setting für eine neue und tolle Geschichte, doch die Autorin nutzt diesen Pluspunkt kaum. Es gibt kaum Informationen zu den besonderen Völkern, wie sie leben oder auch, wie die normalen Menschen nun wirklich leben, wird nur am Rande kurz angedeutet. Auch wie es zu der jetzigen Situation kam oder was es bedeutet Mitglied eines Sternenvolkes zu sein und noch so viele Sachen mehr werden immer nur kurz angedeutet und so gut wie nie schlüssig erklärt. 

Es mag sein, dass die Autorin sich das für die nachfolgenden Bände aufgehoben hat, aber so gab es mir für einen Auftaktband einfach zu wenig individuelle Informationen.  Was dann dabei herauskam, ist eine mittelmäßige Geschichte, die sich recht flüssig lesen lässt, die ich so und vor allem viel besser aber schon 100 Mal gelesen habe. 

Auch die Entwicklungen in der Geschichte sind ohne die individuellen Hintergründe einfach extrem vorhersehbar und vor allem oft auch nicht zu 100 Prozent stimmig. So fand ich es doch schwer zu nachvollziehbar, dass die Figuren alles sofort hinnehmen und kaum nachfragen und auch, dass die Protagonistin nach nur 5 Tagen Training die beschriebenen Entwicklungen durchgemacht hat. Diese Unstimmigkeiten sind jeweils keine großen Sachen, aber fallen durch die Masse doch ins Gewicht. 

Natürlich dürfen bei den ganzen bekannten Entwicklungen  auch ein anbahnendes Liebesdreieck und viele Klischees nicht fehlen und dass ich mich den Figuren und ihrer Situation so wirklich nah gefühlt habe, ist leider auch viel zu selten vorgekommen. 

Fazit:
Die Reihe beruht auf einer tollen Idee, die aber in diesem Auftaktband kaum Bedeutung bekommt. Dadurch ist alles extrem vorhersehbar und wird ohne größere Überraschungen abgehandelt. Zusätzlich kommt noch hinzu, dass ich viele Kleinigkeiten nicht ganz stimmig fand und ich mich den Figuren selten nah gefühlt habe. Auch wenn ich gerne möchte, kann ich nicht mehr als gute 2 Buchherzen für dieses Debüt vergeben. Vielleicht gebe ich Teil 2 noch eine Chance, da er eh schon im Regal steht und ich hoffe, dass die Autorin da etwas aus ihrer Idee gemacht hat. 

Infos zur Autorin (Quelle: fischerverlage.de):
Julie Heiland hat Journalistik studiert. Parallel dazu hat sie eine Schauspiel- und Rhetorikausbildung absolviert und schon in einigen Fernsehfilmen mitgespielt. Julie Heiland, 1991 geboren, ist ein Multitalent. Ihre große Leidenschaft ist das Schreiben und hier ist sie ganz nah an ihren Leserinnen. Nach „Bannwald“ und „Blutwald“ ist „Sternenwald“ ihr dritter Roman.

Infos zur Reihe: 
1. Bannwald
3. Sternenwald (Erscheinungsdatum: 25. Mai 2016)

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