Dienstag, 1. März 2016

Rezension: Im Bann der Lilie: Band 1 - Carol Grayson




Titel: Im Bann der Lilie - Band 1
Autorin: Carol Grayson
Seiten: 108  
Verlag: Brighton Verlag
Preis: TB: 9,90 €, ebook: 2,99 € 

Ersterscheinung dieser Ausgabe: 
06. 10. 13
Reihe: Teil 1 von 4







Kurzbeschreibung:
Ein Auftragskiller der ganz besonderen Art sucht Paris im ausgehenden 18. Jahrhundert heim.
Als adeliger und verhasster Bastard geboren wird der junge Marcel Saint-Jacques nach einem Mordanschlag durch den verführerischen und geheimnisvollen Marquis de Montespan zum Vampir gewandelt.
Die Wirren der französischen Revolution trennen Meister und Schüler; jeder geht seinen eigenen Weg und ist doch auf der Suche nach dem anderen und dem eigenen Schicksal, das gerade für den jungen Marcel eine ganz besondere Berufung bereithält.

Meinung:
Ich habe diesen ersten Band mal irgendwo gewonnen. Vampire mag ich eh ganz gerne und mich hat die homoerotische Seite angesprochen gehabt, da ich sowas bisher noch nicht gelesen habe und neugierig darauf bin.

Da dieser erste Band nur 108 Seiten hat (zumindest meine Ausgabe, auch wenn bei Amazon usw. was anderes steht), hatte ich nun keine großartigen Entwicklungen und Überraschung, sondern einfach einen spannenden Einstieg in eine Vampirgeschichte, mit einen für mich eher ungewöhnlichem Fokus, erwartet. 

Jedoch muss ich sagen, dass dieses Buch auch meine eh geringen Erwartungen leider überhaupt nicht erfüllen konnte. 

Die Figuren sind alle extrem durchschaubar und schon fast eindimensional. So extrem ist mir das bisher noch nie begegnet. Wenn es mal Entwicklungen gab, fand ich sie nicht wirklich glaubhaft dargestellt, so zum Beispiel, dass Marcel es so schnell hinnimmt, dass er nun ein Vampir ist. 

Die Handlung selbst entwickelt sich auch eher langsam und gleichzeitig in großen Zeitsprüngen weiter. Während dieser 108 Seiten vergehen um die 100 Jahre, in denen auch immer kurz die Lage in Frankreich zu der Zeit angesprochen wird. Das fand ich noch ganz interessant, da ich so immer gut nachvollziehen konnte, was in der Zeit passiert ist. Jedoch wurde es mir definitiv zu viel des Guten, als dann auch noch Napoleon mit eingebracht und seine Rolle dabei sehr eigenartig mit der Handlung kombiniert wird. Zwar war das in diesem Auftakt nur eine kurze Szene, aber was da geschehen ist, deutet auf eine Rolle hin, die ich total unglaubwürdig finde.  

Auch meine Neugier auf den Aspekt mit der gleichgeschlechtlichen Liebe wurde nicht im Geringsten gestillt. Dieser Aspekt ist nämlich so gut wie nicht vorhanden und eigentlich ziemlich belanglos. Er dient höchstens als Erklärung, wieso sich der Marquis so verhält, aber auch das wurde hier eher in den Raum geworfen und nicht nachvollziehbar dargestellt. 

Ganz nett fand ich, dass bei den Gaben der Vampire kleinere Innovationen ersichtlich und ihre Besonderheiten gut interpretiert waren.  Auch den Schreibstil fand ich gut an die damalige Zeit und Ort angepasst, jedoch an die Geschichte fesseln konnte er mich definitiv nicht. 

Fazit:
Selbst die geringsten Erwartungen haben sich nicht erfüllt.  Extrem flache und vorhersehbare Charaktere, flache Handlung und auch der Aspekt mit der gleichgeschlechtlichen Liebe ist so gut wie kaum vorhanden. Da der Schreibstil ganz gut zum dargestellten Setting passt und zumindest ein paar nette Ideen erkennbar waren, reicht es noch für ein knappes zweites Buchherz, aber das war es auch schon. Weiterlesen werde ich die Reihe definitiv nicht.

Infos zur Autorin (Quelle: Amazon.de):
Carol Grayson - mit bürgerlichem Namen Carola Kickers - entstammt väterlicherseits einer Künstlerfamilie, die seit Generationen im Bereich der Musik, Schriftstellerei sowie Schauspielerei tätig war. Carol Grayson selbst lebt heute am Niederrhein und ist seit frühester Jugend dem Schreiben verbunden. 1996 veröffentlichte der Chr.-Falk Verlag ein erstes Kinderbuch von ihr. Seit 2007 widmet sie sich hauptsächlich dem Fantasy- und Mystery-Genre. Aber auch der ein oder andere Krimi und weitere Kindergeschichten fließen aus ihrer Feder. Unter ihrem Geburtsnamen Carola Kickers wurden zahlreiche Kurzgeschichten, Novellen und Hörbücher veröffentlicht, bevor sie sich 2010 entschloss, unter einem Pseudonym zu schreiben.

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