Dienstag, 8. März 2016

Rezension: Lockwood & Co 2: Der wispernde Schädel - Jonathan Stroud




 Titel: Lockwood & Co -
Der wispernde Schädel 

Autor: Jonathan Stroud
 Seiten: 512

Verlag: cbj  
Preis:  geb. 18,99 €
 Ersterscheinung: 27. 10. 2014  
Reihe: Teil 1 von bisher 3






Kurzbeschreibung:
Dank des spektakulären Erfolgs im Fall der seufzenden Wendeltreppe ist Lockwood & Co. nun eine der angesagtesten Geisteragenturen Londons. Doch inzwischen wird die Metropole bereits von einer Reihe neuer grausiger Ereignisse erschüttert: In einer beispiellosen Diebstahlserie werden mächtige magische Artefakte entwendet und deren Hüter grausam ermordet. Als dann auch noch auf einem Friedhof ein schauerlich eiserner Sarg geborgen wird, dessen Inhalt unter mysteriösen Umständen verschwindet, steht fest: Ein klarer Fall für Lockwood & Co.! Nur wenn das Team um Anthony Lockwood, Lucy und George ihre ganze Genialität im Umgang mit übernatürlichen Ereignissen in die Waagschale wirft, kann es ihnen gelingen, die Verschwörung, die hinter all dem steckt, aufzudecken.

Meinung:
Es ist nun schon wieder über ein Jahr her, dass ich den ersten Teil dieser tollen Reihe gelesen habe, aber trotzdem habe ich ohne Probleme in die Geschichte gefunden. Das liegt vor allem auch daran, dass der Autor anfangs kleine Erinnerungsstützen gibt und nochmal erklärt, um was es bei der Reihe geht. Aber da der Vorgänger für sich abgeschlossen war, kann man auch ohne Vorwissen sehr gut mit diesem Teil in die Reihe einsteigen, ohne irgendetwas zu vermissen. 

Dieses Mal nimmt die Geschichte viel früher Fahrt auf und ist von Beginn an sehr spannend, leicht gruselig und von humorvollen Szenen gespickt. Der Vorgänger war natürlich auch nicht langweilig, aber da gab es viele Rückblenden und Einführungen, auf die man hier einfach verzichten kann. 

Die Grundidee finde ich immer noch sehr interessant,  bin aber doch auch froh, nicht in der von Jonathan Strouds beschriebenen Welt zu leben. Diese Geisterplage ist wirklich nichts für schwache Nerven, auch wenn die Beschreibungen hier auch sehr gut auf die jugendliche Zielgruppe angepasst sind. So gibt es zwar eine anhaltende unheimliche Atmosphäre, welche aber durch viel Witz und Charme der Protagonisten wieder aufgelockert wird. 

Die Figuren sind einfach richtig toll und sehr unterhaltsam. Man lernt sie mit der Zeit auch immer besser kennen und schließt sie einfach ins Herz. Alle drei haben eine direkte Art an sich und lassen immer wieder ihren trockenen Humor einfließen. Unterstützt wird dieser Part dieses Mal auch durch den hinterlistigen Schädel im Glas, der für Unfrieden, aber auch für Unterhaltung sorgt.  Es gibt einige tolle Dialoge oder Kommentare, bei denen  man einfach Schmunzeln oder laut lachen muss.
Und auch wenn alle drei Protagonisten sehr schlagfertig und abenteuerlustig sind, sind sie doch auch etwas tollpatschig und unvorsichtig und reiten sich dadurch immer wieder in gefährliche Situationen.

Die Geschichte entwickelt sich stetig und spannend weiter, auch wenn schon etwas vor Ende wieder erkennbar wird, wer hinter alldem steckt. Der Showdown ist wieder ziemlich fulminant und der Schluss für sich abgeschlossen, auch wenn ein ganz kleiner Cliffhanger die Neugier auf den nächsten Band hochhält. 

Zum Abschluss gibt es wieder ein umfangreiches Glossar, in dem die wichtigsten Begriffe erklärt werden. Ich habe es zwar dieses Mal nicht gebraucht, aber es ist doch schön, wenn man nachlesen kann.

Fazit:
Eine tolle Fortsetzung, die wieder einiges an Grusel, Spannung, Spaß und trockenem Humor mit sich bringt. Alles in allem sehr unterhaltsam und deshalb gibt es wieder gute 4 Buchherzen und eine Leseempfehlung.

Infos zum Autor (Quelle: Amazon):
Als Kind war Jonathan Stroud (*1970) häufig krank und musste viel Zeit im Krankenhaus oder zu Hause im Bett verbringen. Um der Langeweile zu entfliehen, begann er, intensiv zu lesen: Bald war der Boden seines Zimmers mit Büchern komplett bedeckt. Außerdem zeichnete Jonathan Stroud und erfand selbst mit Begeisterung Geschichten. Nach dem Englischstudium arbeitete er einige Jahre als Lektor für Walker Books in London, wo er alles über Kinderbücher lernte. 1999 erschien sein erster Fantasyroman "Drachenglut". Damit war Jonathan Stroud klar, was er in seinem Leben tun wollte. 2001 hängte er seinen Job endgültig an den Nagel, um nur noch Schriftsteller zu sein. Im selben Jahr heiratete er und wurde Vater.

Infos zur Reihe:
1. Lockwood & Co - Die seufzende Wendeltreppe *klick zu meiner Rezension*
2. Lockwood & Co - Der wispernde Schädel

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