Dienstag, 29. März 2016

Rezension: Sturm im Elfenland - Frances G. Hill




Titel: Sturm im Elfenland
 Autorin: Frances G. Hill
  Seiten: 464
Verlag: Ars Edition
 Preis:  19,99 €
 Ersterscheinung: 16. 02. 2011  
Reihe: Nein
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Kurzbeschreibung:
Im Elfenland herrscht Unruhe. Seit König Auberon die Ausübung von Magie verboten hat, regt sich im ganzen Reich Widerstand. Das Leben der jungen Elfe Alana verläuft jedoch unbeschwert - bis eines Tages unerwarteter Besuch auf das Gut ihres Vaters kommt: Der junge Elf Ivaylo soll in Alanas Familie eine neue Heimat finden. Doch bald erkennt Alana, dass der geheimnisvolle Junge in den alten magischen Künsten bewandert ist… Was ist das Geheimnis des Sternensteins, den Ivaylo bei sich trägt? Und warum öffnen sich plötzlich überall im Elfenland gefährliche Dämonentore? Tiefer und tiefer gerät Alana in einen Strudel mysteriöser Ereignisse… doch wie kann sie ihren Gefühlen trauen, wenn sie dabei ist, sich in einen Verräter zu verlieben?

Meinung:
Das Buch lag nun schon einige Jahre ungelesen im Regal, aber nun bin ich endlich dazu gekommen, es zu lesen. 

Der Leser wird zu Beginn mitten in die Geschichte geworfen und erfährt erst nach und nach, was überhaupt Sache ist. Dazu kommt noch, dass es einige Perspektivenwechsel gibt,  die anfangs noch zusätzlich verwirren, mir aber vom Prinzip ziemlich gut gefallen haben. So lernt man mehrere Seiten kennen, die Spannung wird hoch gehalten und bekommt mit der Zeit einen guten Gesamtüberblick über die Lage.

Hervorzuheben ist dabei, dass es mit den Perspektivenwechseln auch verschiedene Erzählweisen gibt. Während die Sicht von der rechten Hand des Königs Munir in der Ich-Perspektive erzählt wird und auch in kursiv gedruckt ist, werden alle andern Perspektiven aus der Sicht der dritten Person erzählt. Die Wahl fand ich anfangs etwas eigenartig, da ich mir für die Ich-Perspektive eher Alana oder noch Ivaylo vorgestellt hätte, aber so war es mal etwas anderes und auch ok. Etwas schade fand ich dann nur, dass im letzten Drittel abrupt auf die Kapitel aus Munirs Sicht verzichtet wurden. 

Aber durch diese Art der Erzählweise lernt man den interessanten Munir besser kennen, der aufgrund der Loyalität zu seinem König und seinen Familienbanden ein bisschen zwischen den Stühlen sitzt.
Generell hat die Autorin sehr faszinierende und viel schichtige Nebenfiguren erschaffen, auch wenn sie gegen Ende etwas zu durchschaubar werden. Die Hauptcharaktere bleiben aber abgesehen von Munir doch ein bisschen zu blass und  fremd. 

Auch von den Charakteren abgesehen, wird die Handlung im letzten Drittel leider ziemlich offensichtlich und vor allem viel zu schnell und zu überstürzt abgehandelt. Weiß man vorher lange Zeit nicht wirklich wohin einen die Handlung genau treiben wird und fühlt man sich sehr gut unterhalten, passt das Ende einfach nicht ganz stimmig dazu und hinterlässt einen etwas schalen Beigeschmack. 

Positiv überrascht hat mich auch die Tatsache, dass die angedeutete Liebesgeschichte eher eine Nebenrolle einnimmt und nicht, wie so oft, den Haupthandlungsstrang stellt. 

Außerdem bekommt man nicht nur Einsicht in die Welt der Elfen, sondern auch in die Sitten und Traditionen der Zwerge und diese  Verbindung hat mir sehr gut gefallen. 

Fazit:
Eine Fantasygeschichte mit vielen tollen Elementen, wie vielschichtigen Nebenfiguren, netten Handlungssträngen und wechselnden Erzählperspektiven, aber auch einigen Sachen, die man noch ein bisschen besser machen hätte können. Vor allem das letzte Drittel ist zu durchschaubar und so wird  es Buch etwas zu hektisch und nicht ganz befriedigend abgeschlossen.  Am Ende überwiegt aber das Positive und ich vergebe gute 3,5 Buchherzen. 

Infos zur Autorin (Quelle: bloomoon-verlag.de):
Susanne Gerdom, alias Frances G. Hill, lebt und arbeitet als freie Autorin und Schreibcoach mit ihrer Familie und vier Katzen am Niederrhein. Sie schreibt seit mehr als einem Jahrzehnt Fantasy und Romane für Jugendliche und Erwachsene.

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