Samstag, 26. März 2016

*Rezension* Two Boys Kissing - David Levithan




Titel: Two Boys Kissing
Autor: David Levithan
ISBN:  978-3737351850
Seiten: 288
Verlag: Fischer KJB
Ersterscheinung: 24. September 2015
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: 14,99 €  gebunden

Kurzbeschreibung
»Harry küsst Craig und spürt etwas, das größer ist als sie beide, etwas, das über den Kuss hinausreicht. Er greift nicht danach – noch nicht. Aber er weiß, dass es da ist. Und damit wird dieser Kuss anders als all ihre anderen Küsse zuvor. Das weiß er sofort.«

Craig und Harry wollen ein Zeichen für alle schwulen Jungs setzen. Dafür küssen sie sich. 32 Stunden, 12 Minuten und 10 Sekunden. So lange dauert es, um den Weltrekord im Langzeitküssen zu brechen. So lange dauert es, sich über die Gefühle füreinander klarzuwerden, nachdem man sich doch eigentlich gerade getrennt hat. So lange dauert es, das Leben aller schwulen Pärchen in der Umgebung für immer zu verändern …
Geschickt verwebt David Levithan all ihre Geschichten zu einer großen Geschichte über homosexuelle Jugendliche von heute. Vor allem aber beschreibt er in poetischen Worten die Liebe in all ihren Facetten.

Meinung
Schon auf den ersten paar Seiten merkte ich, dass dies nicht ein Buch für mich werden würde. Der Klappentext und das Cover haben mich zwar angesprochen, aber beim Lesen bemerkte ich, das der Schreibstil etwas Besonderes war, mit dem ich leider nicht klar kam. Auch hat dieses Werk des Autors David Levithan keine Kapitel und viele, viele Absätze.

Mit seinen 288 Seiten ist „Two Boys Kissing“ ja eigentlich ein kurzes Buch, was sich bei mir allerdings sehr in die Länge zog. Ich weiß auch nicht genau warum, aber es hatte etwas an sich, was mich teilweise sehr verwirrte.

Die Handlung sah so aus, das ich Einblick in das Leben von 6 Jugendlichen bekam, über ihren Umgang mit ihrem „Schwul-Sein“ und wie die Außenstehenden damit umgingen. Ich muss gestehen, es hörte sich wirklich schwierig an und ich wollte zu keiner Zeit in deren Haut stecken. Ich bemerkte, dass diese Lebensart immer noch nicht wirklich von der Menschheit akzeptiert wird, was ich persönlich doof finde. Es sind auch nur Menschen wie wir und jeder sollte sein Leben so leben, wie er sich fühlt.

Das Hauptaugenmerk liegt bei Harry und Craig, die einen Weltrekord im Küssen aufstellen wollen und darum werden die anderen Handlungsstränge gewoben, welche dann am Schluss zusammen kommen.

Was mich etwas störte, war die Geschichte selbst. Sie war zwar gut aufgebaut, für mich sah es aber nicht nach einem zusammenhängenden Roman aus, sondern gestaltete sich eher berichtsmäßig. Mir fehlten die Emotionen, die Wärme und einfach das Zusammenhängende.

Die Charaktere wurden vom Autor gut in Szene gesetzt, wobei ich mich mit keinem so richtig identifizieren konnte. Durch das berichtmäßige, kam ich an keinen so richtig ran und erfuhr auch ziemlich wenig über jede einzelne Person. Die Umgebungsbeschreibungen hätten auch etwas ausführlicher sein können, ein Kopfkino entstand diesmal leider nicht.

Fazit
„Two Boys Kissing“ war für mich ein kurzweiliger „Roman“ (eher Bericht) über Jugendliche und ihr Leben. Für mich war es zu flach und die Charaktere zu unscheinbar. Dafür kann ich leider nur gutgemeinte 2 von 5 Buchherzen und keine Leseempfehlung vergeben.


Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
David Levithan, geboren 1972, ist Verleger eines der größten Kinder- und Jugendbuchverlage in den USA und Autor vieler erfolgreicher Jugendbücher, unter anderem ›Will & Will‹ (gemeinsam mit John Green) und ›Two Boys Kissing‹. Sein Roman ›Letztendlich sind wir dem Universum egal‹ erhielt den Deutschen Jugendliteraturpreis 2015 in der Kategorie Jugendjury. Er lebt in Hoboken, New Jersey.

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