Samstag, 9. April 2016

Rezension: Angels Fall - Susanne Leuders




Titel: Angels Fall
Autorin: Susanne Leuders
    Seiten: 296
Verlag: Verlagshaus el Gato
  Preis: TB: 13, 90 €, HC: 22,50 €
Ersterscheinung: 01. 10. 2015
Reihe: Nein







Kurzbeschreibung:
Die siebzehnjährige Amelie von Engelsbach hat eigentlich alles, was man braucht: Ein finanzstarkes Elternhaus, einen traditionsreichen Namen und damit einen Türöffner für die Welt der Reichen.
Nach einem Unfall gerät Amelies Welt allerdings vollkommen aus dem Ruder. Sie verliert sich in einer selbst gewählten Isolation und bringt sich immer wieder in gefährliche Situationen.
Im Internet lernt sie Striker kennen, der ihr Halt gibt und zu ihrem einzigen Freund wird. Doch als sie erfährt, wer wirklich hinter diesem Nickname steckt, droht auch diese Freundschaft zu zerbrechen.
Aber dann erschüttert die nächste Katastrophe Amelies Leben und ihr wird klar, dass sie außer Striker niemanden hat, der zu ihr steht. Selbst wenn sie dadurch wieder in Gefahr gerät… 

Meinung:
Zuerst einmal muss ich ein paar Worte zu dem fantastischen Cover verlieren, denn das hat mich sofort angesprochen und haut im immer noch um. Es vermittelt zwar auf den ersten Blick eher den Eindruck einer Fantasygeschichte, aber es passt super zum Inhalt und ist zu Recht ein absoluter Blickfänger.

„Angels Fall“ einfach als Jugendthriller zu bezeichnen, ist mir etwas zu wenig. Denn die Geschichte bietet neben Gefahr und Spannung noch so viel mehr. Nämlich einiges an Dramatik, aber auch Freundschaft, Vertrauen und Liebe spielen eine Rolle. 

Amelie hat es nicht leicht. Obwohl ihre Eltern genug Geld haben fehlt es an zwischenmenschlichen Gefühlen. Sie ist innerlich zerbrochen und rebelliert wo sie nur kann. Dadurch ist sie zwar nicht unbedingt ein Lieblingsprotagonist und handelt oftmals ziemlich unlogisch, aber ihre Sicht der Dinge wird so realistisch dargestellt, dass ich die Handlungen aus ihrer Sicht fast immer nachvollziehen konnte. 

Auch Striker hat Probleme. Diese sind zwar nicht so offensichtlich und wirken sich auch nicht so deutlich auf sein Leben aus, aber je weiter die Geschichte voranschreitet, desto auffallender werden sie. Dennoch fand ich ihn sehr sympathisch und eindrucksvoll. 

Die Handlung ist auf jeden Fall aufwühlend, berührend und spannend. Mir haben die Zwischentöne von Susanne Leuders sehr gut gefallen. So konnte ich die Internetfreundschaft von Angel und Striker sehr gut nachvollziehen oder fand es auch gut, dass sich keine schnelle 0815 Liebesgeschichte daraus entwickelt hat. 

Die Thrillerelemente waren auf jeden Fall spannungsreich und packend. Auf viele meiner anfangs offenen Fragen oder Kritikpunkte hat die Autorin die richtigen Antworten gegeben und mich damit überzeugt. 

Zumindest bis zum letzten Drittel, denn dann gerät alles etwas ins Stocken und es entwickelt sich nicht so, wie ich mir das gewünscht hätte. Amelie verrennt sich ein bisschen und läuft sehenden Auges in ihr Unglück ohne auf Hinweise oder Warnungen zu achten.  Auch wenn ich es aus ihrer Sicht wirklich nachvollziehen konnte, hat es mich als Außenstehende mit der Zeit definitiv etwas genervt.

Der Showdown hatte es wieder in sich und das Ende passt auch tatsächlich zu den Figuren, aber mich hat es dann doch irgendwie nicht zu 100 Prozent zufrieden zurückgelassen. Da hätte ich mir noch ein bisschen mehr gewünscht. 

Fazit:
„Angels Fall“ ist eine besondere Geschichte, die man nicht nur unter ein Genre packen kann. Es gibt Dramatik, Liebe und viele Gefahren. Auch wenn nicht alle Handlungen immer total logisch erscheinen, sind sie aus Sicht der Protagonisten doch authentisch und nachvollziehbar beschrieben. Im letzten Drittel wurden mir manche Handlungen aber doch ein bisschen zu unliebsam und auch das Ende hat mich leider nicht ganz zufriedengestellt, auch wenn es prinzipiell zur Geschichte passt. Abschließend vergebe ich gute 3,5 Buchherzen und eine Leseempfehlung, denn lesenswert ist „Angels Fall“ allemal. 
Herzlichen Dank an das Verlagshaus el Gato für die Bereitstellung des Leseexemplars.

Infos zur Autorin (Quelle: Amazon.de):
Mit dem Schreiben fing Susanne Leuders an, als sie 2011 mit ihrer Familie für zwei Jahre nach Belgien ging und im ersten Jahr beruflich pausierte. Bisher hatte sie ihre Kreativität immer in ihrem Beruf als Grundschullehrerin und ihrem Hobby - dem Singen in Rock-, Pop-, Soul- und Jazzbands - ausleben können. Doch nachdem sie für den Auslandsaufenthalt beides zeitweilig aufgeben musste, erfüllte sie sich endlich einen langjährig gehegten Wunsch: Das Schreiben eines Romanes.
So entstand die Etenya-Saga, eine Fantasy-Trilogie für Jugendliche und junge Erwachsene, die 2014/2015 im Verlagshaus el Gato erscheinen wird. Darüber hinaus wurden einige ihrer Kurzgeschichten für Anthologien des net-Verlags ausgewählt.

Kommentare:

  1. Huhu!

    Schöne Rezension, der ich nur zustimmen kann! Mir hat das Buch gut gefallen, ich mag den Schreibstil von Susanne Leuders auch sehr gerne - ich hatte vorher schon die Etenya-Saga von ihr gelesen. :-)

    LG,
    Mikka

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    1. Danke :)
      Ja, die Etenya-Saga ist auf jeden Fall auch auf die Wunschliste gewandert, mal gucken, ob ich wirklich mal dazu komme, sie zu lesen. :D

      lg, Steff

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  2. Tolle Rezension! Schön, dass dir das Buch grundsätzlich gefallen hat.❤️ Weil dir das Ende nicht so zugesagt hat, gibt es bald einen Folgeband...;)
    Liebe Grüße
    Susanne

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