Sonntag, 17. April 2016

Rezension: Osterfeuer - Ella Danz




Titel: Osterfeuer
Autorin: Ella Danz
 Seiten: 326
  Verlag: Gmeiner
 Preis: 9, 90 € 
Ersterscheinung: 01. 02. 06
  Reihe: Teil 1 von (bisher) 9






Kurzbeschreibung:
Die erfolgreiche Kochbuchautorin Trude Kampmann wollte das Osterwochenende mit ihren Freundinnen eigentlich nutzen, um ihnen die Schönheiten ihrer ostholsteinischen Wahlheimat zu zeigen und sie mit eigenen Kreationen aus der Landhausküche zu verwöhnen. Doch die Vorfreude wird getrübt, als auch Margot aus dem Auto steigt, von der sich Trude gewünscht hatte, sie nie wieder zu sehen. Als Margot zwei Tage später, am Morgen nach dem traditionellen Osterfeuerfest, tot im Mühlteich gefunden wird, sind Ruhe und Frieden auf dem malerischen Anwesen endgültig dahin.
Ein äußerst verzwickter Fall, der dem Lübecker Hauptkommissar Georg Angermüller - ein ruhiger, zur Melancholie neigender Franke, den die Liebe in den Norden verschlagen hat und der einem guten Essen nie abgeneigt ist, - gewaltig auf den Magen schlägt.

Meinung:
Ich habe nun wirklich keinen extrem rasanten Krimi erwartet und das ist auch gut so. Vor allem die ersten zwei Kapitel beschäftigen sich nur damit die Figuren mit allen Einzelheiten genau vorzustellen. Dies ist zwar für den weiteren Verlauf der Geschichte nicht ganz unnötig, aber ein bisschen kürzen hätte man das schon können.

Danach nimmt die Geschichte etwas mehr Fahrt auf, aber nur so viel, dass sich die Geschichte recht gut lesen lässt. Es kommt zu dem Mord und schnell werden erste Schlüsse gezogen, die dann wieder entkräftet werden und dann beginnt es von neuem. Die Art und Weise wie die Autorin ihre potentiellen Täter auswählt und in die Geschichte integriert fand ich eigentlich ganz solide gemacht. Man hätte zwar auch da noch ein bisschen mehr Spannung rein bringen können, aber im Großen und Ganzen war es schon ok.

Die Autorin gibt auch keine definitiven Hinweise auf den wirklichen Täter, auch wenn ich selbst schon recht bald die richtige Vermutung hatte. Jedoch wird am Ende alles erklärt und schön stimmig aufgelöst. 

In dem Krimi geht es ja nicht nur um die Mordermittlung, sondern auch das Privatleben der Figuren und vor allem das Kochen spielen eine große Rolle. Obwohl ich den Krimi sonst eher als lockere Geschichte beschreiben würde gibt es im Privatleben einige unschöne Geheimnisse zu entdecken, die dem Ganzen noch eine kleine Priese Tragik verleihen.

Die Rezepte fand ich ein bisschen sehr speziell, aber gut, ich hab es eh nicht so mit Kochen. Sie haben mich nicht gestört und für Menschen, die sich dafür interessieren sind sie bestimmt ganz interessant.

Fazit:
„Osterfeuer“ ist ein ruhiger Regionalkrimi der viel Wert auf die Figuren und das drum rum legt. Dabei ist die Spannung vielleicht nicht immer enorm, aber durch die vielen kleinen Entwicklungen kann man das Buch recht gut und ohne große Anstrengungen lesen. Alles in allem unspektakuläre, aber solide Unterhaltung, die ich mit knappen 3 Buchherzen belohne.

Infos zur Autorin (Quelle: Amazon.de):
Ella Danz, in Coburg/Oberfranken geboren, lebt und arbeitet heute in Berlin. Sie hat Publizistik, Theaterwissenschaften und Sinologie studiert und ist seit 1983 mittätige Gesellschafterin in einem ökologisch orientierten Unternehmen. Mit einem Ostholsteiner verheiratet, nutzt Ella Danz bei ihren häufigen Aufenthalten dort die Gelegenheit, das Land und seine Bewohner kennen und schätzen zu lernen - und natürlich in die Kochtöpfe zu schauen.

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