Montag, 27. Juni 2016

Rezension: Am Ende der Unschuld - Silke Ziegler




Titel: Am Ende der Unschuld
  Autor: Silke Ziegler
  Seiten: 394
Verlag: bookshouse
Ersterscheinung: 27. 04. 2016
Reihe: Nein
Preis: ebook: 3,99 €, TB: 13,99 €
 







Kurzbeschreibung:
Eine Journalistin, die alles aufs Spiel setzt. Ein verurteilter Mörder, der nichts zu verlieren hat. Und ein Auftrag, der sich zu einem wahren Albtraum entwickelt.

Die Journalistin Milla reist für den Auftrag ihres Lebens nach Paris: Sie soll einen Leitartikel über den ehemaligen Enthüllungsreporter Robert Hoffmann verfassen, der seine Verlobte vor fünf Jahren brutal vergewaltigt und ermordet hat.
Bei ihren Interviews verwirrt sie der charismatische Hoffmann jedoch zusehends mit seinem merkwürdigen Verhalten. Ein weiterer Mord, eine bedrohliche E-Mail und beunruhigende Zeugenbefragungen veranlassen Milla schließlich, sich eingehender mit dem Jahre zurückliegenden Mordfall zu befassen. Doch welche Pläne verfolgt der verurteilte Mörder in Wirklichkeit?

Meinung:
Nachdem mich das Debüt der Autorin positiv überrascht hat, war ich natürlich auch auf ihr neues Werk gespannt.

Und die Geschichte startet mit dem Prolog, in dem man Zeuge des Mordes wird, gleich schockierend und fesselnd. 

Danach geht das Tempo ein bisschen zurück, aber trotzdem gibt es immer was zu entdecken. Erst Informationen über Millas Leben und ihre Persönlichkeit und mit der Zeit immer mehr aus Roberts Sicht und über die damaligen Erlebnisse. 

Da es zwischendurch geheimnisvolle Zwischenkapitel gibt, kommt man doch auch immer wieder ins überlegen, ob Robert nun schuldig ist, oder nicht und auch die Gefahr für Milla wird immer greifbarer. 

Auch wenn ein paar interessante Wendungen gibt, hat manches doch einen leicht vorhersehbaren Touch. So ist natürlich klar, dass sich eine Romanze entwickelt und auch den geheimnisvollen Drahtzieher hatte ich schon sehr bald erkannt. 

Dennoch lässt sich der Romantik-Thriller echt gut und flüssig lesen und die Spannung bleibt erhalten, da die Gründe und Zusammenhänge ja noch aufgedeckt werden müssen. Und zusätzlich gibt es noch einen schönen Schuss "Frankreichfeeling".

Die Wendung, die das Finale einleitet, fand ich anfangs ziemlich übertrieben. Jedoch wird dazu später noch einiges aufgedeckt, weshalb ich sie jetzt im Nachhinein durchaus runder und passender finde und mit dem antwortfreudigen Abschluss auch vollauf zufrieden bin. 

Die Figuren sind authentisch beschrieben und bekommen mit der Zeit immer mehr Tiefe und Kanten. Auch die Nebenfiguren passen gut zur Geschichte und verleiten zu mancher Spekulation.

Fazit:
Ein gut geschriebener und unterhaltsamer Romantik-Thriller, der ein paar Stunden Lesespaß bietet. Trotz gewisser Vorhersehbarkeiten gibt es einige interessante Wendungen, gut beschriebene Charaktere und die Beantwortung aller Fragen. Deshalb gibt es von mir 4 Buchherzen. 
 Herzlichen Dank an die Autorin und den bookshouse Verlag für das Ebook.

Infos zur Autorin (Quelle: Amazon.de):
Silke Ziegler lebt mit ihrer Familie in Weinheim an der Bergstraße. Als gelernte Finanzassistentin arbeitete sie bis zur Geburt ihrer Kinder in diversen Kreditinstituten, bevor sie vor einigen Jahren an der Universität Heidelberg wieder ins Berufsleben einstieg.
Die Liebe zum Buch entdeckte sie schon während ihrer Schulzeit. Das Lesen von Krimis und Thrillern zieht sich wie ein roter Faden als Hobby durch ihr Leben.
Zum Schreiben fand sie vor drei Jahren während einer beruflichen Neuorientierungsphase. Seitdem hat sie die Faszination, selbsterdachte und – entwickelte Geschichten zu Papier zu bringen, nicht mehr losgelassen. Ihren Debütroman „Tödlicher Verrat“ veröffentlichte sie im Oktober 2014, im April 2016 folgt „Am Ende der Unschuld“, eine weitere Krimiromanze. Ihr drittes Buch wird bereits im Sommer 2016 veröffentlicht. Die nächsten Ideen befinden sich in der Planung.
Die Reisen, die Silke Ziegler mit ihrer Familie unternimmt, inspirieren sie immer wieder zu neuen Geschichten, Handlungssträngen und Ausgangsideen für weitere Schreibprojekte.


1 Kommentar:

  1. Genau dieser Meinung bin ich auch: Einige Dinge waren vorhersehbar, aber trotzdem gab es genügend Spielraum für Unvorhergesehenes, so dass man neugierig ist und immer weiter lesen muss.

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