Mittwoch, 10. August 2016

*Rezension* Under Water - Matt de la Pena




Titel: Under Water
Autor: Matt de la Pena
ISBN: 978-3423716864
Seiten: 352
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Ersterscheinung: 24. Juni 2016
Preis: 9,95 €  Taschenbuch

Kurzbeschreibung
Überleben ist erst der Anfang

Sonne, Meer und Mädchen in Bikinis – so schlimm wird der Ferienjob auf dem Luxuskreuzfahrtschiff schon nicht werden, denkt sich Shy. Aber dann erschüttert ein ungeheures Erdbeben Kalifornien und löst einen Tsunami aus ...

Und das ist erst der Anfang …

Meinung
Durch den interessanten und spannenden Klappentext und das tolle Cover (oberhalb der Wasseroberfläche und der Rücken des Buches sind matt und unterhalb im Wasser ist es glänzend gedruckt worden) wurde ich aufmerksam auf dieses Buch. Ich war sehr gespannt und war ganz neugierig darauf.

Ich kam ganz gut in das Buch rein, was am ziemlich einfachen und flüssigen Schreibstil des Autors lag. Die Seiten ließen sich schnell lesen und flogen nur so dahin. Leider passierte nicht wirklich etwas Aufregendes bis circa zur Hälfte des Buches. Es gab mehrere langwierige Passagen und immer wenn ich meinte, jetzt kommts, wurde mir gleich wieder der Wind aus den Segeln genommen und es plätscherte weiter.

Der Großteil des Romans spielte sich auf einem Kreuzfahrtschiff mit überwiegend reichen Leuten ab. Ich lernte die Haupt- und Nebencharaktere kennen und es wurde mir anschaulich dargelegt, dass dort strikte Klassentrennung herrschte. Dadurch wurden die Personen leider nicht zu Sympathieträgern für mich. Der krasse Schnitt zwischen arm und reich wurde hier sehr verdeutlicht, was teilweise etwas arrogant rüber kam.

Dann erfuhr ich auch noch mittendrin Brocken von der sogenannten „Romero-Krankheit“. Shys Großmutter war daran gestorben und sein Neffe litt gerade darunter. Dieser zweite Strang war aber anfangs nur im Hintergrund bedingt. Gegen Ende des Buches aber, nachdem der Tsunami alles kurz und klein gemacht hatte und es nur wenige Überlebende gab, erfuhr ich mehr. Und war dann ziemlich geschockt. Was dann kam, war für mich völlig unerwartete und es trat endlich die heißersehnte Spannung auf. Manchmal kommt eben das Beste erst zum Schluß…..

Dennoch war alles für mich persönlich alles etwas zu viel. Es wurden so viele verschiedenen Themen angeschnitten, wobei leider die Spannung auf der Strecke blieb. Vielleicht wäre man mit nur einem Thema, z.B. der Virus und dessen Bekämpfung , und diesem dafür ausführlicher, besser dran gewesen.

Das Ende war dann ok, wobei schon noch einige Fragen bei mir übrig blieben. Das Buch lässt mich mit einem etwas schalen Gefühl zurück, vielleicht habe ich ja zu viel erwartet.

Fazit
„Under Water“ konnte mich nur bedingt überzeugen. Es wurden zu viele Themen bearbeitet, dafür leider zu lapidar. Spannung kam dann nur zum Schluss auf und die Charaktere erschienen mir flach und leblos. Die Grundidee fand ich klasse, dennoch wurde das mögliche Potential leider nicht genug ausgeschöpft. Ich vergebe gutgemeinte 3,5 von 5 Buchherzen…….

Vielen Dank an den dtv Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplares.

Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
Matt de la Peña studierte Kreatives Schreiben an der San Diego State University und der University of the Pacific. Er lebt mit seiner Familie in Brooklyn.

Kommentare:

  1. Huhu :D

    Ich habe mich in deiner Rezension genau wieder erkannt. Mich konnte das Buch auch nicht überzeugen. Meiner Meinung nach hat der Autor zu viele gute Idee gehabt und konnte sich daher kaum mit ihnen auseinandersetzen. Mich persönlich hätte der Handlungsstrang am Ende (auf der Insel) am meisten interessiert. Schade, dass man so wenig erfahren hat und das Buch nun dort geendet hat.

    Meine Rezension kannst du noch auf meinem Blog finden.

    Grüße
    Sara von Saras etwas andere Bücherwelt

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    1. Hallo Sara, ja da muss ich dir recht geben. Deine Rezi werde ich mir noch anschauen....

      Lg. Heike

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  2. Huhu,

    schade, dass dich das Buch nicht komplett überzeugen konnte. Mir ist das Buch auch schon aufgefallen und ich will es eigentlich schon noch lesen...

    Liebe Grüße
    Jasmin

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    1. Hallo Jasmin,

      lesen solltest du es auf jeden Fall, denn es waren ja gute Ansätze da, nur halt zu viel auf einmal....vielleicht gefällts dir ja besser....

      Lg. Heike

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