Sonntag, 9. Oktober 2016

*Hörbuchrezension* Mind Control - Stephen King




Titel: Mind Control
Autor: Stephen King
Sprecher: David Nathan
ASIN:  B01KMKZU3Y
Verlag: Random House Audio
Seitenanzahl der Printausgabe: 528
Ersterscheinung: 9. September 2016
Laufzeit: 13 h 55 m  ungekürzt
Preis: 19,99 €  MP3

Kurzbeschreibung
In Zimmer 217 ist etwas aufgewacht. Etwas Böses. Brady Hartsfield, verantwortlich für das Mercedes-Killer-Massaker, liegt seit fünf Jahren in einer Klinik für Neurotraumatologie im Wachkoma. Seinen Ärzten zufolge wird er sich nie erholen. Doch hinter dem Sabbern und In-die-Gegend-Starren ist Brady bei Bewusstsein – und er besitzt tödliche neue Kräfte, mit denen er unvorstellbares Unheil anrichten kann, ohne sein Krankenzimmer zu verlassen.

Meinung
Ich liebe Stephen King und somit war von vorn herein klar, dass ich „Mind Control“ unbedingt haben musste. Meine Lesezeit ist momentan recht begrenzt, aber zum Hören komme ich in der Arbeit viel. „Mind Control“ ist der dritte Teil und letzte Teil der Bill Hodges Trilogie, ein würdiger Abschluss, aber für meinen Geschmack diesmal etwas zu lasch.

Die Geschichte knüpft nahtlos an seinen Vorgänger „Finderlohn“ an und somit war ich schnell wieder mittendrin und lauschte gespannt dem Erzähler David Nathan, der seine Sache wie immer sehr gut machte. Die letzte Runde rund um Hodges und Hartsfield begann und war auch ziemlich spannend. Wobei, es kam mir diesmal nicht wie ein typischer King vor. Es fehlte mir das gewisse Extra. Der Kick, das Gruselige. Dementsprechend kann ich es diesmal nur als besseren Krimi titulieren.

Grundthema hierbei war Gedankenmanipulation und den dadurch entstehenden Suizid. Alles durch das Spielen einer Konsole und eines bestimmten Spiels.  Schwerwiegend und an manchen Stellen etwas verwirrend und ich denke, dass dies in der Realität nicht wirklich so sein könnte, was ihn dann auf mich etwas unrealistisch wirken ließ.

Nichtsdestotrotz erschien mir der Plot aus Sicht des Autors gut durchdacht und nachvollziehbar. Es gab auch wieder  Einblicke in die einzelnen Privatleben. Diese wurde gut dosiert und tauchten in der Geschichte immer mal wieder auf. Die Vermischung von Realem und Fiktion stach wieder gut heraus.

Die Charaktere waren ja schon alle durch die beiden Vorgängerbände bekannt und haben sich meiner Meinung auch sehr gut weiter entwickelt. Herr King gab ihnen wieder viel Raum für positive und negative Emotionen, sodass eine sehr dichte Atmosphäre und teils knisternde Spannung entstehen konnte.  Die Umgebungsbeschreibungen waren klasse, ein Kopfkino konnte entstehen.

Das Ende war ausreichend und würdig. Alles wurde aufgeklärt und niemand entging seiner gerechten Strafe. Dennoch hätte ich mir persönlich etwas mehr Pep gewünscht. Hoffentlich gibt es bald wieder was Neues vom Autor des Horrors, welches dann auch wieder mehr zum Gruseln einlädt.

Fazit
Würdiges Ende der Trilogie. Mir fehlte etwas die Spannung, ansonsten toll gemacht. Ich weiß schon, warum Herr King zu meinen Lieblingsautoren gehört. Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Buchherzen und eine klare Hör-/Leseempfehlung.

Vielen Dank an den Random House Audio Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplares.

Infos zum Autor und zum Sprecher: (Quelle Amazon)
Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem »Edgar Allan Poe Award« den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag, zuletzt der Spiegel-Bestseller Mind Control.

David Nathan ist Dialogbuchautor und -regisseur und als deutsche Stimme von Christian Bale, Johnny Depp oder Paul Walker in zahlreichen Kinofilmen zu hören. Mit seiner prägnanten, dunklen Stimme ist er einer der gefragtesten Hörbuchsprecher Deutschlands – und „die deutsche Stimme“ von Stephen King.

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