Montag, 8. Mai 2017

*Rezension* Der letzte Überlebende - Sam Pivnik




Titel: Der letzte Überlebende
Autor: Sam Pivnik
ISBN: 978-3806234787
Seiten: 296
Verlag: Theiss, Konrad
Ersterscheinung: 13. März 2017
Preis: 19,95 €  gebunden

Kurzbeschreibung
Sam war gerade mal 13 Jahre alt, als die Wehrmacht in Polen einmarschierte. Mit der Familie lebte er in einem oberschlesischen Städtchen, der Vater war Schneider und stopfte den Leuten die Hosen. Da wurde aus dem Städtchen ein Ghetto, und Sam, der damals noch »Szlamek« hieß, war mittendrin. Er überlebte - auch das Grauen von Auschwitz, die Selektion durch Mengele, die Zwangsarbeit, den Todesmarsch, den Schiffbruch der Cap Arcona. Unzählige Male entging er dem Tod. All das erlebte Sam in den kurzen Jahren seiner Kindheit und Jugend. Der Krieg ließ keine Möglichkeit, an ein Morgen zu denken. Und wen interessierte nach dem Krieg das Gestern? Am Ende seines unglaublichen Lebens gelingt es Sam Pivnik, einem der letzten Überlebenden von Auschwitz, darüber zu sprechen.

Meinung
Mittendrin lese ich gerne mal eine „Wahre Geschichte“. Das Thema Holocaust hat mich schon immer interessiert und als ich die Anfrage vom Literaturtest bekam, ob ich dieses Buch gerne lesen möchte, stimmte ich zu. Gebannt machte ich mich ans Lesen.

Es gibt ja viele Thema rund um Judenverfolgung und was damals alles geschah. Ich habe auch schon ziemlich viele davon gelesen und der Autor hat in seiner Biografie dieses genau auf den gebracht. Sehr authentisch, real und ohne Verschönigungen durfte ich Einblick in das Leben von Herrn Pivnik nehmen.

Mit dreizehn Jahren war seine Kindheit vorbei und ein grausames Leben begann. Vom Bruder getrennt, die Eltern und anderen Geschwister vergast, kommt Sam nach Auschwitz und erlebt die Grausamkeiten jeden Tag aufs Neue. Ein paar Mal springt er dem Tod von der Schippe. Gewöhnt sich allerdings an alles, nur um zu überleben. Manchmal habe ich mir schon gedacht, wie kann ein 13 jähriger Junge dies verkraften? Aber auch nach der Zeit im Lager, ging nicht immer alles reibungslos weiter. Hier erhielt ich als Leser weitere Einblicke und war erstaunt darüber, wie Sam sein weiteres Leben gemeistert hat. Er hat überlebt, aber nicht ohne seelische Spuren…..

Die Geschichte ging einfach unter die Haut, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und war teilweise richtig traurig darüber. Der fesselnde und bildgewaltige Schreibstil taten auch noch seines dazu und somit hatte ich das Buch schnell durch. Mittendrin befinden sich einige Seiten Bildmaterial mit Erklärungen.

Fazit
Die Autobiographie „Der letzte Überlebende“ kann ich jedem nur ans Herz legen. Es ist ein emotionales, welches viele unterschiedliche Reaktionen bei mir hervor brachte. Gut es gibt schon einige Bücher über dieses Thema, aber dieses hat mich sehr berührt. Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Buchherzen und eine klare Leseempfehlung.


Vielen Dank an den Literaturtes und dem Theiss Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplares.

Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
1926 geboren, wächst Sam im schönen oberschlesischen Städtchen Bedzin auf. Am 1. September 1939, Sams 13. Geburtstag, überfallen die Deutschen Polen. Über das, was dann geschah, hat Sam Pivnik lange geschwiegen. Er lebt heute in einem Seniorenheim in London.

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