Donnerstag, 19. Januar 2017

Top Ten Thursday #39 - Die Enttäuschungen aus 2016

Huhu ihr Lieben,

und schon wieder ist Zeit für den nächsten Top Ten Thursday. Wie immer wird die Aktion von Steffis Bücher Bloggeria veranstaltet und wenn ihr auch mitmachen möchtet, könnt ihr gerne bei Steffi vorbeischauen.


 Das Thema für diese Woche lautet:


 Eure 10 Bücherflops aus 2016


Flops hat keiner gern, aber sie gehören einfach dazu. Zum Glück hatten wir beide im letzten Jahr nicht ganz so viele, weshalb wir uns bei dem Thema mal wieder zusammengetan haben und uns auf die Flops mit Rezensionen beschränkt haben. Denn wir wollen euch ja auch die Chance geben zu erfahren, wieso uns die Bücher nicht gefallen haben, weshalb die Links euch direkt zu den jeweiligen Kritiken führen.


- Jane Austens Northanger Abbey - Val McDermid
- Two Boys Kissing: Jede Sekunde zählt - David Levithan
- Die Spreewaldgurkenverschwörung - Cathrin Moeller
- Das verbotene Eden 1: David und Juna - Thomas Thiemeyer
- Zorn und Morgenröte - Renée Abdieh (damit gehör ich auf jeden Fall zur Minderheit, aber ich bin mit dem Buch einfach nicht warm geworden und war dann so enttäuscht...)
- Bannwald - Julie Heiland
- Interview mit einem Mörder - Bernhard Aichner
- Der Rache süßer Atem - Christine Eichel
- Ein ganz besonderer Weihnachtswunsch - Julia Williams
- Willkommen in Night Vale - Joseph Fink/ Jeffrey Cranor



Welche Bücher haben euch im letzten Jahr enttäuscht?



Das Thema für nächste Woche lautet:
10 Bücher, die du beim TTT noch nie vorgestellt hast

Liebe Grüße,
Steffi und Heike

Dienstag, 17. Januar 2017

*Rezension* 30 Sekunden zu spät - Kaja Bergmann




Titel: 30 Sekunden zu spät
Autor: Kaja Bergmann
ISBN:  978-3956690754
Seiten: 176
Verlag: Bookspot
Ersterscheinung: 30. November 2016
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Preis: 12,95 €  Taschenbuch

Kurzbeschreibung
„Der 12. September 2015. Ich weiß, dass ich gerade im Seniorenheim stehe. Ich weiß, dass ich meinen Opa besuche. Ich weiß, wer ich bin. Nepomuk. Ich bin Nepomuk. Mein Opa weiß es nicht.
Meine Freundin holt mich ab, Miranda. Wir packen unsere Sachen und fahren los, Richtung Nordsee. Einfach so, von einem Moment auf den anderen, ganz spontan. Ich hasse Spontanität!
Wir kommen in Büsum an, mein Kopf tut weh, immer öfter, immer stärker. Miranda fühlt sich verfolgt, immer öfter, immer stärker. Doch ich nehme sie nicht ernst, bin abgelenkt, suche etwas. Etwas. Etwas stimmt nicht, etwas ist seltsam – was läuft hier falsch? Ich weiß es nicht.
Und dann … Tod. Zu spät. Nur ein wenig, nur 30 Sekunden. Nur 30 Sekunden früher, dann wäre … Vielleicht wäre dann alles anders.“

Meinung
„30 Sekunden zu spät“ ist ein All-Age-Roman, also für jedes Alter geeignet. Das tolle Cover und der interessante Klappentext machten mich aufmerksam auf dieses Buch. Es hat nur 176 Seiten und somit für mich ein kleines Schmankerl für Zwischendurch.

Das Buch wurde in zwei Teile eingeteilt. Jeder Teil wird aus einer anderen Sichtweise und in der Ich-Perspektive erzählt. Die Geschichte hatte einen doppelsinnigen Text und je nach Auslegung zwei verschiedene Ausgangsweisen. Die Zeitangaben waren bei beiden gleich, die Verhaltensweisen von Nepomuk und Miranda jedoch jeweils verschieden. Auch haben sie beide einen anderen Ausgang, welcher entscheidend für das Morgen ist.

Spannung war etwas gegeben, aber eher gemäß im Romanstil….nicht das Fesselnde, bei dem man das Buch nicht mehr weglegen kann. Ansonsten musste ich wirklich Seite für Seite gespannt mitdenken, sonst hätte ich den roten Faden verloren. Zum Glück hatte das Buch ja nicht so viele Seiten, bei mehr hätte ich wahrscheinlich abgebrochen.

Die Charaktere waren gut, mir persönlich aber nicht sehr sympathisch. Ich erfuhr relativ wenig über sie selbst und somit konnte nichts aufgebaut werden. Die Umgebungsbeschreibungen dagegen waren ziemlich gut, ich konnte mir alles bildlich vorstellen.

Das Ende hat mir nicht so gefallen und ließ mich mit einem schalen Gefühl und Verwirrtheit zurück. Was war nun wirklich passiert und vor allem, war es real? Keine Ahnung, ich denke, das müsst ihr selber herausfinden. Im Großen und Ganzen hat mich dieser Thriller (ich würde ihn allerdings nicht als Thriller einordnen, eher als ….ja was eigentlich?) zwei Stunden gut unterhalten.

Der Schreibstil war flüssig und leicht. Ich hatte das Buch in 2 Stunden durch. Die Kapitel war kurz und jeweils mit Uhrzeit und Datum gekennzeichnet. Die Schriftgröße war ok.

Fazit
„30 Sekunden zu spät“ war für mich ein kurzweiliges Lesevergnügen, bei dem ich angestrengt mitdenken musste, sonst hätte nur Verwirrtheit geherrscht. Die Charaktere waren ok, die Idee relativ gut. Dennoch konnte mich dieses Werk nicht richtig überzeugen. Ich vergebe gutgemeinte 3 von 5 Buchherzen und eine bedingte Leseempfehlung.

Vielen Dank an den Bookspot Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplares.

Infos zur Autorin: (Quelle Bookspot Verlag)
Kaja Bergmann, Jahrgang 1992, studiert derzeit Deutsch und Kunst auf Lehramt in Marburg. Nach ihrem erfolgreichen Debüt „Gabriel“, erschienen 2013 bei Bookspot, präsentierte die junge Autorin mit „Der Mephisto-Deal“ und “Mnemophobia” zwei spannende All-Age-Thriller. Auch ihr neuer Roman „30 Sekunden zu spät“ wird Leser ab 14 Jahren mit unerwarteten Wendungen fesseln.

Montag, 16. Januar 2017

*Rezension* Schief gewickelt, Opa! - Angela Ochel




Titel: Schief gewickelt, Opa!
Autor: Angela Ochel
ISBN:  978-3746632582
Seiten: 320
Verlag: Aufbau Taschenbuch
Ersterscheinung: 14. November 2016
Teil: 2 von ??
Preis: 9,99 €  Taschenbuch

Kurzbeschreibung
Ein Baby kommt selten allein.

Finn ist entsetzt. In Mamas Bauch wohnt ein Baby. Und vor allem: Es ist ein Mädchen! Wie konnte das passieren? Weiß doch jeder, dass Mädchen nur Probleme machen. Gut, dass es die Opas gibt. Die wissen bestimmt, was man dagegen tun kann. Das denkt zumindest Finn. Aber Gunnar und Wilhelm sind nicht so recht bei der Sache. Ob es an der Hebamme Rosemarie liegt? Oder sind es Mamas detaillierte Beschreibungen ihrer Schwangerschaft, die sie regelmäßig zum Erröten (Gunnar) oder Verstummen (Wilhelm) bringen? Da hilft nur noch eins: Ab in den Urlaub!

Meinung
Dies ist der zweite Teil rund um den kleinen Finn und seiner Familie. Der Vorgänger „Zwei Opas und ein Baby“ hat mir ja gut gefallen und natürlich musste ich wissen, wie es mit Finn weiter ging.

Die Handlung schließt sich nahtlos an den Vorgänger an und ich war sofort wieder mitten in der Geschichte drin. Finn, ein paar Monate älter, hat seine Opas gut erzogen, aber es gibt ein Problem. In Mamas Bauch wohnt ein Baby, und auch noch ein Mädchen…oh graus….. Zum Glück hat Finn ja noch seine beiden Opas, welche aber mit der Schwangerschaft auch so ihre Probleme haben. Das Chaos ist perfekt und es hilft nur noch ein Urlaub der drei Männer.

Beim Lesen setzte mir der lustige Schreibstil der Autorin wieder ein Grinsen aufs Gesicht. Ich war begeistert und liebte einfach die komischen Kommentare der ganzen Darsteller. Alles griff perfekt ineinander und machte daraus einen locker leichten Roman für Zwischendurch.

Gut, einige Sachen waren schon ziemlich unrealistisch. Wie z.B. die Opas verreisen mit einem Baby und nehmen fast nichts mit? Heutzutage undenklich, aber ok. Und dann noch das Alter der Beiden. Kann man sie da noch mit einem Baby alleine verreisen lassen? Aber vielleicht machte ja genau die Lockerheit und Spontanität den ganzen Roman aus.

Die Charaktere waren wieder von Anfang an der Brüller. Alle sehr sympathisch, man kann sie nur lieben. Hasi musste natürlich auch wieder mit von der Partie sein und spielte seine Rolle richtig gut. Die Umgebungsbeschreibungen waren auch klasse, ich konnte mir alles bildlich sehr gut vorstellen.

Das Ende war gut und toll erzählt und die 10 angehängten Tipps für werdende Brüder waren einfach der Knaller.

Fazit
„Schief gewickelt, Opa!“ war für mich wieder ein lustiger Roman mit viel Unterhaltungswert. Kleine Schmunzlerer blieben nicht aus, zwar nicht so viele wie im ersten Band, dennoch absolut lesenswert für Mittendrin. Bin gespannt, ob es in der Reihe noch weiter geht. Somit bekommt das Buch sehr gute 4 von 5 Buchherzen.

Vielen Dank an den Aufbau Taschenbuch Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplares.

Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Angela Ochel, 1970 in Bielefeld geboren, arbeitete lange Zeit als Projektleiterin. Den Stoff für ihre Romane findet sie in ihrer eigenen Familie. Angela Ochel lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen bei Frankfurt am Main. Im Aufbau Taschenbuch liegen bisher ihre Romane „Ein Baby und zwei Opas“ und „Ein Weihnachtsmann fürs Leben“ vor. Mehr zur Autorin unter www.angelaochel.de.

Sonntag, 15. Januar 2017

Bucheingang

Hallo Ihr Lieben,

heute ist gibts von uns mal einen eher kleinen, aber sehr feinen Bucheingang. 

Wie immer sind die Titel zu Amazon verlinkt.


Liebe Grüße und schönen Sonntag,    
Heike und Steffi


Als erstes kam noch der Gewinn beim Adventskalender von Blogg dein Buch an. Briefe vom Weihnachtsmann (Hobbit Presse) von J.R.R. Tolkien durfte bei uns einziehen.






Dann gabs drei absolute Wunschbücher für uns. Vom Carlsen Verlag bekamen wir Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind von J.K. Rowling.





Der cbt Verlag schickte uns Eis wie Feuer von Sara Raasch zu. 





Und bei Lovelybooks haben wir von über 700 Bewerbern eines von 33 Exemplaren von Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche von Marie Lu gewonnen.



Natürlich darf auch Tauschticket nicht fehlen, da haben wir auch wieder das Glück gehabt ein paar tolle Schätzchen zu ergattern. Nämlich den Abschlussband Die Seiten der Welt - Blutbuch von Kai Meyer und die 6. Staffel von Lost.




Samstag, 14. Januar 2017

*Rezension* Ohne Ausweg - Kathrin Lange




Titel: Ohne Ausweg
Autor: Kathrin Lange
ISBN: 978-3734102653 
Seiten:  448
Verlag: Blanvalet
Ersterscheinung: 19. Dezember 2016
Teil: 3 von ??
Preis: 9,99 €   Taschenbuch


Kurzbeschreibung
Um die Terroristen zu stoppen, muss er einer von ihnen werden
Nach einem Bombenattentat am Brandenburger Tor ist der Berliner Sonderermittler Faris Iskander zu einer Art Undercover-Joker geworden. Man setzt ihn auf den mutmaßlichen Terroristen Muhammad al-Sadiq an, der aus dem Gefängnis heraus einen Terroranschlag in Berlin plant. Um an Sadiq heranzukommen, muss sich Faris als Islamist ausgeben und seine terroristischen Absichten glaubhaft unter Beweis stellen. Doch das ist nicht sein einziges Problem: Im Laufe der Ermittlungen stellen er und sein Team fest, dass außerdem ein rechtsradikaler Anschlag vorbereitet wird. Das Unterfangen wird immer gefährlicher, zumal in seiner Einheit nicht alle mit offenen Karten spielen …

Meinung
Dies ist schon der 3. Teil Faris-Reihe und ich durfte wieder mit dabei sein. Seine beiden Vorgänger „40 Stunden“ und „Gotteslüge“ konnten mich ja restlos überzeugen und dementsprechend setzte ich große Erwartungen in dieses Werk.

Ohne Prolog fing es diesmal an. Dafür würde das Buch in 3. Teile auf- und dann jeweils in mehrere kurze Kapitel unterteilt. Sofort war ich wieder im Geschehen drin, auch wenn es sich diesmal anders anfühlte. Keine Frage, Spannung zog sich wieder wie ein roter Faden durchs ganze Werk, dennoch nicht so nervenaufreibend und fesselnd, wie ich es von den Vorgängern gewöhnt war.

Von Anfang an wusste ich als Leser, wer der oder die Täter waren und deshalb konnte man das Ganze gut vorhersehen. Anders war auch, das Faris nicht gegen einen Täter kämpfen musste, denn diesmal gab es zwei „Mächte“. Nicht immer einfach, da es in der Handlung an manchen Stellen etwas verwirrend war. Viele unerwartete Wendungen und Ereignisse traten auf und gaben viele Fragen auf. Zum Schluss wurde alles aufgeklärt und es erschien mir dann auch ziemlich logisch.

Auch konnte ich von keinem Charakter sagen, ob er Freund oder Feind war. Somit blieben meine Sympathien für bestimmte Darsteller aus und ich konnte mich mit keinem so richtig identifizieren. Faris Iskander dagegen imponierte mir schon. Dies war wahrscheinlich sein emotionalster Fall und es zeigten sich mir weitere Facetten seinen umfangreichen Lebens auf. Manchmal dachte ich, "so ein Draufgänger", manchmal aber auch "Oh Gott, der tut mir leid". Die Umgebungsbeschreibungen waren wieder klasse. Mein Vorstellungsvermögen in diesem Gefängnis ging ins Überdimensionale und Kopfkino war laufend da.

Die Verbindung von islamistischen Terroristen und Rechtsradikalen ist ja ein sehr brandaktuelles Thema und bestimmt nicht leicht zu verarbeiten. Viel und gute Recherchearbeit setzt ein solches Werk voraus und dies hat die Autorin auch sehr gut veranschaulicht. Ihr Schreibstil war sehr fesselnd und bildgewaltig.

Fazit
„Ohne Ausweg“ war für mich einen Ticken schwächer als seine Vorgänger. Spannung war da, jedoch fehlte mir etwas das Faszinierende, bei dem man sofort weiterlesen muss und nicht mehr aufhören kann. Trotzdem fühlte ich mich sehr unterhalten und vergebe somit sehr gute 4 von 5 Buchherzen und eine klare Leseempfehlung.
Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplares.

Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Kathrin Lange wurde 1969 in Goslar am Harz geboren. Obwohl sie sich beruflich der Hundestaffel der Polizei anschließen wollte, siegte am Ende ihre Liebe zu Büchern, und sie wurde zuerst Buchhändlerin und dann Schriftstellerin. Heute ist sie Mitglied bei den International Thriller Writers und schreibt sehr erfolgreich Romane für Erwachsene und Jugendliche. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen in einem kleinen Dorf bei Hildesheim in Niedersachsen.