Samstag, 11. April 2026

Hörbuchrezension: Ungelöst: Die erste Zeugin - Arno Stobel

Titel: Ungelöst - Die erste Zeugin
 Autor: Arno Strobel  
Sprecher: Dietmar Wunder   
Laufzeit: 9 h 39 Min - ungekürzt
  Verlag: Argon Hörbuch        
Preis: ab 14,99 € - 1 MP³ - CD  (gekürzt), 
ab 19,50 € im Download (ungekürzt) - Im Abo günstiger  
Ersterscheinung: 25. Februar 2026          
Reihe: Teil 1 von ??
 
 
 
 

Kurzbeschreibung:

Medizinstudentin Luisa Menkhoff erkennt eine verschwundene Frau auf einem Flugblatt. Es ist Jahre her, dass sie sie gesehen hat. Aber trotzdem kann sie sich erinnern, als wäre es gestern gewesen. Nicole Klement war die Lebensgefährtin des Mannes, der Luisa als Fünfjährige entführt hat. Und damals ebenfalls in die Sache verwickelt.

Luisa wendet sich umgehend an die Münchner Polizei. Als Luisa die Umstände ihrer Entführung als Kind schildert, ist die Polizei verblüfft. Luisa hat ein eidetisches Gedächtnis und erinnert sich an jedes Detail einer einmal erlebten Situation. Und alles, was sie sagt, deutet darauf hin, dass ihr damaliger Entführer jetzt Nicole Klement in seiner Gewalt hat.

Luisa wird als externe Beraterin zu dem aktuellen Vermisstenfall hinzugezogen. Bis klar wird, dass sie sich getäuscht haben muss. Denn es gibt Hinweise, dass es Lichner nicht gewesen sein kann. Aber warum fühlt Luisa sich dann beobachtet? Zu spät erkennt, dass sie etwas Entscheidendes übersehen hat, das allen Beteiligten zum Verhängnis werden könnte.

Meinung:

Ich hab mich sehr auf das neue Buch von Arno Strobel gefreut. Und mit Luisa Menkhoff gibt es eine Protagonistin mit bekanntem Namen, denn ihr Vater Bernd Menkhoff kam ja schon in mehreren Büchern des Autors vor.

Dennoch muss ich sagen, dass ich mich zu Beginn etwas schwer getan habe, so richtig in die Geschichte zu finden. Es ging mir einerseits irgendwie zu schnell, dass der Fokus auf persönliche Sympathien unter den Figuren gelegt wurde und ich es nicht wirklich glaubwürdig fand, dass Luisa, als eigentlich Außenstehende, so schnell in den Fall integriert wurde. Aber andererseits fand ich den Start recht langgezogen, da so wenig passiert ist und der Fall hat mich anfangs nicht so wirklich fesseln können.

Dabei war die Ausgangslage ziemlich interessant, nicht nur weil die bekannte Figur von Bern Menkhoff durch seine Tochter nochmal mehr Konturen und Tiefe bekommt, sondern auch, weil Luisa ja mit 5 Jahren entführt wurde und nun auch in den neuen Fall persönlich verstrickt ist. Und auch ihre Fähigkeit des fotografischen Gedächtnisses ist eigentlich total interessant, aber hier fand ich die Erinnerungen/Erzählungen irgendwie zu langgezogen, um mich wirklich mitzuziehen.

Gebessert hat sich das eigentlich erst im Mittelteil, als die Sache konkreter und gleichzeitig durch einige unerwartete Wendungen auch undurchsichtiger wird. Da bin ich kurz auch mal ins Überlegen gekommen, ob da was anderes dahinter stecken könnte, habe aber doch auch immer im Hinterkopf gehabt, dass eine Täuschung möglich wäre. Hier hat der Autor seine falschen Fährten geschickt gelegt und interessant verpackt.

Was mir mit der Zeit auch immer besser gefallen hat, war das Zusammenspiel der Ermittler und ja, irgendwie hat dann auch Luisa gut dazu gepasst. Deshalb könnte ich mir vorstellen, dass ein 2. Fall mich dann schneller/besser mitziehen könnte.

Das Ende fand ich ok und prinzipiell zufriedenstellend, auch wenn ich das allzeit beliebte Rundum-Geständnis des Täters langsam schon etwas plump finde. Auch wenn so ein Geständnis natürlich viele offene Fragen auf einfachem Weg beantwortet.

Sprecher Dietmar Wunder hat wieder einen soliden Job gemacht und auch gut zu Polizist Ramin gepasst. Zu Luisa eher nicht so und da er auch eher langsam, betont und tiefgründig liest, aber die Spannung nicht unbedingt total erhöht, kann das wahrscheinlich auch etwas dazu beigetragen haben, dass ich etwas länger gebraucht habe, um wirklich in die Geschichte zu finden.

Fazit:

Interessante Ausgangslage, dennoch hab ich anfangs doch recht lange gebraucht, um wirklich in die Geschichte zu finden und sie spannend zu finden. Im Mittelteil hat es sich gebessert, da kamen einige interessante und undurchsichtige Wendungen hinzu und der Fall hat dann auch mehr Fahrt aufgenommen und ich mochte das Zusammenspiel der unterschiedlichen Charaktere. Das Ende fand ich ok, auch wenn es mal wieder ein praktisches Rundum-Geständnis des Täters gab. Insgesamt würde ich 3,5 Buchherzen vergeben, sehe aber schon, dass das Ermittlerteam Potential hat, das in weiteren Fällen gut passen könnte.
Herzlichen Dank an den Argon Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs.


Infos zum Autor (Quelle: Argon-verlag):
Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Hörern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt. Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller. Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier.

Info zum Sprecher (Quelle: Argon-verlag):
Dietmar Wunder ist einer der profiliertesten Synchronsprecher und Dialogregisseure und als deutsche Stimme von James-Bond-Darsteller Daniel Craig bekannt. Mit seiner markanten, sehr wandlungsfähigen Stimme ist er ein äußerst beliebter Hörbuchsprecher, der nuancenreich Spannung vermitteln kann.


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