Samstag, 30. Mai 2015

Rezension: Herz in Scherben - Kathrin Lange



 
Titel: Herz in Scherben
Autorin: Kathrin Lange
Seiten: 400
Verlag: Arena
Preis: 16,99 €   
Ersterscheinung: 09. 01. 2015
Reihe: Teil 2 von 3 

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Kurzbeschreibung:
Ein Schuss hallt in Davids Kopf wider. Plötzlich ist die Erinnerung da und er weiß nicht, ob sie etwas mit Charlies Tod und den schrecklichen Ereignissen auf Martha’s Vineyard zu tun hat. Fünf Monate sind seitdem vergangen, aber nun zieht eine dunkle Ahnung David mit Macht auf die Insel zurück. Seine Freundin Juli folgt ihm voller Sorge. Doch entgegen aller Befürchtungen ist es nicht der Inselfluch, der den beiden das Leben schwer macht, sondern die arrogante Lizz. Sie tut alles, um Juli von Davids Seite zu verdrängen. Als dann plötzlich eine Mädchenleiche auftaucht, beginnt Juli zu zweifeln. Was geschah wirklich im Winter auf den Klippen? Und welche Rolle hat David dabei gespielt?

Meinung:
Nachdem der letzte Band ja relativ geschlossen geendet hatte, war ich doch gespannt, wie die Autorin die Geschichte nun weiter spinnen will. Und irgendwie hat sich meine dunkelste Befürchtung, dass dies ein fast unnötiger Zwischenband vor dem großen Finale wird, leider bestätigt. 

Der Einstieg ins Buch ist durch das erste schockierende Kapitel, welches eine Szene aus der späteren Geschichte zeigt, durchaus gelungen. Man ist sofort wieder gefesselt und möchte wissen, was hinter all dem steckt. 

Jedoch ist die Hauptgeschichte selbst nur selten wirklich spannend und die extrem fesselnde und mysteriöse Atmosphäre, die mich in der zweiten Hälfte vom Vorgänger einfach nicht mehr losgelassen hat, sucht man hier leider zumeist vergebens. Zwar werden immer wieder geheimnisvolle Andeutungen gemacht, dieser Strang wird aber im Vergleich zu der Darstellung der Probleme in der Liebesgeschichte und Davids persönlichen Dämonen extrem vernachlässigt. Dadurch kam in mir öfters das Gefühl auf, dass die Story irgendwie auf der Stelle tritt. Juli hat Albträume, es gibt ständige Eifersuchtsszenen der beiden, danach kurze Versöhnungen und David versucht sich zu erinnern und dabei nicht verrückt zu werden und dann geht es wieder von vorne los. 

Auch die Charaktere haben mich dieses Mal nicht vollkommen überzeugen können.  Ich kann Davids schwere Situation zwar durchaus nachvollziehen, aber irgendwann war auch meine Geduld  mit seinen Handlungen zu Ende, sodass seine Sympathiepunkte rasch wieder ziemlich gesunken sind. Und auch Juli, die mir eigentlich vorher immer sympathisch war, ist mir mit ihren übertriebenen Eifersuchtsanfällen mit der Zeit doch auf die Nerven gegangen. 

Zusätzlich hat mir dieses Mal ein starker Nebencharakter gefehlt. Im letzten Teil hat Henry doch einen großen Teil und vor allem eine starke Rolle eingenommen. Dieses Mal gibt es vergleichsweise  überflüssige neue Nebenfiguren, wie Lizz und Carlos, die man sich auch hätte sparen können. Ein Pluspunkt hingegen stellt die langsame Beleuchtung des eigenartigen Verhältnisses zwischen David und seinem Vater dar.

Auch der Schreibstil der Autorin gehört eindeutig zu den wenigen positiven Punkten von „Herz in Scherben“. Obwohl mich vieles gestört hat, war die rückblickende Erzählweise von Juli mit den Hinweisen auf Nachfolgendes wieder etwas besonders. Und auch dieses Mal hat die Autorin mit ihren Worten authentische Bilder entstehen lassen und, wie am Ende deutlich wird, doch noch die ein oder andere geschickte und unvorhersehbare Enthüllung eingebaut. Der Cliffhanger ist richtig fies und macht Hoffnung auf einen starken Abschlussband. 

Fazit:
Für mich leider eine sehr enttäuschende Fortsetzung. Auf Spannung und Mystik wird zugunsten von übertriebener Eifersucht und unsympathischen Charakterentwicklungen in großen Teilen des Romans verzichtet, weshalb man lange das Gefühl hat, etwas auf der Stelle zu treten und nur die Zeit bis zu den großen Enthüllungen am Ende irgendwie zu überbrücken. Der Cliffhanger hingegen macht Hoffnung, dass der Abschlussband wieder besser wird. Für diesen Zwischenband gibt es von mir aber nicht mehr als 2 Buchherzen und die Meinung, dass man auf ihn eigentlich auch fast hätte verzichten können. 

Infos zur Autorin (Quelle: Amazon):
Kathrin Lange, geboren 1969, arbeitete als Verlagsbuchhändlerin und Mediendesignerin, bevor sie 2005 das Schreiben zu ihrem Beruf machte. Seither ist sie für ihre historischen Romane und Jugendthriller bekannt. „Herz aus Glas“ ist der Start ihrer neuen Mystery-Trilogie für Jugendliche und junge Erwachsene.

Infos zur Reihe:
1. Herz aus Glas *klick zu meiner Rezension*
2. Herz in Scherben
3. Herz zu Asche (erscheint am 01.08.15)

Freitag, 29. Mai 2015

Tag 5 der Blogtour "In Seide und Leinen - Die Prinzessinnen Welttournee" - Szenenvergleich

Huhu ihr Lieben,

wie bereits angekündigt ist heute mal wieder eine Blogtour bei uns zu Gast und zwar zur Märchenadaption In Seide und Leinen - Geschichte einer Königstochter von Patricia Rabs.





In den vergangenen Tagen haben wir schon einiges über das Buch selbst, die Protagonisten, die Idee und Entstehung, sowie über Adel damals und heute erfahren. 

Wir dürfen euch heute einen kleinen exklusiven Vergleich zwischen einer Szene aus dem Originalmärchen und der gleichen Szene in "In Seide und Leinen" liefern.

Vielleicht wissen einige von euch, dass das Originalmärchen "Die Gänsemagd" eigentlich eher kurz gefasst ist. *Hier* gibt es das komplette Märchen online und kostenlos zum Nachlesen.

Patricia Rabs hat ihre eigene Version des Märchens mit vielen Neu- und Änderungen, aber auch vielen bekannten Elementen auf ca. 256 Buchseiten erzählt. Und ganz ehrlich? In Wahrheit hätten es für mich ruhig noch ein paar Seiten mehr sein können. *Hier* könnt ihr meine Rezension finden.

So nun aber genug erklärt, wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen der exklusiven Szene, die euch zusätzlich zur Leseprobe einen Einblick in die Geschichte bieten soll. 



Die Gänsemagd
Und wie sie so trank und sich recht überlehnte, fiel ihr das Läppchen, worin die drei Tropfen waren, aus dem Busen und floß mit dem Wasser fort, ohne daß sie es in ihrer großen Angst merkte. Die Kammerjungfer hatte aber zugesehen und freute sich, daß sie Gewalt über die Braut bekäme; denn damit, daß diese die Blutstropfen verloren hatte, war sie schwach und machtlos geworden.


In Seide und Leinen
»Ich habe die Kleider eingelegt«, sagt Edda und deutet auf den Zuber. »Ihr müsst sie nur ausdrücken und könnt sie dann an den Kamin hängen.«
Ich sehe in den Bottich, während Edda das blaue Kleid von der Leine nimmt und damit den Raum verlässt. Maree dagegen taucht sofort ihre Hände in das schaumige Nass. Ich sehe plötzlich, wie ihr Tränen über die Wangen laufen und eine nach der anderen ins Wasser fällt.
»Maree, was hast du?«
Sie stößt ein künstliches Lachen aus und zieht Stück für Stück das Kleid aus dem Bottich, um es auszuwringen.
»Es ist nichts«, sagt sie knapp. »Ich bin nur sehr müde.«
»Es wird alles gut werden, Maree.« Ich stelle mich an die Wanne und betrachte das Wasser. »Es wird alles gut werden.«
Dann tauche ich meine Hände ein. Zum ersten Mal in meinem Leben wasche ich ein Kleidungsstück selbst. Fast hoffe ich, dass Maree mir die Arbeit abnimmt, doch sie schweigt. Sie hat ihr Kleid ausgedrückt und taucht es nun in eine zweite Wanne mit klarem Wasser. Erst als sie es dort wieder herausgeholt und erneut ausgewrungen hat, bin ich mit der ersten Wäsche fertig. Sie betrachtet mich und ich lächle in einer seltsamen Art der Beschämung.
»Und das Tag für Tag«, sagt sie, als ich das Kleid ins kalte Wasser tauche, um die Seife auszuspülen.
»Bitte?«
»Tag für Tag waschen wir Kleider, putzen wir Schuhe und tragen Teekannen von einem Ort zum nächsten.« Ich sehe auf und versuche zu verstehen, was sie damit sagen will. Doch sie wendet sich ab. Ich seufze und beuge mich tief hinunter, um das Kleid auszudrücken. Meine Arme sind bis über die Ellbogen im kalten Wasser. Dann passiert es.
»Nein«, stoße ich hervor und ein eisiger Schauer ergreift mich. Vor mir treibt das Taschentuch meiner Mutter im Seifenwasser. Warum habe ich nicht aufgepasst? Nur für wenige Stunden habe ich vergessen, dass es bei mir ist. Dass es an meiner Brust liegt, in meinem Unterhemd verborgen. Und in diesem Augenblick werde ich für mein Vergessen bestraft.
Ich ziehe ruckartig meine Arme an den Körper und fasse sofort wieder ins Wasser, um das weiße Stück Stoff zu greifen.
In meinem Kopf sind Stimmen. Das Wasser nimmt eine blutrote Farbe an und alles um mich herum verblasst.
›Wenn das deine Mutter wüsste …‹
Ich stoße einen erstickten Laut aus und sehe zu, wie sich das Rot immer weiter ausbreitet. ›… das Herz im Leib tät ihr zerspringen.‹
Ich weiche zurück.
»Was sagt ihr?«
»Was ist passiert? Was ist das?« Maree ist erschrocken an meine Seite gesprungen und Sekunden später öffnet sich auch die Tür zum Zimmer.
»Ist etwas passiert?«, fragt auch Edda und Linza eilt an ihr vorbei an meine Seite.
»Ich habe nicht aufgepasst«, schluchze ich und falte das Tuch auseinander. Als ich die schwachen Überreste der Blutstropfen sehe, ziehe ich stockend die Luft ein. Voller Entsetzen richte ich meinen Blick wieder auf das Wasser. »Seht ihr das denn nicht? Könnt ihr sie nicht hören?«
Die Stimmen, die in meinem Kopf unaufhörlich ihre Worte wiederholen, werden mit jedem Mal undeutlicher, bis es zu einem Kanon geworden ist.
»Was hören?«, fragt Linza voller Sorge und sieht mich an, als befürchte sie, ich sei dem Schwachsinn verfallen.
»Kat, wie ist das passiert?« Linza will mir das Tuch aus der Hand nehmen, doch ich presse es an meine Brust.
»Es ist hineingefallen, als ich das Kleid wusch. Warum habe ich nicht aufgepasst? Was soll jetzt aus uns werden ohne den Schutz meiner Mutter?«
»Du hast das Kleid gewaschen?«, fragt Linza scharf und wendet sich Maree zu. »Warum hast du ihr nicht geholfen? Es wäre deine Arbeit gewesen! Sieh dir an, was du getan hast. Das ist deine Schuld!«
Marees Augen verengen sich.
»Es tut mir leid, Prinzessin. Für einen Augenblick war es mir, als sei sie nur eine Magd wie ich.«


Natürlich gibt es bei dieser Tour auch wieder tolle Gewinne:

Hauptpreis:
ein eBook + ein signiertes Lesezeichen + ein Prinzessinnen-Paket

2. & 3. Preis:
ein eBook + ein signiertes Lesezeichen


Um beim Gewinnspiel mitzumachen solltet ihr die einzelen Tage der Blogtour genau verfolgen, da sich in jedem Post ein bunt gekennzeichnetes Wort versteckt. Diese Wörter müsst ihr sammeln und am Ende zu einem logischen Satz zusammensetzten. 

Diesen Lösungssatz schickt ihr dann bis zum 2. Juni über das Kontaktformular auf ihrer Homepage direkt an Patricia Rabs. 

Ausgelost wird dann am 3. Juni und die Gewinner werden sowohl auf Facebook, als auch auf der Homepage von Patricia bekannt gegeben.



 Teilnahmebedingungen: 



- Teilnahme am Gewinnspiel ab 18 Jahren oder mit Einverständniserklärung des Erziehungsberechtigten
- Bewerber erklären sich im Gewinnfall bereit, öffentlich genannt zu werden (Gewinnerpost) und das ihre Adresse der Autorin zwecks Gewinnversand übermittelt wird.  
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
- Keine Haftung bei Verlust durch den Postweg. 
- Keine Barauszahlung der Gewinne möglich.



Morgen macht die Blogtour bei Christine
Schaut doch auch da vorbei, es gibt wieder spannende Infos und ein weiteres Lösungswort.

Liebe Grüße,
Steffi und Heike

Donnerstag, 28. Mai 2015

*Rezension* Tougard Seelenseher - Cornelia und Dominic Franke




Titel: Tougard - Seelenseher
Autor: Cornelia und Dominic Franke
ISBN: 978-3944544427  
Seiten: 504
Verlag: Papierverzierer
Ersterscheinung: 1. März 2015
Teil: 1 von 3
Preis: 14,95 €  broschiert

Kurzbeschreibung
»Charlie gelangt auf Grund einer besonderen Gabe, von der er bislang noch nichts wusste, in die Welt Tougard. Mit anderen Befähigten lernt er in einer Schule, seine Fähigkeit zu verbessern und damit umzugehen. Als einige Mitschülerinnen verschwinden und er wegen einer Prophezeiung vermutet, ein Seelenseher würde seine beste Freundin Ann töten, scheint ihm die Zeit davonzulaufen. Für Charlie beginnt das Abenteuer seines Lebens, denn in Tougard … in Tougard ist alles möglich!«

Meinung
Dank der lieben Autorin durfte ich Tougard – Seelenseher lesen. Da mich schon Jamies Quest begeisterte, war ich natürlich ganz gespannt, wie Tougard werden würde und ich muss sagen, es hat mir sogar noch einen Ticken mehr gefallen.

Das Buch begann schon ab der erste Seite ziemlich spannend und interessant. Charlie wir in seiner „normalen – realen“ Welt nicht wirklich beachtet und fühlt sich sehr unverstanden. Eines Tages „fluppte“ er einfach so nach Tougard. Hier sind die Zeitverhältnisse ganz anders. Wenn man ein Jahr in Tougard verbringt, ist es in unserer Welt nur ein Tag.  Angeblich hat er eine Gabe, nämlich das Heilen, und die darf er jetzt erlernen. Alle in Tougard haben irgendwelche besonderen Fähigkeiten. Und das macht meiner Meinung nach das ganze Buch aus. Die vielen unterschiedlichen Charakteren mit ihren ganz persönlichen Eigenschaften. Sehr detailliert und real hat Frau Franke diese dargestellt und jeden gekonnt in Szene gesetzt.

Leider gibt es natürlich in dem sagenumwobenen Tougard noch eine andere Macht und diese entführt Mädchen nach Emrond. Ein großes Abenteuer mit seinen neuen Freunden beginnt und wirkte auf mich auf einigen Seiten richtig gruselig. Vorallem weil es die Autorin schaffte, mich mit ihren perfekten Gefühls- und Emotionswelt zu umgarnen. Ich freute mich mit den Darstellern, war betrübt und hatte Angst….genau so soll ein richtiges Fantasy-Abenteuer sein. Ein Buch einfach, das man nicht mehr aus der Hand legen kann.

Die Handlung baut auf eine Prophezeiung auf. Ein Seelenseher soll die Mechanikerin zu Tode bringen, indem er sie selbst für sich beansprucht.  Könnte Charlie dieser Seher sein? Und ist genau Ann diese Mechanikerin? Fragen über Fragen, welche aber sehr gut und genau beantwortet werden. Einige Fragen bleiben zwar am Schluß, der recht zufriedenstellend ist, übrig, aber diese werden bestimmt im zweiten Teil beantwortet.

Der Schreibstil ist einfach klasse, leicht, flüssig, aber dennoch sehr mystisch und bildgewaltig. Die Kapitellänge war ok, die Schriftgröße auch. Außerdem muss ich noch anmerken, dass bei mir keine Rechtschreibfehler im Buchdruck waren. Dies ist bei manchen Rezensionen kritisiert worden. Also wie gesagt, mir ist nichts aufgefallen.

Cover
Das Cover ist einfach Bombe. Es gefällt mir riesig und sieht richtig geheimnisvoll und mystisch aus. Die Farben wurden eher dezent gehalten und die Schriftfarbe ist weiß. Auf jeden Fall ein Hingucker.

Fazit
Dieser erste Teil der Fantasy-Trilogie Tougard bleibt bei mir auf jeden Fall noch lange in Erinnerung. Nichts fehlte mir daran, er war spannend, interessant aber auch humorvoll und voller Emotionen. Ich ziehe nur ein Buchherz ab, da ich mir für den nächsten Band noch etwas Luft gewähren möchte. Aber wie gesagt, ein sehr guter Fantasyroman. 4 von 5 Buchherzen.

Vielen Dank an Cornelia Franke für die Bereitstellung dieses Exemplares.

Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Cornelia Franke, 1989 in Mönchengladbach geboren, studierte Kulturwissenschaften und arbeitet als Lektorin. Dazu engagiert sie sich für die kreative Schreibförderung an Grundschulen. Film- und kinoversessen, liebt sie es außerdem zu bloggen, neue Kochrezepte auszuprobieren oder stundenlang mit ihrer Spiegelreflexkamera durchs Grüne zu wandern.
Den Traum, Bücher zu schreiben, fasste sie schon früh, ihr erstes Kinderbuch "Timmy und die Allergomörder" veröffentlichte sie 2010. Mit ihrem Mann Dominic lebt und schreibt sie zusammen in Berlin. 2015 erscheint bei cbt ihr vierter Roman.
Weitere Informationen zu ihren Büchern findet man unter www.corneliafranke.org

Mittwoch, 27. Mai 2015

*Rezension* Drachenelfen - Bernhard Hennen



Bildergebnis für bilder zu drachenelfen bernhard hennen

Titel: Drachenelfen
Autor: Bernhard Hennen
ISBN: 978-3453266582
Seiten: 1072
Verlag: Heyne
Ersterscheinung: 3. Oktober 2011
Teil: 1 von 5
Preis: 17,99 €  broschiert

Kurzbeschreibung
Die verbotene Welt Nangog birgt den Schlüssel zur Herrschaft über die Albenmark. Als die dämonischen Devanthar versuchen, diesen Schlüssel in ihren Besitz zu bringen, entbrennt ein grausamer Kampf um das magische Reich. In dieser Epoche voller Intrigen und Verrat wird sich das Schicksal der Elfen für immer verändern.
In einer dunklen Zeit, in der Menschen, Zwerge und Elfen gegen die Vorherrschaft der Drachen über die magische Welt Nangog kämpfen, folgen drei Auserwählte ihrer Bestimmung: Artax, ein einfacher Bauer, erhält Aussehen und Gedächtnis eines unsterblichen Heerführers und führt so sein Volk für die Devanthar, dämonische und grausame Gestaltwandler, gegen die Himmelsschlangen, die mächtigen Fürsten des Drachenvolkes, in die Schlacht. Der Zwerg Galar schmiedet an einer Waffe, die die Vorherrschaft der Drachen über den Himmel für immer beenden könnte. Und Nandalee, eine elfische Jägerin, wird zur Sippenlosen, als die Himmelsschlangen sie in ihre Gewalt bringen und sie zu einer Auftragsmörderin machen. Um die Befehle ihrer geschuppten Herren ausführen zu können, muss sich Nandalee jedoch in ein Geschöpf verwandeln, das das Schicksal der Elfen für immer verändern wird – eine Drachenelfe . . .

Meinung
Dies ist der erste Teil der Drachenelfen Reihe und hat mit seinen 1072 Seiten nicht gerade wenig auf den Buckel. Manche lassen sich von solch einem Schinken abschrecken, bei diesen ist die Sorge auf jeden Fall unbegründet. Der Autor verstand es von der ersten Seite an, mich als Leser in den Bann zu ziehen und die Spannung Seite um Seite aufzubauen und auch konstant anzuhalten.

Die Haupthandlung bestand darin, das Menschen, Elfen und Zwerge gegen die Herrschaft der Drachen kämpfen. Dabei gab es drei Hauptprotagonisten. Einmal Artax, eigentlich ein einfacher Bauer, wird aber in den Körper einen unsterblichen und ätzenden Heerführer transferiert. Da seine Weltansicht besser war als Arons und er auch viel sympathischer und gerechter ist, versucht er natürlich sein Ding zu machen und stößt dabei auf Probleme. Dann der Zwerg Galar, von dem erfuhr ich eigentlich nicht so viel um ihn mehr zu beschreiben. Und zum Schluß  Nandalle. Sie war mir die liebste von allen und strotzt nur so voller Energie und Tatendrang. Außerdem ist sie sehr willensstark und überaus sympathisch. Auch die Nebendarsteller sowie die Umgebungsbeschreibungen wurden gut dargestellt und ausgearbeitet.

Es gab verschiedene Handlungsstränge und die Geschichte wurde aus mehreren Erzählperspektiven geschildert. Dies brachte mich etwas durcheinander und ich musste mich teilweise schon sehr konzentrieren, um alles zu verstehen. Was mir persönlich nicht so zugesagt hat, war die Tatsache, dass die Drachen äußerst schlecht und böswillig in Szene gesetzt wurden. Ich fühlte nichts Positives und dies ging mir schon etwas gegen den Strich. Alle wären gut, nur die Drachen wären die Bösen…..

Der Schreibstil von Herrn Hennen ist bildgewaltig und detailreich. Trotzdem muss man diesen Erzählstil mögen, um rasch in diesem Buch weiter zu kommen. Gefühle und Emotionen kamen gut rüber und gab es auch einige Stellen, welche sehr brutal dargestellt worden sind.

Der Schluss gestaltete sich relativ offen, was ja so sein sollte, da es ja noch mehrere Bände gibt. Trotzdem hätte ich mir mehr beantwortete Fragen gewünscht. Naja, vielleicht im nächsten Teil….wobei  ich allerdings noch nicht weiß, ob ich diese Reihe weiter verfolgen werde.

Cover
Das Cover sieht sehr fantasyreich, aber dennoch „normal“ aus. Für mich nichts besonderes.

Fazit
Im großen und ganzen war dieser erste Teil der Drachenelfen Reihe ganz ok und spannend. Trotzdem störten mich so einige Sachen, weshalb ich diesmal nur 3 von 5 Buchherzen vergebe.


Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
Bernhard Hennen, 1966 geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Vorderasiatische Altertumskunde. Als Journalist bereiste er den Orient und Mittelamerika, bevor er sich ganz dem Schreiben fantastischer Romane widmete. Mit seiner Elfen-Saga stürmte er alle Bestsellerlisten und schrieb sich an die Spitze der deutschen Fantasy-Autoren. Hennen lebt mit seiner Familie in Krefeld.