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Samstag, 21. Dezember 2013

*Rezension* Endymion Spring Die Macht des geheimen Buches - Matthew Skelton


Titel: Endymion Spring - Die Macht des geheimen Buches
Autor:  Matthew Skelton
ISBN: 978-3423623674
Seiten: 432
Taschenbuch
Verlag: dtv
Ersterscheinung:  1. Oktober 2008

Kurzbeschreibung
In der ehrwürdigen Bibliothek von Oxford stößt 12-jährige Blake auf ein seltsames Buch. Der Band ist unbedruckt, leer, ohne Worte, aber sein Papier hat feine, pulsierende Äderchen, als würde es leben. Blake ist fasziniert, das Buch zieht ihn magisch an. Plötzlich tauchen auf den Seiten Wörter auf. Wörter, die nur Blake sehen und lesen kann. Das Buch scheint sich selbst zu schreiben und ein jahrhundertealtes Geheimnis zu offenbaren. Blake begreift, dass er mit dem Buch eine unglaubliche Entdeckung gemacht hat, die nicht nur ihn selbst brennend interessiert und anzieht.

Meinung
Dies ist die phantastische Geschichte nach der Suche des „Letzten Buches“ und ich muß schon am Anfang sagen, dies ist ein Jugendbuch für Jung und Alt, bei dem aber nicht nur Bücherwürmer auf ihre Kosten kommen.

Von der ersten Seite an fühlte ich mich in das Buch hinein gezogen. Die Welt rund um Endymion und Blake wurde vom Autor so toll und mystisch dargestellt, das ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Spannung pur.....ein wahres Kopfkino entstand, ich fieberte und zitterte mit den Protagonisten mit und ein um das andere Mal dachte ich, ich wäre selbst mit dabei.

Die Handlung springt immer in zwei Zeiten, dem heutigen Oxford und Mainz im Jahre 1453. Dies stellte aber kein Problem dar und ich kam super in der Geschichte mit. Jede Zeitspanne wurde auf seine eigene Art und Weise ziemlich real dargestellt.

Der Schreibstil von Herrn Skelton ist einfach, aber sehr lebhaft. Das Buch selbst etwas breiter, dies stört aber nicht, das die Schriftgröße diesem angepasst wurde. Die einzelnen Kapitel beginnen mit einer Zeichnung, welche vom Autor sehr liebevoll gestaltet wurden.

Auch einen kleinen Lerneffekt hat diese Debüt von Matthew Skelton. Der Leser erfährt, natürlich kindgerecht, wie es zum Buchdruck gekommen ist und wer ihn erfunden hat.

Abschließend kann ich nur sagen, daß Endymion Spring – Die Macht des geheimen Buches ein zauberhaftes und phantastisches Buch mit vielen Überraschungen und Entdeckungen ist, und man sollte es unbedingt gelesen haben.

Cover
Das Cover sieht sehr schön aus und deutet auf etwas Mystisches hin. Die warmen Farbtöne und der schwarze Drache runden das Ganze ab und machen es zu einem Hingucker schlecht hin.

Fazit
Dieses Debüt von Herrn Skelton konnte mich überzeugen und machte mich auf jeden Fall neugierig auf sein zweites Werk „Cirrus Flux“. Ich merkte die Liebe zum Detail des Autors und kann es auf jeden Fall nur weiterempfehlen. Es erhält von mir 4 von 5 Buchherzen.

 

Infos zum Autor: (Quelle Hanser Verlag)
Matthew Skelton, 1971 in Southampton geboren, wuchs in Edmonton, Kanada, auf. Er studierte Englisch und promovierte mit einer Doktorarbeit über H.G. Wells.  Mit seinem ersten Buch Endymion Spring gelang ihm sofort ein internationaler Bestseller. Cirrus Flux ist sein zweiter Roman.

Freitag, 13. Dezember 2013

Rezension: Bartimäus 1: Das Amulett von Samarkand - Jonathan Stroud

 
 
Titel: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
 Autor: Jonathan Stroud
  Seiten: 544    
Verlag:  cbt 
Preis: TB: 8,95 
Ersterscheinung: 07. 06. 2004  
Reihe: Teil 1 von 4

Kurzbeschreibung:
Bartimäus ist selbstsüchtig, rücksichtslos, dreist und leidet nicht gerade unter Minderwertigkeitskomplexen. So begeistert und überzeugt wie er von seinen Fähigkeiten ist, bedeutet es einen herben Schlag für ihn, als er von einem kleinen Jungen beschworen wird und ihm nun zu Diensten sein muss.

Dieser Junge, Nathanael, ist Zauberergehilfe eines unfähigen, aber umso strengeren Zauberers, so dass Nathanael sich heimlich in den magischen Künsten weiterbildet. Als der bösartige Zauberer Simon Lovelace ihn demütigt, beschwört Nathanael Bartimäus, um sich an Lovelace zu rächen. Was als Streich begann, entwickelt sich schnell zu einer folgenschweren Angelegenheit. Es geht um eine Verschwörung in höchsten Regierungskreisen, um den geheimen Widerstand der "Gewöhnlichen" und nicht zuletzt um den Machtkampf zwischen Nathanael und seinem unfreiwilligen Helfer Bartimäus. Denn obwohl Bartimäus Nathanael dienen muss, hat der Jahrtausende alte Dschinn doch eine ganze Menge Tricks im Ärmel. Und da die gesamte Macht der Zauberer auf den Dämonen basiert, ist Nathanael auf seinen neuen Gefährten angewiesen.

Meinung:
Ich habe so viele gute Meinungen zu der Reihe gehört und gelesen, so dass ich jetzt einfach nicht mehr daran vorbei kam und mir selbst ein Bild verschaffen wollte. 

„Bartimäus – Das Amulett von Samarkand“ ist auf jeden Fall ein Buch, das hervorsticht. Und zwar nicht unbedingt durch die Handlung, die zwar unterhaltsam und spannend, aber hauptsächlich auch auf junge Lese ausgerichtet und demensprechend ziemlich geradlinig und teilweise etwas vorhersehbar gestaltet ist, sondern durch die einzigartigen Charaktere. 

Zum einen ist da Bartimäus selbst, der vorlaute Dschinn, der von seinen Mächten extrem überzeugt ist und immer einen frechen Spruch auf den Lippen hat. Er ist zwar wirklich schlagfertig und ich musste auch oft über ihn und seine Bemerkungen schmunzeln, jedoch bleibt er trotzdem ein bisschen hinter meinen Erwartungen zurück. Also über Xemerius aus der Edelsteintrilogie musste ich mehr lachen. Aber das sind wirklich Vergleiche auf höchstem Niveau.  Außerdem gibt es in diesem Buch zahlreiche Fußnoten, in denen Bartimäus Erklärungen und Ergänzungen über manche Ereignisse gibt. Zu Beginn fand ich diese Fußnoten extrem gewöhnungsbedürftig und störend für einen durchgängigen Lesefluss, aber eigentlich habe ich mich ziemlich schnell daran gewöhnt und mich zumeist an den zusätzlichen Informationen erfreuen können. Nur meinte es der  Autor teilweise etwas zu gut. Also die Hälfte davon, hätte meiner Meinung nach, auch gereicht. 

Der zweite Protagonist ist Nathanael, ein Zauberlehrling, der extrem begabt ist, aber von seinem unbegabten Meister nicht gefördert wird. Er ist einerseits ängstlich und unsicher, aber auf der anderen Seite strebt er nach Macht und Anerkennung. Er ist alles andere als durchgehend sympathisch und man weiß nach Beenden dieses Teils noch nicht so wirklich, in welche Richtung (gut oder böse) es ihn einmal verschlagen wird. 

Auch das ist so eine Besonderheit der Protagonisten im Buch. Sowohl bei Bartimäus, als auch bei Nathanael kann man nicht direkt entscheiden, ob sie gut oder böse sind. Sie vereinen Charaktereigenschaften aus beiden Seiten in sich und müssen immer wieder individuell abwägen, für welchen Weg sie sich entscheiden.

Ich fand es ein bisschen Schade, dass man eigentlich relativ wenig über die Welt an sich erfahren hat. So wusste ich zum Beispiel lange Zeit nicht, wo und in welchem Zeitalter ich mit der Geschichte überhaupt gelandet war. Und auch die Informationen über die Widerstandsbewegung sind etwas sehr knapp, aber ich denke, dass sich das in den nächsten Teilen bessert.

Fazit:
Ein besonderes Buch, das durch seine außergewöhnlichen Charaktere hervorsticht. Vor allem Bartimäus sorgt mit seiner sarkastischen und schlagfertigen Art für viele Lacher und ist der Star der Geschichte. Doch auch die Handlung kann unterhalten und fesseln, weshalb ich solide 4 Buchherzen vergebe. 

Infos zum Autor (Quelle: Amazon):
Als Kind war Jonathan Stroud (*1970) häufig krank und musste viel Zeit im Krankenhaus oder zu Hause im Bett verbringen. Um der Langeweile zu entfliehen, begann er, intensiv zu lesen: Bald war der Boden seines Zimmers mit Büchern komplett bedeckt. Außerdem zeichnete Jonathan Stroud und erfand selbst mit Begeisterung Geschichten. Nach dem Englischstudium arbeitete er einige Jahre als Lektor für Walker Books in London, wo er alles über Kinderbücher lernte. 1999 erschien sein erster Fantasyroman "Drachenglut". Damit war Jonathan Stroud klar, was er in seinem Leben tun wollte. 2001 hängte er seinen Job endgültig an den Nagel, um nur noch Schriftsteller zu sein. Im selben Jahr heiratete er und wurde Vater.

Infos zur Reihe (bereits komplett erschienen):
1. Baritmäus - Das Amulett von Samarkand
2. Bartimäus - Das Auge des Golem
3. Bartimäus - Die Pforte des Magiers
4. Bartimäus - Der Ring des Salomo

Mittwoch, 11. Dezember 2013

*Rezension* Atemlose Stille - Michael Kimball


Titel: Atemlose Stille
Autor:  Michael Kimball
ISBN: 978-3453155817
Seiten: 542
Verlag: Diana
Ersterscheinung: Oktober 1999
Taschenbuch

Kurzbeschreibung
Zwei Millionen Dollar hat ein geschickt eingefädelter Kreditbetrug auf Bobby Swifts Konto auf den Cayman Islands gespült. Um das Geld genießen zu können, muß er nur noch für immer verschwinden. Was ist da besser als ein Platz auf dem Friedhof, selbst wenn man dafür Eliot Wicker, den Bestattungsunternehmer in den perfekten Plan einweihen muß. Nach seinem einstudierten Herztod und einer bewegenden Trauerfeier, schließt sich die Erde über Bobby. Doch dann geht einiges schief. Weil er den Tod seines besten Freundes nicht verwinden kann, hat Sal Erickson wieder getrunken. Seine Frau hat ihn dafür endgültig hinausgeworfen, aber die schöne 'Witwe' Noel öffnet ihm die Tür. Viele Männer denken in dieser Nacht an sie, vor allem Bobby in seinem Sarg, dem allmählich die Luft in den Taucherflaschen ausgeht.

Meinung
Da mich der Klappentext sehr beeindruckte und ich eine originelle Geschichte dahinter vermutetet, machte ich mich daran, „Atemlose Stille“ zu lesen. Die Spannung war von der ersten Seite an gegegben und ich kam auch ganz gut in die Handlung hinein.

Aber dann......mit der Zeit zogen sich die 541 Seiten nur so dahin, ich war von den Protagonisten einfach nur genervt. Statt das ich erwarten konnte, das sich meine Fragen beantworteten, kamen immer mehr neue dazu. Die Darsteller spielten sich gegenseitig nur aus, immer mehr Intrigen wurden gesponnen, die Geschichte ging hin und her, Ausdrücke fielen, wie in einem billigen Dreigroschenroman. Teilweise verwirrte mich die Geschichte so sehr, das ich nicht mehr weiter wußte. Meines Erachtens hätte alles noch besser erklärt und dargestellt worden können. Wobei ich aber trotzdem sagen muß, spannend war das Buch ja schon. Aber......es hätte ruhig etwas mehr sein können.....Hintergründe etc.

Was ich allerdings gut fand, war, das ich bis zum Schluß nicht wirklich wußte, wer der Täter eigentlich war. Durch die vielen Irreführungen im ganzen Werk blieb dies mir verschleiert. Am Ende wurde dann alles aufgeklärt und meine sämtlichen Fragen dann doch noch beantwortetet. Störend waren für mich allerdings die Länge der Kapitel. Viel zu lang, was meinen Lesefluß nicht wirklich voranbrachte. Der Schreibstil war angemessen, flüssig und nicht allzu schwer. Auch die Schriftgröße war zufriedenstellend.

Cover
Das Cover passt für mich nicht wirklich zum Roman. Auch die Farben sind eher unscheinbar und kalt.

Fazit
Die Grundidee zu „Atemlose Stille“ fand ich ganz gut, leider hat mir persönlich aber die Umsetzung nicht so ganz gefallen. Keine Frage, Spannung war zu jeder Zeit gegeben, aber das gewisse Extra für einen guten Roman fehlte mir einfach ein wenig. Trotzdem erhält er von mir 3 von 5 Buchherzen und eine Leseempfehlung.

 

Infos zum Autor: (Quelle Klappentext)
Michael Kimball lebt in der Hafenstadt New York Harbor an der Küste von Maine, wo er auch aufgewachsen ist. 1985 veröffentlichte er seinen ersten Roman, der Hollywood auf ihn aufmerksam machte und ihm etliche Aufträge als Drehbuchschreiber eintrug. Atemlose Stille ist sein zweiter Roman, der in England zum Bestseller wurde.

Freitag, 22. November 2013

*Rezension* Schrei nicht so laut - John Harvey


Titel: Schrei nicht so laut
Autor: John Harvey
ISBN: 978-3423209564
Seiten: 448
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 1. Januar 2007
Preis: 9,95 €  Taschenbuch

Kurzbeschreibung
Fünfzehn Jahre sind vergangen, seit Susan Blacklock, eine junge Frau aus Nottingham, spurlos verschwunden ist. Detective Frank Elder, frühzeitig pensioniert, geschieden und selbst Vater einer fast erwachsenen Tochter, geht der noch immer ungeklärte Fall nicht aus dem Sinn. Als nun Shane Donald, damals wegen Vergewaltigung und Mord an einer jungen Frau zu einer langen Haftstrafe verurteilt, freikommt, beschließt Elder, den Fall Susan Blacklock noch einmal aufzurollen.Kaum hat er mit seinen Ermittlungen begonnen, taucht Shane unter, und kurz darauf wird wieder eine junge Frau ermordet. Hat Shane etwas damit zu tun? Ist er vielleicht auch für Susans Verschwinden verantwortlich? Elders gründliche Nachforschungen scheinen den Mörder jedenfalls zu provozieren – äußerst dreist sendet der Unbekannte ihm Postkarten von überallher. Und dann passiert für Elder das Schrecklichste: seine Tochter Katherine kommt nach dem Lauftraining nicht nach Hause …

Meinung
Dieser Thriller hat mir von Anfang an sehr gut gefallen, die Handlung nimmt rasant zu und die Spannung stieg stetig an. Gewaltszenen werden gut, aber nicht blutrünstig, beschrieben und sie wechseln sich mit dann folgenden, einigermaßen harmonischen Passagen wieder ab. Meiner Meinung nach geht dieses Buch mehr an die Nerven. Der Autor hat mich immer wieder auf falsche Fährten geführt, des Rätsels Lösung blieb mir bis zum Schluß verschleiert.

Ein alter Fall holt Ex-Detective Frank Elder wieder ein. Spannend und äußerst interessant beschreibt der Autor die Suche nach einem verschwundenen und einem ermordeten Mädchen, einem Mörder und zum Schluß wird sogar seine eigene Tochter entführt. Diese dadurch entstehenden Emotionen greifen einem sehr an und man fühlt mit den Personen mit, so lebhaft wurden diese dargestellt. Auch haben sich die Protagonisten im Laufe des Buches sehr gut weiterentwickelt und man erfährt sehr viel über dessen Vergangenheit und auch Gegenwart.

Trotz das es das Erstlingswerk von Herrn Harvey ist, hat mich dieses Buch in den Bann gezogen. Der Schreibstil ist flüssig, einfach zu lesen und sehr authentisch. Es machte mir Spaß Seite um Seite weiterzulesen und die 447 Seiten hatte ich ganz schnell durch. Trotzdem fand ich, das diesem Werk das gewisse Extra fehlte, wodurch es bei mir somit nicht die Gesamtpunktzahl bekommen wird. Aber sicherlich werde ich mir noch einige Bücher von Herrn Harvey beschaffen und lesen. Bin ja gespannt, ob er seinen Stil weiterentwickeln kann.

Cover
Das Cover finde ich ganz ok. Ein beleuchteter Wohnwagen in der Einsamkeit. Düsterer Hintergrund und Vögel die kreisen. Hingucker ist die rote Schrift des Titels.

Fazit
„Schrei nicht so laut“ ist ein spannender und interessanter Thriller, der mir einige gute Lesestunden eingebracht hat. Emotionen spielen eine große Rolle und immer wieder wird man auf falsche Fährten gebracht. Er bekommt von mir 3,5 von 5 Buchherzen und eine gute Leseempfehlung.


Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
John Harvey 1938 in London geboren, wurde durch seine Drehbücher für britische Krimiserien bekannt. Für seine Krimis, Erzählungen und Lyrik erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Diamond Dagger für sein Lebensweg. Bei dtv sind seine berühmten Serien um Frank Elder, Charlie Resnick und das Ermittlerduo Will Grayson und Helen Walter erschienen.

Montag, 18. November 2013

*Rezension* Herz aus Eis - Anne Ursu


Titel: Herz aus Eis
Autor: Anne Ursu
ISBN: 978-3848920051
Seiten: 352
Verlag: Aladin
Ersterscheinung: 25. Oktober 2013
Preis: 14,90 €  Gebunden

Kurzbeschreibung
Hazel und Jack sind die besten Freunde. Bis Jack eines Tages nicht mehr mit Hazel spricht und mit einer mysteriösen Frau in weiß in den Wald verschwindet. Aber Hazel lässt ihren besten Freund nicht fallen, sondern folgt ihm in das geheimnisvolle Land. Inspiriert von Hans Christian Andersens "Die Schneekönigin" erzählt Anne Ursu von einer Freundschaft, für die es sich zu kämpfen lohnt. Und sie verschweigt nicht, dass man auf dem Weg einiges zurücklassen muss.

Meinung
Als erstes muß ich mal anmerken, das mich diese Geschichte nicht so sehr an die Schneekönigin von Hans Christian Andersen erinnert, sondern eigentlich viele Parallelen zu der Eiskönigin in Narnia herstellt. Im ganzen Buch finden sich viele Stellen, wie z.B. der weiße Schlitten oder das Aussehen der Königin oder wie sie die Jack anlockt, mit ihr zu gehen, welche aus den Chroniken von Narnia stammen könnten. Dies ist jetzt nicht so schlimm, da ja Änderungen vorhanden sind.

Der Einstieg in das Buch und ungefähr das erste Drittel fand ich sehr schön beschrieben. Es wird auf die einzelnen Charakteren eingegangen, welche sich im Laufe der Geschichte mehr oder minder gut oder schlecht weiterentwickeln. Hazel ist für ihr Alter meines Erachtens schon sehr weit und die Freundschaft zu Jack bedeutet ihr alles. Deshalb kann sie es auch nicht verstehen, warum er sich plötzlich von ihr abwendet. Sie sind ein Herz und eine Seele, bis Jack eines Tages nach einem „Unfall“ sich aprubt verändert, gemein und verletzend wird. Liegt es vielleicht an dem Splitter, den er ins Auge bekommen hat? Viele Fragen eröffnen sich Hazel und es lässt ihr einfach keine Ruhe. Als Jack dann auch noch verschwindet, begibt sie sich auf eine zauberhafte und gefährliche Reise, ihren besten Freund zurückzuholen. Jack selbst war mir am Anfang sehr sympathisch, nachdem er aber durch den verzauberten Spiegelsplitter so gemein wurden, hat er mich einfach nur genervt. Auch über Hazels Mutter habe ich mich einige Male sehr aufgeregt. Die Einstellung, Hazel solle sich andere Freunde suchen und es wäre nicht schicklich immer mit einem Jungen die Freizeit zu verbringen, finde ich sehr überzogen und veraltet.

Das Ende finde ich wieder gut und es ist genau das, was man sich bei so einem „Märchenbuch“ wünschen kann. Der Schreibstil ist einfach und kindgerecht und leicht zu lesen. Die Altersempfehlung an 10 – 12 Jährige finde ich ok. Für Ältere meiner Meinung nach nicht so geeignet, da das Ganze sehr kindgerecht rüberkommt. Auch die Schriftgröße und die Seitenanzahl von 310 wurde gut gewählt. Genau richtig für Kinder. Wer natürlich gerne solche Kinermärchen auch als Erwachsene liest, kann ich es nur ans Herz legen. Trotzdem fehlt mir einfach das gewisse Extra.

Cover
Das Cover finde ich wunderschön. Man sieht Jack, der im Eis eingesperrt ist und Hazel versucht, ihn zu befreien. Die kalten Farben und die angedeuteten Schneeflocken machen es zu einem Hingucker.

Fazit
„Herz aus Eis“ konnte meinen Geschmack leider nicht so treffen. Das Buch hatte einige gute Ansätze, aber die vielen Verbindungen zu Narnia mäßigten meine Freude aufs Lesen. Im Großen und Ganzen bescheerte mir dieses Buch doch einige gute Lesestunden und ich vergebe deshalb gutgemeinte 3 von 5 Buchherzen und eine mäßige Leseempfehlung.

 

Vielen Dank an Blogg dein Buch (http://www.bloggdeinbuch.de/), dem Aladin Verlag (http://www.aladin-verlag.de/) und der Autorin für die Bereitstellung dieses Exemplares. Wenn jemand Interesse an dem Buch hat, kann er es unter http://www.amazon.de/Herz-aus-Eis-Anne-Ursu/dp/3848920050/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1378895289&sr=8-1&keywords=Herz+aus+Eis+Ursu bestellen.

Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Anne Ursu unterrichtet Kreatives Schreiben für Kinder- und Jugendliteratur an der Hameline Universität in Minneapolis. Nebenbei arbeitet sie als Journalistin und hat die erfolgreiche Cronus Chronicles Trilogie geschrieben und zwei Bücher für Erwachsene veröffentlicht.

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Rezension: Rebecca - Daphne Du Maurier: Roman vs Musical

            
Titel:  Rebecca
Autorin: Daphne Du Maurier
  Seiten: 480 
Verlag: Fischer
   Preis: TB ab 7, 95 Euro    
Ersterscheinung: 1940
  Reihe: Nein  







Kurzbeschreibung:
Ein dunkles Geheimnis liegt über dem alten englischen Herrensitz Manderley. Als Maxim de Winter mit seiner jungen, zweiten Frau dorthin zurückkehrt, ist sie überwältigt von der feindseligen Atmosphäre des Gemäuers und den subtilen Grausamkeiten der Dienstboten. Manderley trägt noch immer den Stempel von Rebecca, Maxims schöner erster Frau, deren Schatten eine große Liebe zu zerstören droht. Ein dunkles Geheimnis liegt über dem alten englischen Herrensitz Manderley. Als Maxim de Winter mit seiner zweiten Frau dorthin zurückkehrt, ist die junge schüchterne Braut überwältigt von der feindseligen Atmosphäre des Gemäuers und den subtilen Grausamkeiten der Dienstboten. Allgegenwärtig auf Manderley ist noch immer Rebecca, Maxims schöne erste Frau, deren Schatten eine große Liebe zu zerstören droht.

Meinung:
Es ist jetzt ziemlich genau ein Jahr her, dass ich das wunderbare Musical "Rebecca" gesehen habe. Ich muss zugeben, ich hatte davor noch nie etwas davon gehört und dementsprechend konnte ich mir auch keine Vorstellungen darüber machen.  Aber das, was mich am Ende erwartet hat, konnte mich mir als überzeugen und fesseln. 

Deshalb war ich nun auch auf die Romanvorlage ziemlich neugierig. Die Tatsache, dass ich das Musical und damit die Handlung bereits kannte, ist mir dabei sowohl positiv, wie auch negativ aufgefallen. Positiv vor allem deshalb, weil ich sonst wohl nie auf dieses Buch aufmerksam geworden wäre und ich vergleichen konnte, wie der Roman im Vergleich zum Musical abschneidet und wie viel von der Ausgangsgeschichte erhalten wurde. Negativ hingegen, war auf jeden Fall, dass die Spannung dadurch, da ich die ganzen Geheimnisse und Hintergründe schon kannte, nicht mehr ganz zum Tragen kam. Denn da das Buch bereits 1940 erschienen ist, ist die Spannung  eh nicht ganz so dicht, wie man es heute kennt. Dabei ist die Geschichte selbst, vor allem für die damalige Zeit, wirklich eine gute Mischung aus Thriller, Krimi und dramatischer Liebesgeschichte, mit einigen tollen, nicht vorhersehbaren Wendungen und einer unglaublichen Atmosphäre. Doch der Schreibstil ist zum einen unglaublich bildlich, eindrucksvoll und ziemlich leicht zu lesen, aber für Leser der heutigen Zeit ziemlich blumig und ausschweifend. Somit gelingt es der Autorin zwar zumeist die Phantasie ihrer Leser anzuregen, indem sie die Umgebungen im Roman ziemlich detailliert beschreibt, aber gleichzeitig dauert es lange, bis man wirklich ins Buch findet und von der Geschichte gefesselt wird. 

Da ich bereits die gekürzte und auf den Punkt gebrachte Version vom Musical kenne und liebe, habe ich mich mit dem ausschweifenden Erzählsteil teilweise echt schwer getan. Aber dennoch orientiert sich das Musical sehr nah an der Buchverlage, wobei wirklich die wichtigsten Szenen zumeist detailgetreu übernommen wurden. 

Die Charaktere in Rebecca sind meiner Meinung nach alles großartige Unikate. Die Protagonistin, die ihre Geschichte in der Ich-Form erzählt, ist eine namenlose Frau. Doch trotzdem hat man das Gefühl, im Laufe der Geschichte das  „Ich“ immer besser kennenzulernen. Sie ist zu Beginn und auch noch lange danach einfach eine extrem schüchterne Frau mit Minderwertigkeitskomplexen, die sich in einen reichen Mann verliebt und durch die Anfeindungen der Haushälterin, sowie die Geheimnisse der Vergangenheit wächst und sich weiterentwickelt.   Die Rolle des „Ichs“ wurde sowohl im Musical wie auch im Roman gut umgesetzt. 

Doch auch die anderen Charaktere sind durchaus erwähnenswert. So ist Maxim de Winter im Buch extrem kalt und hartherzig, diese Züge hat er zwar auch in der Musicalversion, aber es fällt im Buch viel schwerer ihn zu mögen und ihn trotz seiner Gründe hierfür zu verstehen. Auch die Rolle der Haushälterin Mrs. Danvers spielt sowohl im Musical, als auch im Buch eine tragende Rolle. Ihre kaum versteckte Feindseligkeit und bedingungslose Treue und Liebe zur verstorbenen Rebecca sind wirklich hervorstechend und überzeugend.  Doch wirklich beispiellos ist die Figur von Rebecca de Winter. Obwohl die Frau schon über ein Jahr Tod ist und kein einziges Mal in Erscheinung tritt, ist ihre Figur vor allem im zweiten Teil der Geschichte ständig präsent. 

Fazit:
Meiner Meinung nach ist der Roman "Rebecca" etwas zu ausschweifend, um wirklich dauerhaft fesseln zu können. Das ist bei der Musicalversion schon anders. Aber dennoch ist die Handlung, vor allem für die damalige Zeit wirklich komplex, spannend und unvorhersehbar. Die Geschichte ist zudem extrem atmosphärisch und die Charaktere sind unglaublich stark gezeichnet. Am Ende gibt’s für den Roman sehr gute 3,5 und für das Musical volle 5 Buchherzen. 
Infos zur Autorin (Quelle: Fischer-Verlage):
Daphne Du Maurier (1907-1989) entstammt einer Familie von Schriftstellern und Künstlern, wuchs in London und Paris auf und begann 1928 mit Feuilletons und Kurzgeschichten ihre schriftstellerische Tätigkeit. Für ihre Verdienste als Schriftstellerin (ihre weit über 20 Romane, historischen Biographien und Novellen-Sammlungen sind in Millionenauflagen in der ganzen Welt verbreitet) verlieh die englische Königin Daphne Du Maurier 1969 den Titel »Dame«.

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Rezension: Aber bitte mit Schokolade - Meg Cabot

                    (Bildquelle: Blanvalet)
 

 
Titel:  Aber bitte mit Schokolade
Autorin: Meg Cabot
  Seiten: 416 
  Verlag: Blanvalet
  Preis: TB 7, 95 Euro    
Ersterscheinung: 11. 06. 07
  Reihe: Teil 1 von 3

   





Kurzbeschreibung:
Dichtung und Wahrheit liegen bei Männern bekanntlich oft nah bei einander. Und noch nie ist es einer Frau gut bekommen, auf diesen kleinen Unterschied hinzuweisen. Leider hat Lizzie Nichols genau das getan und ist nun ohne Geld und lügenden Freund in London gestrandet. Zum Glück bietet ihre Freundin ihr einen Catering-Job auf einem französischen Schloss an. Das Schloss ist ein Traum – und Luke, der Sohn des Schlossbesitzers, noch traumhafter. Außerdem scheint er jedes von Lizzies niedlichen Pfunden heiß zu begehren. Aber natürlich schlägt das Chaos in Form von Lizzies unwiderstehlich frechem Mundwerk wieder zu. Und plötzlich hat sie alle Hände voll zu tun, um Luke davon zu überzeugen, dass es diesmal Liebe ist …

Meinung:
Als ich die Kurzbeschreibung raus gesucht habe, war ich erstmal positiv überrascht, dass sie seit der Ersterscheinung anscheinend nochmal geändert wurde. Denn auf meiner (etwas älteren) Ausgabe, gibt es noch einen anderen Klappentext, den ich hier sehr bemängeln wollte, da er fast die komplette Handlung vom Buch verrät. Also klar,0 sind Bücher aus dem Genre „Chick Lit“ zumeist eh  ziemlich vorhersehbar, und so ist es auch hier nicht schwer zu erraten, wie die Geschichte ausgeht, aber dennoch gibt’s mit dieser Kurzbeschreibung noch wenigstens die ein oder andere kleinere Wendung, die man so vielleicht nicht unbedingt erwartet hätte, die aber bei der alten Version schon direkt verraten wurde. 

Lizzie ist als Charakter eigentlich ziemlich sympathisch, aber unglaublich naiv. Sie ist verliebt und ist dafür lange breit alle Fehler ihre großen Liebe zu übersehen und sie schönzureden (z. B. lebt er bei seiner Familie, anstatt in einer eigenen Wohnung und sie muss in der Abstellkammer in einem selbstgebautem Hochbett schlafen – naja, macht ja nichts, ist ja auch toll, so eine Erfahrung). Solche und viele ähnliche Beispiele gibt es im ersten Teil der Geschichte am laufenden Band und wären sie nicht auf so eine humorvolle und amüsierende Art und Weise erzählt, wäre ich wegen so viel Naivität wohl schier verzweifelt. Aber so gelingt es Meg Cabot dennoch, dass man es lustig findet, wie Lizzie für alles ausreden sucht und wie lange sie wirklich braucht, um dann die Notbremse zu ziehen. 

Der Erzählstil der Autorin ist, wie gesagt, ziemlich humorvoll, locker und schnell zu lesen. Vor allem die Tatsache, dass Lizzie sehr gern und extrem viel redet und dabei nicht immer alle Aussagen so durchdacht sind, verleiht der Geschichte eine gewisse Leichtigkeit. Dennoch musste ich selten wirklich laut los lachen, sondern hatte eher öfters ein Grinsen im Gesicht. Also an einen Humor von einer Kerstin Gier kommt das Buch meiner Meinung bei weitem nicht heran.

Die im Roman beschriebene Situation ist zwar nicht unmöglich, aber in der Gesamtabfolge doch ziemlich unwahrscheinlich und wirkt deshalb teilweise doch etwas konstruiert. Dennoch macht es Spaß Lizzies Lebensabschnitt zu verfolgen und sie bei ihrem Abenteuer zu begleiten.

Jedes Kapitel wird durch einen Teil von Lizzies Examensarbeit über die Modegeschichte eingeleitet. Diese kurzen Abschnitte verleihen der Lektüre etwas Besonderes und bieten teilweise ganz interessante Nebeninformationen.

Obwohl es sich um den Auftaktband einer Trilogie handelt, ist das Ende für sich abgeschlossen und kann auch für sich alleine stehen, ohne dass man die beiden Nachfolgerbände unbedingt gelesen haben muss.

Fazit:
Ein netter und humorvoller Roman, der sich gut für zwischendurch eignet. Die Geschichte wirkt etwas konstruiert, ist seicht und leicht vorhersehbar, bietet aber dennoch einige unterhaltsame Lesestunden. Somit vergebe ich gute 3 von 5 Buchherzen. 

Infos zur Autorin   (Quelle: Blanvalet) :
Meg Cabot stammt aus Bloomington, Indiana, und lebt mit ihrem Ehemann und ihren zwei Katzen in New York City und Key West. Nach dem Studium hoffte sie auf eine Karriere als Designerin in New York und arbeitete währenddessen u. a. als Hausmeisterin in einem Studentenwohnheim. Mit großem Erfolg, denn immerhin ließ dieser Job ihr genügend Zeit, ihr erstes Buch zu schreiben. Inzwischen hat Meg Cabot mehr als 40 Romane verfasst und ist eine der erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen der Welt. Ihre Plötzlich-Prinzessin-Romane wurden von Hollywood verfilmt. 
Infos zur Reihe (bereits komplett erschienen):
1. Aber bitte mit Schokolade