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Dienstag, 14. April 2015

Rezension: Das Herz der Harpyie - Rebekka Pax




 Titel: Das Herz der Harpyie
Autorin: Rebekka Pax
 Seiten: 400
Verlag: Carlsen 
Preis: 12, 99 Euro 
Ersterscheinung: 26. 02. 2015
Reihe: Nein?
  *Klick zu Amazon*








Kurzbeschreibung:
Was passiert, wenn deine Träume plötzlich Realität sind? Und was, wenn du im Schlaf einen Fehler begehst ... wer muss die Konsequenzen dafür tragen?

Die siebzehnjährige Milena hat schon immer eine seltsame Begabung im Umgang mit Vögeln gehabt. Doch während sie tagsüber ein gewöhnliches Schülerpraktikum auf einer Vogelstation absolviert, streift sie im Schlaf als riesiger Raubvogel durch die Lüfte und sieht Menschen sterben. Immer wieder, jede Nacht. Bis sie auf den ungewöhnlich anziehenden John trifft und ihm in Vogelgestalt das Leben rettet. Ein folgenschwerer Fehler. Denn Milena ist eine Harpyie, eine Kreatur der Götter, die ihren Wünschen zu folgen hat...

Meinung:
Geschichten die sich mit mystischen Wesen beschäftigen finde ich meistens sehr ansprechend, weshalb ich „Das Herz der Harpyie“ unbedingt lesen musste. 

Dabei spielt die Geschichte zwar im Ruhrpott und das merkt man dem Schreibstil auch an, versprüht aber trotzdem viel griechischen Charme. Denn es treten griechische Götter und alte Fehden auf den Plan, die man so vielleicht nicht unbedingt erwartet hätte. Es geht nicht um die typischen griechischen Gottheiten, wie Zeus oder Poseidon, sondern eher um Unbekannte, wodurch auch z. B. Leser von Percy Jackson noch etwas Neues erfahren können und auch die Hintergründe nicht langweilig werden.

Generell hat mir das Grundgerüst ziemlich gut gefallen. Nicht nur die Geschichte mit der Harpyie, sondern auch was sich hinter Johns Familiengeschichte verbirgt und wie er sich seinen Problemen stellen muss. Dabei gibt es viel Spannung, auch einige unerwartete Wendungen und eine erwartete Liebesgeschichte. Aber abgesehen davon, dass sie sich (wie zumeist in solchen Romanen) etwas zu schnell entwickelt, ist sie ganz solide und passt gut in die Handlung. 

Die Protagonisten fand ich sehr gut erarbeitet und ziemlich sympathisch. Man kann sich sofort in sie hineinversetzten und möchte unbedingt wissen, was denn die Ursachen dieser ganzen eigenartigen Ereignisse sind, wie alles zusammenhängt und vor allem, wie sie es denn lösen können. Dabei entwickeln sie sich deutlich weiter und werden zu willensstarken Personen. Diesen Weg hat die Autorin fesselnd, nachvollziehbar und stimmig beschrieben. 

Dennoch fand ich es schade, dass einige Fragen offen geblieben sind. So hat man von den Nebenfiguren eher weniger erfahren und auch die genauen Hintergründe, wieso gerade Milena zur Harpyie wurde, sind nicht deutlich geworden. 

Wie bereits erwähnt, merkt man am Schreibstil sofort, wo die Geschichte spielt. Ich kann auch nicht genau benennen woran man das merkt, nur dass es für mich ständig deutlich wurde. Doch davon abgesehen ist der Roman flüssig und fesselnd geschrieben und die einleitenden Gedichte vor jedem Kapitel passen perfekt ins Buch. 

Fazit:
Eine lesenswerte und spannende Geschichte mit  einem Hang zur griechischen Mythologie, die aber gleichzeitig auch modern ist. Obwohl einige kleinere Fragen offen geblieben sind, sind sowohl Grundkonzept, als auch die einzelnen Teilelemente, wie Spannungsaufbau und Charakterentwicklung stimmig verbunden und sorgen für Lesefreude. Von mir gibt’s deshalb solide 4 Buchherzen.
 Herzlichen Dank an den Carlsen-Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.


Infos zur Autorin (Quelle: carlsen.de):
Rebekka Pax, geboren 1978, studierte Skandinavistik, Archäologie und Runenkunde. Sie war mehrere Jahre in Amerika und Deutschland beim Film tätig und lebt heute wieder in ihrer Geburtsstadt Mülheim. Unter ihrem Namen und den Pseudonymen Rebecca Maly und Erin Hamilton sind bereits zahlreiche Romane von ihr erschienen. „Das Herz der Harpyie“ ist ihr erster Jugendroman.

Montag, 13. April 2015

*Rezension* Der Rabe ist Acht - Corinna Antelmann


Titel: Der Rabe ist Acht
Autor: Corinna Antelmann
ISBN: 978-3944572055
Seiten: 200
Verlag: Mixtvision
Ersterscheinung: 12. März 2014
Preis: 12,90 €  gebunden

Kurzbeschreibung
Die ausgezeichnete Autorin Corinna Antelmann führt den Leser gemeinsam mit Maja und Klebe auf den schmalen Grad zwischen Liebe und Wut, Hoffnung und Enttäuschung. Sehr ernsthaft und auf Augenhöhe mit den Protagonisten widmet sie sich dem Thema Gewalt an Schulen. Aus jeweils wechselnder Perspektive erzählen der Junge Klebe und das Mädchen Maja von der Möglichkeit eines Amoklaufs.

Meinung
Da ich schon viele gute Bücher vom Mixtvision Verlag gelesen habe und mir der Klappentext von „Der Rabe ist Acht“ sehr gut gefallen hat, mußte ich natürlich auch dieses lesen. Nur muß ich leider diesmal sagen, hat es mir nicht so gut gefallen.

Schon von der ersten Seite an war ich etwas verwirrt und konnte mich nicht richtig in die Handlung hineinversetzen. Sie entwickelte sich als zu übertrieben und nicht mehr nachvollziehbar. Es war einfach alles zu unrealistisch dargestellt. Das Buch konnte mich in keinster Weise fesseln und ich war froh, des es nur 200 Seiten hatte. Der Schluß war auch nicht nach meinem Geschmack und hinterließ bei mir einen sehr unzufriedenen Eindruck.

Die Charakteren dagegen konnten mich überzeugen. Ihre Darstellung durch die Autorin war gut und ziemlich glaubwürdig. Maja wird als fleißige Musterschülerin dargestellt, die gerne mal aus ihrem braven Dasein ausbrechen möchte. Dann lernt sie Klebe kennen, der das genaue Gegenteil von ihr ist. Zwar sehr intelligent, er beschäftigt sich am liebsten mit Zahlen, aber dennoch frei und etwas aufmüpfig. Er geht den Lehrern mit seinen ständigen Fragen auf die Nerven. Beide entwickelten sich im Laufe des Buches gut weiter und sie kommen sich etwas näher. Sie verbringen sehr viel Zeit miteinander und plötzlich nimmt ein fataler Plan ihrerseits seinen Lauf.....

Man merkt die Emotionen der Protagonisten, ihre Enttäuschung und das Nicht-verstanden-werden von der Erwachsenenwelt. Eigentlich schon erschreckend, was sich so junge Leute aus lauter Verzweiflung dann ausdenken.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach, leicht und dennoch literarisch angehaucht. Für ein Jugendbuch ganz ok. Kurze Kapitel, welche jeweils aus Sicht einer Person, also mal von Maja und von Klebe abwechselnd, erzählt werden, runden das Ganze ab.

Cover
Dies ist mal ein Cover, das mir persönlich so gar nicht gefällt. Titel und Bild passen zwar perfekt zum Inhalt des Buches, brachten aber bei mir nicht den Wow-Effekt. Naja, solche muß es auch geben.

Fazit
„Der Rabe ist Acht“ konnte bei mir diesmal leider nicht punkten. Charakteren und die Grundidee waren ziemlich gut, leider nur nicht so umgesetzt, wie ich es mir gewünscht hätte. Alles war so verwirrend und surreal. Deshalb kann ich diesmal auch nur 2 von 5 Buchherzen vergeben.

 

Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Corinna Antelmann wurde 1969 in Bremen geboren und studierte Kulturwissenschaft und Ästhetik in Hildesheim. Nach ihrem Diplom arbeitete sie als Drehbuchautorin, Regieassistentin und Dramaturgin, war Headwriterin der Trickompany Hamburg und leitete die Jugendtheatergruppe der theaterwerkstatt Hannover. Für ihr Jugendbuch Der Rabe ist Acht erhielt sie das Mira-Lobe-Stipendium des Österreichischen Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur. 2013 wurde sie für das Buch mit dem Frau Ava Literaturpreis ausgezeichnet. Heute arbeitet Corinna Antelmann als freie Autorin und Lehrbeauftragte für Storytelling. Sie lebt in Linz.

Samstag, 11. April 2015

*Rezension* Cináed Aus dem Feuer geboren - Tanja Höfliger


Titel: Cináed - Aus dem Feuer geboren
Autor: Tanja Höfliger
ISBN: 978-3944788036
Seiten: 319
Verlag: Fabulus
Ersterscheinung: 22. Oktober 2014
Teil:  1 von 3
Preis: 14,95 €  gebunden

Kurzbeschreibung
Daniel Frayne erhält von seinen Eltern zum 16. Geburtstag ein eher enttäuschendes Geschenk. Statt eines neuen Surfboards überreichen sie ihm nur einen unscheinbaren roten Stift. Daniel ist wenig begeistert, doch schon bald muss erbemerken, dass der Stift mit ihm auf seltsame Weise verbunden ist und ein Geheimnis in sich trägt. Das Leben des 16-Jährigen verändert sich komplett,als seine Eltern ihn auch noch an eine Ausbildungsakademie schicken, die sich im Verborgenen unter dem Conwy Castle in Nordwales befindet.Da Sir Edmund, Leiter der Conwy-Akademie, seine Schüler damit beauftragt hat, den roten Stift und sein grünes Gegenstück aufzuspüren, gerät Daniel dort zunehmend in Gefahr. Als die alljährlichen Wettkämpfe an der Conwy-Akademie beginnen, führt nicht nur sein Mitschüler Kilian etwas gegen ihn im Schilde. Einzig in Levi scheint er einen Freund gefunden zu haben, dem er trauen kann. Doch als sich Daniel in Levis Zwillingsschwester Lou verliebt, steht diese Liebe unter keinem glücklichen Stern, denn auch die Zwillinge haben ein Geheimnis.

Meinung
„Aus dem Feuer geboren“ ist der erste Teil der Cináed-Trilogie von der Autorin Tanja Höfliger. Leider kenne ich diese Autorin noch nicht und da mich auch der Klappentext angesprochen hat, war ich ganz neugierig auf dieses Buch. Ich wurde nicht enttäuscht, es war trotz einiger kleiner Schwächen richtig gut.

Von Anfang an war ich in die Geschichte rund um Daniel gefangen. Auf den ersten Seiten wurde ich über die Person Daniel aufgeklärt. Somit konnte ich mir schon ein Bild über diesen Charakter machen. Danach ging es auch schon rasant weiter, die Autorin hielt sich nicht mit Kleinigkeiten auf, sondern warf mich gleich mitten in die Geschichte. Daniel bekommt an seinen 16. Geburtstag einen Stift und weiß anfangs nichts damit anzufangen. Dann muß er auch noch auf eine neue Schule gehen und kommt sich ziemlich verloren vor. Schnell gewöhnt er sich aber ein und findet auch heraus, was es mit dem Stift zu tun hat. Er muß sich vielen Gefahren stellen und einige Abenteuer bestreiten, bis er dem Geheimnis um die jetzt 2 Stifte (rot und grün) weiterzukommen.

Dabei freundet er sich mit Levi und Lou an. Sie sind Zwillinge und schon ziemlich am Schluß erfuhr ich, das auch Lou eine Stiftträgerin ist. Daniel verliebt sich in Lou, was aber unter keinem guten Stern steht. Diese beginnende Liebesgeschichte wirkte sehr real und gar nicht übertrieben auf mich. Eigentlich ganz normal und fügte sich perfekt in dieses Abenteuer hinein. Gekonnt hat Frau Höfliger beides vermischt und dargestellt.

Durch verschiedenen Handlungsstränge lockert sich der Plot noch etwas auf. Ich fand ja die Idee, den Hauptdarsteller des Buches als einen Stift darzustellen schon etwas skuril. Trotzdem ist dies gut gelungen. Zum besseren Verständnis wurden die Szenen des Stiftes im Buch kursiv gehalten.

Das Ende blieb zwar ziemlich hoffen, hatte aber meines Erachtens keinen Cliffhänger. Es machte mich auf jeden Fall neugierig auf den zweiten Teil „Durch Blut getränkt“, der schon auf meinem SuB liegt und bald gelesen wird.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm leicht und flüssig, mit einem mystischen Touch. Die 319 Seiten hatte ich schnell durch. Die Kapitel wurden kurz gehalten und die Schriftgröße war normal.

Cover
Das Cover sieht eher unscheinbar aus. Der rote Stift ist abgebildet. Drei verschwommene Gestalten in der Mitte und oben „Cináed“ in fett und rot daraufgedruckt. Hightlight ist allerdings der rote Buchschnitt. Dies sieht klasse aus und kommt nicht so häufig vor.

Fazit
Dieser erste Teil der Trilogie „Cináed – Aus dem Feuer geboren“ konnte mich durch einen sehr sympathischen Hauptdarsteller und viel Spannung und Mystik überzeugen. Einge Schwächen sind noch da, aber diese werden hoffentlich im zweiten Band besser. Ich vergebe 4 von 5 Buchherzen und eine klare Leseempfehlung.

Vielen Dank an den Literaturtest und den Fabulus Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplares.

Infos zur Autorin: (Quelle Tanja Höfliger)
Geboren wurde ich in Ravensburg, im Oktober 1970. Fasziniert von den unglaublich vielen Möglichkeiten und den wundersamen Wörtern in Büchern habe ich literarisches Schreiben studiert und bei einem Verlag unter einem Pseudonym begonnen, Leser mit meinen Berichten zu faszinieren. Der 12. April 2009 sollte für mich ein Schlüsseldatum werden. An diesem Tag nahm ich in den Weinbergen Bleistift und Papier zur Hand, um all meine Gedanken aufzuschreiben. Schnell musste ich feststellen, dass mein Protagonist Daniel nur darauf wartete, mich ab diesem Tag immer mehr anzutreiben, seine Geschichte niederzuschreiben. Es bereitet mir unglaubliche Freude und zugleich auch unglaublichen Stolz, dass ich in nächster Zeit die Geschichte von Daniel und Cináed mit meinen Lesern teilen darf.

Dienstag, 31. März 2015

Rezension: Bird Box: Schließe deine Augen - Josh Malerman




Titel: Bird Box - Schließe deine Augen
 Autor: Josh Malerman
 Seiten: 320
  Verlag: Penhaligon
  Preis: 19, 99 Euro    
Ersterscheinung: 16. 03. 15
  Reihe: Nein?







Kurzbeschreibung:
Ich sehe was, dass du nicht siehst - und es ist tödlich...

Malorie ist hochschwanger, als immer mehr Menschen aus aller Welt von einem schrecklichen Wahnsinn befallen werden und sterben. Gleichzeitig häufen sich die Meldungen von etwas Unheimlichem, dessen bloßer Anblick die Raserei auslösen soll. Schon bald herrscht überall gespenstische Ruhe. Die wenigen Überlebenden haben sich in kleinen versprengten Gruppen zusammengefunden und verbarrikadieren sich in ihren Häusern. Malorie versucht alles, um die Menschen, die sie liebt, zu beschützen – in einer Welt, die von vier Wänden und verdunkelten Fenstern begrenzt wird. Und in der man den Tod erblickt, sobald man nur die Augen öffnet …

Meinung:
Der Klappentext verspricht eine richtig erschreckende und gruselige Geschichte und diese Erwartung kann „Bird Box – Schließe deine Augen“ auch auf ganzer Linie erfüllen. Von Beginn an ist der Plot sofort spannend und schockierend und der Autor schafft es immer wieder mit eingestreuten Beschreibungen zu erschüttern und eine schaurige Atmosphäre zu erschaffen.

So fand ich auch eigentlich ganz banale Dinge, z. B. dass die Kinder keine Namen haben, oder wie die Erziehung von ihnen Ablief extrem erschreckend und natürlich auch die kurzen, aber intensiven Einblicke in die Taten der Verrücktgewordenen bestürzen jedes Mal aufs Neue.

Die Geschichte wird abwechselnd in zwei Handlungssträngen erzählt, die sich am Ende verbinden und eine solide Handlung ergeben. Zum einen begleitet man Malorie in der Gegenwart, wie sie mit ihren Kindern auf der Flucht ist und zum anderen erhält man Einblicke in ihre Geschichte vom Zeitpunkt, als sie von der Schwangerschaft erfuhr und die Veränderung der Welt begann, bis hin zur Geburt. Dabei erkennt der Leser ziemlich schnell, dass in diesem Zeitraum viel Schreckliches passiert sein muss und die spannende Frage, „was genau?“, hängt über jeder Seite. 

Die andere Frage, die sich quälend durch den ganzen Roman zieht, ist das Rätsel nach den Hintergründen dieser Katastrophe und um welche Wesen es sich denn handelt. Jedoch bleibt diese Frage auch nach Beenden des Romans leider größtenteils unbeantwortet. Dies ist zwar zum einen ein nachvollziehbarer Weg des Autors, da man ja auch im realen Leben nicht immer die Hintergründe erfährt, aber für den Leser bleibt es etwas unbefriedigend. 

Malorie ist als Protagonistin ein tiefgründiger Charakter, den man im Laufe des Romans doch besser kennenlernt und auch im Verlauf deutliche Einsicht in ihre Psyche bekommt. Es ist schön dargestellt, wie Zweifel an ihr nagen und sie selbst teilweise kurz davor ist, verrückt zu werden. 

Der Schreibstil ist dabei eher gehetzt, abgehackt und es gibt oft kurze und auch teilweise etwas wirre Sätze, aber dies passt perfekt zur Geschichte und zur Stimmung und trägt dazu bei, dass das ganze extrem realistisch wirkt.

Den Showdown fand ich ein bisschen zu wirr und abrupt. Darüber hätte man ruhig noch ein paar Wörter mehr verlieren und die Gegebenheiten evtl. auch ein bisschen besser ordnen können. Dennoch stellt das Ende den Leser im Großteil zufrieden und man kann trotz der offen gebliebenen Fragen gut mit dem Schluss leben.

Fazit:
Ein schockierender Roman, der geschickt eine gruselige Stimmung erschafft, diese bis zum Ende hin hält und den Leser nicht mehr los lässt. Die Geschichte ist so erschreckend realistisch beschrieben, dass man einfach weiter lesen muss. Etwas schade ist es, dass man am Ende auf die Frage nach dem „Warum?“ keine zufriedenstellende Antwort bekommt, aber dies kann den guten Gesamteindruck nur minimal schmälern. Deshalb gibt es von mir 4 Buchherzen und eine Leseempfehlung.
Herzlichen Dank an den Penhaligon-Verlag für das Leseexemplar.

Infos zum Autor (Quelle: Amazon):
Josh Malerman ist ein großer Fan von Gruselliteratur und zählt mehr als 500 Horrorfilme zu seinen Favoriten. Er schrieb zunächst Gedichte und Kurzgeschichten, doch seine professionelle Karriere startete er mit Songtexten, bevor er sich ganz seinem Debüt Bird Box widmete. Josh Malerman ist Sänger und Chef der gefeierten Indie-Band The High Strung, mit der er bereits zweimal in Guantanamo Bay aufgetreten ist. Er lebt heute mit seiner Verlobten in Royal Oak, Michigan.

Mittwoch, 25. März 2015

Rezension: Wer die Lilie träumt - Maggie Stiefvater




Titel: Wer die Lilie träumt
Autorin: Maggie Stiefvater

 Seiten: 528
  Verlag: script 5 

Preis: 18, 95 Euro    
Ersterscheinung: 15. 09. 14
  Reihe: Teil 2 von 4








Kurzbeschreibung:
Mit jedem Tag, den Blue mit Gansey verbringt, fällt es ihr schwerer, sich nicht in ihn zu verlieben – obwohl sie weiß, dass ein Kuss von ihr der Grund für seinen nahen Tod sein könnte. Sie ist fasziniert von seiner leidenschaftlichen Suche nach dem verschwundenen König Glendower, und in der knisternden Hitze des Sommers kommen Blue, Gansey und die Raven Boys diesem Ziel immer näher. Vor allem Ronans Fähigkeit, Gegenstände aus seinen Träumen in die reale Welt zu bringen, lässt die Lösung greifbar werden. Doch das Spiel mit der Traumwelt ist gefährlich und Blue und ihre Freunde sind nicht die Einzigen, die sich ihre Wünsche herbeiträumen wollen …

Meinung:
Nachdem ich vor kurzem erst den Auftaktband der Reihe gelesen habe und von der Grundidee echt angetan war,  war ich sehr gespannt, wie es nun weiter geht. Doch leider entsprach die Fortsetzung kaum meinen Erwartungen. 

Zum einen erfährt man von der bisher bekannten Grundstory kaum etwas Neues. Das Hauptaugenmerk liegt dieses Mal auf Ronan und seiner besonderen Fähigkeit, Gegenstände aus seinen Träumen in die reale Welt zu bringen, wobei man sich schon denken kann, dass dies irgendwas mit der Suche nach Glendower zu tun haben wird. Da er dadurch in die Protagonistenrolle schlüpft, lernt man ihn auch zwangsläufig besser kennen und erfährt viel über ihn, seine Vergangenheit und was ihn bewegt. Dass Ronan ein sehr spezieller und vielschichtiger Charakter ist, wurde ja bereits im ersten Band deutlich, aber durch seine raue Art ist es mir manchmal etwas schwer gefallen mich, mit ihm zu identifizieren, wodurch es manchmal auch ein bisschen eintönig wurde, sich fast nur mit ihm zu beschäftigen. 

Ein anderer Charakter, der in diesem Teil noch eine Entwicklung durchmacht ist Adam. Er steht seit seinem Opfer etwas neben sich und erst gegen Ende des Romans wird die Bedeutung dessen etwas klarer. 

Blue und Gansey hingegen bekommen in diesem Teil eher wenig Raum. Wenn sie auftreten, dann nur als fast bedeutungslose Nebenfiguren und dadurch verliert der Roman doch einiges von seinem Charme.

Den Plot fand ich dieses Mal einfach zu sehr auf die Traumgeschichte ausgelegt. Es geht um fast nichts anderes, diese Fähigkeit wird in allen Zügen erklärt und beschrieben und dabei wird die Grundgeschichte fast aus den Augen verloren, wodurch sich das Lesen doch etwas zieht. Dabei fand ich es auch ein bisschen zu konstruiert, dass es in dem kleinen Nest gleich noch einen mit diesen Fähigkeiten gibt, sowie die Träume und ihre Auswirkungen einfach extrem komplex, wirr und oftmals völlig konfus. 

Das Gute an dem Buch ist aber mal wieder der Schreibstil der Autorin. Sie versteht es einfach eine fühlbare Atmosphäre zu erschaffen, die hier aber eher düster und drückend ist. Und trotz meiner Enttäuschung zu den wenigen Erkenntnissen in diesem Band bin ich immer noch gespannt, wie die Geschichte weiter geht.

Fazit:
Eine Fortsetzung, die kaum neue Antworten liefert, sondern eher weitere Fragen aufwirft. Dabei wird sich zu sehr auf Ronan und seine besondere Fähigkeit versteift, so dass alles andere extrem in den Hintergrund rückt und Spannung, sowie die Verbindung zur Grundgeschichte etwas auf der Strecke bleiben. Zusätzlich ist alles noch viel komplexer und verworrener als im ersten Teil und das Lesen manchmal regelrecht anstrengend. So war dieses Buch trotz der tollen Grundidee, einiger Wendungen und des tollen Schreibstils für mich leider kein positives Leseereignis, weshalb es für nicht mehr als 2 Buchherzen reicht. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich die Reihe weiter verfolge, aber eigentlich wäre ich trotz allem noch sehr gespannt auf die Auflösung der faszinierenden Grundproblematik.


Infos zur Autorin (Quelle: script5.de):
Maggie Stiefvater, geboren 1981, wurde mit ihrer Nach dem Sommer-Trilogie sowie dem Roman Rot wie das Meer international bekannt und von der Presse gefeiert. Momentan schreibt sie an ihrer vierbändigen Reihe Raven Boys, die in den USA bereits zahlreiche Auszeichnungen erhielt. Die New York Times-Bestsellerautorin lebt mit ihrer Familie in den Bergen Virginias.

Infos zur Reihe:
1. Wen der Rabe ruft
3. engl. Titel: Blue Lily, Lily Blue
4. noch unbekannt

Donnerstag, 5. März 2015

*Rezension* Der Drohnenpilot - Thorsten Nesch


Titel: Der Drohnenpilot 
Autor: Thorsten Nesch
ISBN: 978-3958540248
Seiten: 288
Verlag: Mixtvision
Ersterscheinung: 25. Februar 2015
Preis: 13,90 €  broschiert

Kurzbeschreibung
Der 17-jährige Darius hat keinen Job und keinen Plan von der Zukunft. Am liebsten zockt er Computerspiele. Da wird ihm am Ende eines Games ein Job angeboten: als Drohnenpilot! Tolles Gehalt, eigene Wohnung. Darius nimmt an und schiebt seine Bedenken erst mal zur Seite. Bis ein Einsatz völlig schief läuft ...

Meinung
Der interessante Klappentext hat mich neugierig auf das Buch gemacht. Ich habe von Herrn Nesch noch nichts gelesen und war natürlich dann doppelt gespannt darauf. Leider muß ich sagen, hat es meine Erwartungen nicht erfüllt.

Die Handlung versprach eigentlich ab der ersten Seite an spannend und interessant zu werden. Leider war es dann aber nicht so der Fall. Sie erschien mir flach und teilweise richtig unüberlegt. Das Thema „Totale Überwachung durch Drohnen und dadurch Entmenschlichung“ hat der Autor meiner Meinung nach nicht so gut rübergebracht. Es wirkte auf mich überhaupt nicht real und war an manchen Stellen Science-Fiction mäßig. Das Menschliche fehlte und niemand gab sich die Mühe, irgend etwas dagegen zu tun.

Die Charakteren stellten sich als absolut flach und lapidar dar. Ich konnte mich in keinen hineinversetzen und war etzwas enttäuscht von ihnen. Der Hauptprotagonist Darius wirkte auf mich sehr naiv und beeinflussbar. Er sitzt ständig vor dem Computer und spielt Cyber-Spiele, anstatt sich nach einer Arbeit umzusehen. Am Ende eines Spieles erscheint ein Hinweis, einen Job als Drohnenpilot zu bekommen. Darius ist gleich Feuer und Flamme und macht sich auf ein Vorstellungsgespräch auf. Er erhält den Job auch, weiß allerdings noch nicht so genau, was ihn erwartet. Seine Freundin findet die Firma nicht ganz koscher und hat so ihre Bedenken. Darius wimmelt alles ab und redet sich alles schön. Irgendwann einmal merkt er, das er für seine Firma töten muß und beendet das Arbeitsverhältnis. Hier merkte ich schon ganz deutlich, wie naiv Darius für sein Alter ist. Mir erschien die Firma von Anfang an suspekt und ich wollte Darius immer zuschreien: pass auf, die locken dich nur....da stimmt etwas nicht. Über die anderen Darsteller erfuhr ich relativ wenig und auch die Umgebungsbeschreibungen waren nicht nach meinem Geschmack.

Am Ende wurde zwar fast alles wieder gut, trotzdem hinterließ dieses Jugendbuch einen schalen Geschmack bei mir. Zum Glück hatte es nur 286 Seiten, also zum Lesen eigentlich schnell. Der Schreibstil von Herrn Nesch war einfach und ok. Kapitellänge und Schriftgröße passten auch.

Cover
Das Cover wirkte auf mich interessant und ich denke, im Buchladen hätte ich es bestimmt auch in die Hand genommen. Titel und Bild passen perfekt zum Inhalt des Buches.

Fazit
Leider wurde ich mit „Der Drohnenpilot“ überhaupt nicht war. Leider nur geringe Spannung und Charaktere, die mir zu nichtssagend waren. Er bekommt von mit gute 2 von 5 Buchherzen und keine Leseempfehlung.

 
Vielen Dank an den Mixtvision Verlag für die Bereitstellung dieses Leseexemplares.

Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
Thorsten Nesch wurde in Solingen geboren. Er lebt in der BRD und Kanada.
Sein erster Roman "Joyride Ost" (Rowohlt Verlag) wurde als Bestes Deutschsprachiges Jugendbuchdebüt nominiert und die Filmrechte verkauft.
2012 erhielt er den Hans-im-Glück Literaturpreis. Jury: "Ein erzählerischer Glücksfall in der aktuellen deutschsprachigen Literatur".
Er erhielt unter anderem das Literaturstipendium des Landes NRW. Aufenthaltsstipendien führten ihn nach Dänemark (H.A.L.D.) und nach Hausach (LeseLenz).
In dem Rahmen hielt er auch die erste Poetik-Dozentur für Kinder- und Jugendliteratur an einer pädagogischen Hochschule (Karlsruhe).
Sein Roman "School-Shooter" wurde von der Filmstiftung NRW gefördert und vom WDR als Hörspiel produziert und ausgestrahlt.